Treppen aus Beton

Schon die mittelalterlichen und neuzeitlichen Regenten wussten ihre Besucher mit repräsentativen Treppen zu beeindrucken. Auch in den modernen Verwaltungen der Unternehmen und Behörden haben Treppen neben der geschossverbindenden Funktion ihren repräsentativen Charakter behalten. Die Betonbauweise ermöglicht dabei eine individuelle und trotzdem wirtschaftliche Lösung, die auch alle sicherheitsrelevanten und bauphysikalischen Anforderungen erfüllt.

Treppen aus Ortbeton lassen sich jedem gewünschten Grundriss vor Ort anpassen - bis zum letzten Augenblick. Auch beengte Platzverhältnisse und leichte Maßabweichungen schon fertig gestellter Bauteile stellen hier kein Problem dar. Untersichten und Wangen lassen sich in vielen Sichtbetonvarianten herstellen.

Im Fertigteilwerk ermöglichen moderne Schalungen eine flexible und witterungsunabhängige Fertigung von Treppen. Die Untersicht zeigt einen geschlossenen Übergang von Deckenuntersicht zum Treppenlauf, da die Aus- und Antrittshöhe zwischen 20 cm und 36 cm eingestellt werden kann und im Aus- und Antrittsbereich ein Höhenausgleich von etwa 3 cm möglich ist. Gewendelte Treppen sind meist nur bis zu einer Breite von 1 m herstellbar. Lieferbar sind geradläufige Treppen mit oder ohne angeformtes Podest, einmal-viertelgewendelte Treppen, zweimal-viertelgewendelte Treppen und halbgewendelte Treppen. Als Zubehör stehen teilweise auch Vollbeton-Podestplatten und Teilfertigteil-Podestplatten zur Verfügung. Bei der Planung ist zu berücksichtigen, dass die Treppenaugen so groß gehalten werden, dass ein Einheben des vorgefertigten Treppenlaufs problemlos möglich ist. Eine Treppe aus Normalbeton mit 1 m Breite wiegt etwa 160 bis 180 kg pro Stufe. Das Transportgewicht lässt sich mit Treppen aus Leichtbeton deutlich reduzieren.

Nach der Montage sind die Treppen sofort voll belastbar, aufwendige Bautreppen sind somit entbehrlich. Eine ästhetisch anspruchsvolle und dennoch wirtschaftliche Lösung ist die Kombination der Betonwerkstein-Winkelstufen mit einer vorgefertigten tragenden Stahlbetonlaufplatte.

Planbare Sicherheit bei Treppen aus Beton

Neben dem gestalterischen Willen des Architekten bestimmen auch die menschliche Anatomie und Vorschriften der Landesbauordnungen die Maße und Form einer Treppe. In erster Linie müssen Treppen einfach und sicher zu benutzen sein.

DIN 18065 „Gebäudetreppen – Definitionen, Messregeln, Hauptmaße“ regelt werkstoffunabhängig die Grenzmaße von Treppen.

Tabelle 1 gibt als Auszug die Grenzmaße von Treppenlaufbreite, Treppensteigung und Treppenauftritt bei „notwendigen Treppen“ an. Notwendig ist eine Treppe, die gemäß Vorschrift Teil eines Rettungswegs ist.

Tabelle 1:
Grenzmaße von Treppenlaufbreite, Treppensteigung und Treppenauftritt bei „notwendigen Treppen“ nach DIN 18065

Gebäudeart Treppenart nutzbare Laufweite min. [cm] Steigung s min. [mm] Auftritt a max. [mm] Auftritt a min. [mm]
Wohngebäude mit bis zu zwei Wohnungen Baurechtlich notwendige Treppe 80 140 200 230
Baurechtlich nicht notwendige (zusätzliche) Treppe 50 140 210 210
Gebäude im Allgemeinen Baurechtlich notwendige Treppe 100 140 190 260
Baurechtlich nicht notwendige (zusätzliche) Treppe 50 140 210 210

Bei gewendelten Treppen darf gemäß DIN 18065 der Auftritt an der schmalsten Stelle nicht kleiner als 10 cm sein. DIN 18065 gibt hier absolute Mindestmaße an, die in keinem Fall – auch nicht im Rahmen der sonst zulässigen Maßtoleranzen – unterschritten werden dürfen.

Weitere Grenzabmessungen ergeben sich aus folgenden Vorschriften und Normen:

  • Verordnung über Arbeitsstätten (ArbStättV)
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV): BGI/GUV-I 561 „Treppen“
  • DIN EN 1865: "Krankentransportmittel im Krankenkraftwagen“ (hier für den Transport von Kranken über Treppen)

Generell sind die Treppenabmessungen dem zu erwartenden Verkehr anzupassen. In Veranstaltungsgebäuden ist ihnen als Fluchtweg bei Bränden besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Wegen der Gefahr für Leib und Leben regeln die Landesbauordnungen, basierend auf der Musterbauordnung, die Brandschutzanforderungen an Treppen, die nicht in Wohnungen liegen. So sind die tragenden Teile notwendiger Treppen aus nichtbrennbaren Baustoffen herzustellen. Beton ist als nichtbrennbarer Baustoff der Klasse A1 eingestuft. Gleichzeitig verlangt die Musterbauordnung, dass von jeder Stelle eines Aufenthaltsraums sowie eines Kellergeschosses mindestens ein Ausgang in einen notwendigen Treppenraum (oder ins Freie) in höchstens 35 m Entfernung erreichbar sein muss.

In der Regel werden in brandschutztechnisch richtig dimensionierten Betonbauteilen bei einem Brand wegen der relativ schlechten Wärmeleitung des Betons Temperaturen von 500 °C im Innern des Querschnitts nicht überschritten. Deshalb bleiben die Tragfähigkeitseigenschaften der Konstruktion weitgehend erhalten. Tragkonstruktionen aus Beton sind so ausgelegt, dass sie die Forderung nach der Gesamtstandsicherheit im Brandfall in vielen Fällen sogar übertreffen. Der lange Erhalt der Standsicherheit einer Treppe verlängert die Fluchtzeiten besonders bei größeren und mehrstöckigen Gebäuden und ermöglicht den Löschmannschaften Rettungsmaßnahmen auch nach längerer Branddauer.

Die Musterbauordnung verlangt an den freien Seiten von Treppenläufen, Treppenabsätzen und Treppenöffnungen (Treppenaugen) Umwehrungen (Geländer) bzw. Brüstungen, die bei  Absturzhöhen von 1 m bis zu 12 m mindestens 0,90 m hoch sein müssen. Umwehrungen von Flächen mit mehr als 12 m Absturzhöhe mindestens 1,10 m hoch sein. Der lichte Abstand von Geländerteilen, bei Podesten auch der Abstand zur Podestoberfläche, darf gemäß DIN 18065 nicht größer als 12 cm sein. Aus DIN EN 1930 „Artikel für Säuglinge und Kleinkinder - Kinderschutzgitter - Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren“ ergibt sich der maximale Abstand der Gitterstäbe (Kinderkopfparagraf) und die Forderung nach Nichtüberkletterbarkeit. Die Befestigung von Geländern an Treppen aus Beton gewährleistet hohe Sicherheit auch bei extremen Belastungen.

Schallschutz eingebaut

Schallschutz nimmt in Deutschland einen hohen Stellenwert ein. Eine Umfrage des InformationsZentrums Beton belegt, dass die Bürger nur bei Brandschutzfragen noch sensibler sind. DIN 4109-1 fordert daher auch für Treppenläufe und –podeste in Geschosshäusern mit Wohnungen und Arbeitsräumen einen bewerteten Norm-Trittschallpegel L`n,w von 53 dB. Die Auflagerung ohne Körperschallbrücken auf schwingungsdämpfenden Lagern aus dauerelastischem Material ermöglicht es bei Treppen aus Beton, diese Anforderungen sicher einzuhalten.

Bei Fertigteil-Treppenläufen werden auf die Konsolen der Podeste spezielle Lager gelegt, auf die die Treppenläufe aufgelagert werden. Beim Einbau ist darauf stets zu achten, dass zwischen den Flanken des Treppenlaufs und der Treppenhauswand eine Fuge verbleibt. Diese Fuge darf aber gemäß DIN 18065 nicht größer als 6 cm sein.

Auch für Treppen aus Ortbeton gibt es Systemlösungen, die eine sichere Auflagerung ohne Körperschallbrücken ermöglichen. Dabei handelt es sich oft um Konsolenbauteile, die in die Treppenhauswand eingebaut werden. Die lastabtragende Bewehrung des Treppenlaufs wird dann in diese Konsolen eingebunden, so dass beim Einbau des Transportbetons eine kraftschlüssige Verbindung entsteht. Bei anderen Systemlösungen werden die Treppenläufe über elastische Bewehrungen mit den Podesten verbunden. Bei den Betonarbeiten ist stets darauf zu achten, dass keine Körperschallbrücke zwischen Treppenlaufflanke und Treppenhauswand entsteht. Das kann z .B. durch den Einbau spezieller Dämmplatten in dieser Fuge sichergestellt werden.

Nach Bau bzw. Montage der Treppe ist sicherzustellen, dass nachfolgende Gewerke, wie z. B. das Verputzen der Wände, keine Körperschallbrücken erzeugen.

Sowohl bei der Fertigteilbauweise als auch bei der Ortbetonbauweise erfolgt die Trittschalldämmung der Podeste durch einen Estrich auf Dämmschicht.

Weiterführende Literatur

Beton-Bauteile Deutschland e.V. (Hrsg.):
Beton-Bauteile für den Wohnungsbau

Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie e.V. (Hrsg.): Transportbeton Bau-Archiv für Architekten und planende Bauingenieure. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2003

DIN 18065 „Gebäudetreppen – Definitionen, Messregeln, Hauptmaße“
Musterbauordnung – MBO – Fassung November 2002

DIN 4109-1 „Schallschutz im Hochbau“
Verordnung über Arbeitsstätten (ArbStättV)

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV):
BGI/GUV-I 561 „Treppen“

DIN EN 1865: Krankentransportmittel im Krankenkraftwagen“

Planungsatlas Hochbau

Ansprechpartner

Zement-Merkblätter

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    Was ist Beton?
    Wissenswertes über den Jahrhundertbaustoff - Ausgabe 09-2016
    Dieses Informationsblatt erläutert die Frage „Was ist Beton?“ leicht verständlich für interessierte Laien. Es enthält in kurz gefasster Form wichtiges Grundlagenwissen, allgemeine Fachinformationen und die Beschreibung betontechnischer Begriffe.

    Autoren: Dr. Diethelm Bosold, Alexander Grünewald
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    B1-Zemente und ihre Herstellung
    Ausgabe 04-2014
    Dieses Merkblatt informiert über Zementarten, Zusammensetzung der Zemente, Festigkeitsklassen, Normbezeichnungen und Kennzeichnun, Sonderzemente, Technische Eigenschaften der Normalzemente, Anwendungsbereiche und Herstellung der Zemente.

    Autoren: Dr. Diethelm Bosold, Roland Pickhardt
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    B2-Gesteinskörnungen für Normalbeton
    Ausgabe 01-2012
    Dieses Merkblatt gibt den aktuellen Stand der Normung für Normalbeton-Gesteinskörnungen wieder. Es erläutert u. a. die verschiedenen Anforderungen an Gesteinskörnungen, den Konformitätsnachweis und die Wirkungsweise der Gesteinskörnung im Beton.

    Autorin: Michaela Biscoping
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    B3-Betonzusätze, Zusatzmittel und Zusatzstoffe
    Ausgabe 02-2014
    Betonzusatzmittel werden dem Beton zugesetzt, um durch chemische oder hysikalische Wirkung oder durch beides die Eigenschaften des Frisch- oder Festbetons – wie z. B. Verarbeitbarkeit, Erstarren, Erhärten oder Frostwiderstand – zu verändern. Dabei muss gelegentlich auch die unerwünschte Änderung einer anderen Betoneigenschaft in Kauf genommen werden. Voraussetzung für die erfolgreiche Verwendung von Betonzusatzmitteln ist die Berücksichtigung der anerkannten Grundsätze über die Mischungszusammensetzung sowie über die Verarbeitung und Nachbehandlung des Betons.

    Autoren: Rolf Kampen, Dr. Thomas Richter
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    B4-Frischbeton Eigenschaften und Prüfungen
    Ausgabe 03-2013
    Solange fertig gemischter Beton verarbeitet und verdichtet werden kann, wird er als Frischbeton bezeichnet. Er muss so zusammengesetzt sein, dass er mit den vorgesehenen Verfahren verarbeitbar ist, d. h.: förderbar, einbringbar und verdichtbar. Dabei muss der erhärtete Beton die geforderten Festbetoneigenschaften aufweisen. Das Merkblatt „Frischbeton“ der Zement- und Betonindustrie informiert über alle diesbezüglich relevanten Aspekte. Die Veröffentlichung erläutert die Bedeutung des Wassergehalts und des Wasserzementwerts nebst dessen Festlegung. Gestützt durch Grafiken und Fotos werden darüber hinaus u.a. die Bestimmung der Frischbetoneigenschaften Konsistenz, Rohdichte und Luftgehalt erläutert.

    Autoren: Michaela Biscoping, Dr.Thomas Richter
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    B5-Überwachen von Beton auf Baustellen
    Ausgabe 10-2014
    Die Betonnormen DIN EN 206-1 und DIN 1045 unterscheiden zwischen Standardbeton, Beton nach Eigenschaften und Beton nach Zuammensetzung. Beton nach Eigenschaften ist der in der Praxis vorwiegend verwendete Beton. Darum beschäftigt sich das Merkblatt v.a. mit der Überwachung von Beton nach Eigenschaften auf der Baustelle.

    Autoren: Michaela Biscoping, Roland Pickhardt
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    B6-Transportbeton – Festlegung, Bestellung, Lieferung, Abnahme
    Ausgabe 01-2013
    Sichworte aus dem Inhalt: Festlegung für Beton nach Eigenschaften, Festlegung für Beton nach Zusammensetzung, Festlegung für Standardbeton, Festigkeitsentwicklung von Beton, Lieferangaben für Baustellenbeton, Konsistenz bei Lieferung, Produktions- und Konformitätskontrolle.

    Autoren: Rolf Kampen, Wolfgang Schäfer
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    B7-Bereiten und Verarbeiten von Beton
    Ausgabe 08-2013
    Sichworte aus dem Inhalt: Anliefern und Lagern der Ausgangsstoffe, Dosieren der Ausgangsstoffe, Mischen des Betons, Verarbeitbarkeitszeit, Befördern des Betons, Fördern des Betons, Vorbereiten des Betonierens, Einbringen, Verdichten, Nachverdichten.

    Autor: Rolf Kampen
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    B8-Nachbehandlung und Schutz des jungen Betons
    Ausgabe 04-2014

    Druckfestigkeit allein garantiert keine Dauerhaftigkeit. Beton nach DIN EN 206-1 [1] bzw. DIN 1045-2 [2] muss auch dicht sein. Denn je geringer die Porosität und die Permeabilität,also je dichter der Zementstein, desto höher ist auch der Widerstand gegen äußere Einflüsse. Deshalb ist eine früh einsetzende, ununterbrochene und ausreichend lange Nachbehandlung des Betons unerlässlich, damit er gerade in den oberflächennahen Bereichen die aufgrund seiner Zusammensetzung gewünschten Eigenschaften auch tatsächlich erreicht. DIN EN 13670/DIN 1045-3 [3] fordert in Abschnitt 8.5 die Nachbehandlung des Betons während der ersten Tage der Hydratation, um das Frühschwinden gering zu halten, eine ausreichende Festigkeit und Dauerhaftigkeit der Betonrandzone sicherzustellen, den Beton vor schädlichen Witterungsbedingungen zu schützen, das Gefrieren zu verhindern und schädliche Erschütterungen, Stoß oder Beschädigung zu vermeiden. In diesem Merkblatt werden die erforderlichen Maßnahmen beschrieben.

    Autoren: Roland Pickhardt, Wolfgang Schäfer

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    B9-Expositionsklassen von Beton im Geltungsbereich des EC2
    Ausgabe 03-2017

    Betonbauwerke müssen die zu erwartenden Beanspruchungen sicher aufnehmen und über viele Jahrzehnte dagegen widerstandsfähig bleiben. Dies verlangt eine sach- und materialgerechte Konstruktion, Bemessung, Baustoffauswahl und Bauausführung. Festlegungen zur Dauerhaftigkeit bilden die Grundlage für diese Forderung. DIN EN 206-1 [1] und DIN 1045-2 [2] legen hierzu die notwendigen Eigenschaften, Zusammensetzungen und Konformitätsverfahren für Beton, Stahlbeton und Spannbeton fest.

    Autoren: René Oesterheld, Dr. Matthias Beck

    Änderungen zur vorherigen Ausgabe: Ausnahmeerweiterung auf Seite 5, Änderungen in Tafel 5 mit Verweisen auf die ZTV-W, und Betonfahrbahnen mit geringen Belastungsklassen, Streichung von Festlegungen die normativ zurückgezogen wurden in Tafel 11, geänderte Darstellung in Tafel 17, Änderungen in Tafel 20, Einschränkungen zur Expositionsklasse XM3, Festlegungen zur Verwendung von (na), früher NA-Zemente, Anpassungen und Aktualisierungen des Literaturverzeichnisses

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    B11- Massige Bauteile aus Beton
    Ausgabe 03 -2016
    Betontechnische Eigenschaften massiger Bauteile, Betontechnologische Maßnahmen zur Begrenzung der Rissbildung, Besonderheiten bei der Herstellung und Bauausführung, Qualitätssicherung, Normen, Regelwerke, Literatur.

    Autoren: André Weisner, Dr. Thomas Richter
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    B13-Leichtbeton
    Ausgabe 06-2014
    In diesem Zement-Merkblatt werden unterschiedliche Leichtbetonarten vorgestellt (gefügedichter Leichtbeton, Porenleichtbeton, haufwerksporiger Leichtbeton, Porenbeton). Zudem gibt es kurze Anmerkungen zur Planung bzw. zum Betoneinsatz.

    Autoren: Dr.Diethelm Bosold, Dr. Matthias Beck
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    B18-Risse im Beton
    Ausgabe 02-2014
    Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit von Betonbauteilen können durch Risse beeinträchtigt werden. Risse lassen sich nicht generell vermeiden, sie sind aber auch nicht grundsätzlich schädlich. Bei auf Zug oder Biegung belasteten Stahlbetonbauteilen gehören Risse sogar zum Prinzip der Lastabtragung dazu. Denn bevor der Bewehrungsstahl die Zugkräfte vollständig übernehmen kann, ist der Beton bereits gerissen. Die Breite der Risse muss lediglich auf ein unschädliches Maß beschränkt werden, oder der Riss ist planmäßig zu schließen.

    Autoren: Dr. Diethelm Bosold, Alexander Grünewald
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    B19-Zementestrich
    Ausgabe 07-2015
    Estriche sind Mörtelschichten, die als Fußboden auf einem tragfähigen Untergrund oder auf zwischenliegenden Trenn- oder Dämmschichten aufgebracht werden. Sie sind nach dem Erhärten unmittelbar nutzfähig oder können einen Belag erhalten. Das vorliegende Merkblatt informiert über alle wichtigen Fakten.

    Autoren: Wolfgang Schäfer, Dr. Matthias Beck
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    B20-Zusammensetzung von Normalbeton – Mischungsberechnung
    Ausgabe 2-2017
    Beton wird aus Zement, Wasser, Gesteinskörnung und ggf. Zusätzen und Fasern zusammengesetzt. Durch das Mischen der Ausgangsstoffe entsteht Frischbeton. Dabei bilden Zement und Wasser den Zementleim. Durch die Erhärtung des Zementleims im Frischbeton zu Zementstein entsteht Festbeton. Sowohl der Frischbeton als auch der Festbeton müssen bestimmte Anforderungen erfüllen, die in Regelwerken festgelegt sind oder vom Verwender gefordert werden.

    Autoren: Michaela Biscoping, Rolf Kampen
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    B21-Betonieren bei extremen Temperaturen
    Ausgabe 12-2014
    Trotz extremer Wetterverhältnisse gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, guten und dauerhaften Beton herzustellen und einzubauen. Dabei wird zwischen Maßnahmen unterschieden, die der Betonhersteller – im Normalfall das Transportbetonwerk – und die der Verwender (die Baustelle) ergreifen kann. Seitens des Transportbetonwerks sind dies die Anpassung der Betonzusammensetzung an die Temperatur (Winter-, Sommerrezepturen) und die Betonherstellung durch Steuerung der Frischbetontemperatur. Auf der bauausführenden Seite ist dies die Vorbereitung der Betonage, die Betonverarbeitung und eine unmittelbar nach dem Einbau anschließende, sorgfältig auf das Bauvorhaben abgestimmte Nachbehandlung.     

    Autoren: Michaela Biscoping, Dr. Matthias Beck
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    B27-Ausblühungen
    Ausgabe 01-2013
    Kalkschleier und krustenartige Kalkablagerungen auf frei bewitterten Betonoberflächen werden „Ausblühungen“ genannt. Sie treten insbesondere im jungen Alter der betroffenen Bauteilflächen auf. Ausblühungen können je nach Betonzusammensetzung und den örtlichen Feuchtigkeitsverhältnissen nach einiger Zeit spontan abklingen oder sehr dauerhaft sein und sich in seltenen Fällen auch zu krustenartigen Ablagerungen aufbauen. Sie sind natürlicher Teil der Betonbauweise und beeinträchtigen die technischen Eigenschaften des Bauteils oder Bauwerks nicht. Sofern das Aussehen der Flächen architektonisch relevant ist, müssen Präventionsmaßnahmen frühzeitig entschieden und geplant werden. Im Folgenden werden die Ursachen von Ausblühungen und Maßnahmen zur Prävention vorgestellt und erläutert.
    Derzeit nur als Download verfügbar.

    Autoren: Martin Peck, Dr. Diethelm Bosold, Dr. Thomas Richter
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    B29-Selbstverdichtender Beton - Eigenschaften und Prüfungen
    Ausgabe 07-2006
    Selbstverdichtender Beton bietet eine Vielzahl von Vorteilen, z.B. werden die Betonierarbeiten erheblich erleichtert, weil das Rütteln entfällt. Gleichzeitig erfordert die Herstellung aber große Erfahrung und Sorgfalt.   

    Autoren: Michael J. Dickkamp, Sören Eppers
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    H8-Sichtbeton - Techniken der Flächengestaltung
    Ausgabe 01-2009
    Dieses Merkkblatt gibt alle wichtigen Informationen zur Gestaltung durch die Schalhaut, Oberflächenbearbeitung und farblichen Gestaltung auf einen Blick.     

    Autoren: Martin Peck, Dr. Diethelm Bosold
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    H10-Wasserundurchlässige Betonbauwerke
    Ausgabe 03-2012
    Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton werden auch als Weiße Wannen bezeichnet. Sie sind in der Lage, die tragende und die abdichtende Funktion als monolithisches Bauwerk in einem zu übernehmen. In dieser einfachen Konstruktion liegt ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Abdichtungen.     

    Autoren: Thomas Bose, Rolf Kampen
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    H11-Fugen und ihre Abdichtung in WU-Bauwerken aus Beton
    Ausgabe 05-2016
    Bei der Planung wasserundurchlässiger Bauwerke aus Beton (Weiße Wannen) sind verschiedene die Wasserundurchlässigkeit beeinflussende Punkte zu berücksichtigen. Dazu gehören u. a. eine geeignete Betonzusammensetzung, ein Entwurfsgrundsatz zum Umgang mit Rissen, Planung von Bauablauf, Bauteilabmessungen und Durchdringungen sowie eben auch die Planung aller Fugen und deren Abdichtung. Dieses Merkblatt gibt einen Überblick über gängige Methoden der Fugendichtung.     

    Autoren: Dr. Diethelm Bosold, Thomas Bose
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    LB1-Fußböden für Lagerhallen
    Ausgabe 07-2006
    Lagerhallen für die Landwirtschaft brauchen hochbelastbare, robuste Fußböden, die leicht zu reinigen sind und lange halten. Gut bewährt haben sich Ortbetonplatten auf einer Tragschicht.

    Autor: Otmar Hersel
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    LB4-Außenwände für Warmställe
    Ausgabe 08-2006
    Ein- und mehrschalige Wandkonstruktionen aus zementgebundenen Baustoffen eignen sich für den Bau von Warmställen besonders gut. Das Merkblatt informiert über das Wie und Warum.     

    Autor: Dr. Thomas Richter
  •  
    LB7-Naturnahe Wegbefestigungen
    Ausgabe 09-2001
    Ländliche Wege sollen ganzjährig befahrbar, aber möglichst unauffällig und naturverträglich sein. Spurwege, Rasenverbundsteine und hydraulisch gebundene Tragdeckschichten sind dafür geeignet.     

    Autor: Otmar Hersel
  •  
    LB14-Beton für Behälter in Biogasanlagen
    Ausgabe 12-2010
    Herkunft und Gewinnung von Biogas - Anwendungsbereiche für Beton - Beton für Biogasfermenter - Konstruktive Durchbildung - Beton für Vor- und Nachlagerbehälter - Eintragsbunker und Vorratsbehälter für Biomasse - Gärfuttersilos (Fahrsilos) - Literatur     

    Autor: Dr. Thomas Richter
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    S1-Fahrbahndeckenbeton für Straßen
    Ausgabe 11-2015
    Begriffe, Technische Beschreibung, Ausgangsstoffe, Herstellen des Betons, Prüfungen, Beton im kommunalen Straßenbau, Beispiele für Betonzusammensetzungen, Literatur     

    Autoren: Alexander Grünewald, Martin Peck
  •  
    S2-Der Bau von Betonfahrbahndecken auf Straßen
    Ausgabe 06-2007
    Begriffe, Bemessung, Ausführung von Betondecken, Anforderungen, Prüfungen, Technische Regelwerke.     

    Autor: Dr. Helmut Eifert
  •  
    S3-Gemische für Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln
    Ausgabe 06-2007
    Begriffe, Herstellungsgrundsätze, Baustoffe, Herstellung der Einbaugemische, Prüfungen, Technische Regelwerke  

    Autor: Dr. Helmut Eifert
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    S4-Der Bau von Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln
    Ausgabe 06-2007
    Begriffe, Bemessung, Ausführung, Anforderungen an Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln, Prüfungen, Technische Regelwerke

    Autor: Dr. Helmut Eifert
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    S19-Ländlicher Wegebau mit Beton
    Ausgabe 01-2000
    Befestigte Feld- und Waldwege erschließen die wirtschaftlich genutzte Landschaft. Sie werden aus Ortbeton oder aus Spurplatten hergestellt.

    Autor: Otmar Hersel
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    S21-Wegebau mit hydraulisch gebundener Tragdeckschicht
    Ausgabe 09-2000
    Schnelle Inbetriebnahme, niedrige Herstellkosten und naturnahes Aussehen sind die Vorzüge dieser Bauweise.

    Autor: Otmar Hersel
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    T1-Industrieböden aus Beton
    Ausgabe 01-2006
    Bei industriell oder gewerblich genutzten Hallen werden an die Böden höchste Anforderungen gestellt. Wie sich diese mit Beton erfüllen lassen erläutert das neue Merkblatt der Zement- und Betonindustrie Industrieböden aus Beton. Vom Entwurf bis zur Inbetriebnahme informiert es über Regelwerke, Beanspruchungen, den konstruktiven Aufbau, die Bemessung, Einbauarten, Oberflächenbearbeitung und die Nachbehandlung des Betons.

    Autor: Prof. Dr. Thomas Freimann
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    Temporäre Blaufärbung von Betonoberflächen
    Ursache der Blaufärbung bei Betonoberflächen
    Das Merkblatt informiert über die Ursache einer Blaufärbung von Betonoberflächen. Bei der Verwendung hüttensandhaltiger Zemente CEM II-S (Portlandhüttenzement) und CEM III (Hochofenzement) können vorübergehend grünlich-blaue Färbungen der frisch ausgeschalten Betonoberfläche auftreten. Diese Färbung geht aber meist schon nach wenigen Tagen in das übliche helle Grau einer Betonoberfläche über.

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