Wände aus Beton

Besonderes Merkmal von Wänden aus Normal- und Leichtbeton ist ihre hohe Tragfähigkeit, die schlanke Ausführung und damit mehr Nutzfläche bei gleicher bebauter Grundfläche erlaubt. Beton als massiver Baustoff bietet gleichzeitig hervorragende bauphysikalische Eigenschaften für Wärmeschutz und Schallschutz. Folgende Betonbauweisen für die Wand stehen zur Verfügung

  • Bewehrter oder unbewehrter Transportbeton
  • Leichtbeton-Mauerwerk
  • Großformatige Leichtbetonelemente
  • Betonfertigteile aus Normal- oder Leichtbeton
  • Elementwand
Massive Trennwand transluzent

Mit diesen bewährten Bausystemen lassen sich die gestalterischen, statischen und bauphysikalischen Anforderungen an die Wand im Wohnungsbau flexibel erfüllen.

Betonbauweisen für die Wand

Wand aus bewehrtem oder unbewehrtem Ortbeton

Die Ortbetonbauweise gewährt Planerinnen und Planern gestalterische Freiheit für individuelle Formen. Leerrohre für die Installation und Durchdringungen werden erst in der Schalung montiert. So ist Flexibilität bis zum Betonieren der Wand gegeben. Ihre guten Wärmedämmeigenschaften erhält die Wand durch eine zusätzliche Wärmedämmung, die nach dem Ausschalen außen aufgebracht wird. Je nach Vorgabe des Architekten kann die Wandoberfläche mit normaler Oberfläche ohne besondere Anforderung oder als Sichtbeton mit einer speziellen Struktur, z. B. durch Einlegen einer Schalungsmatritze, hergestellt werden.

Eine vom Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie in Auftrag gegebene Typenstatik ermöglicht es nun, die Beton eigene hohe Tragfähigkeit auch bei unbewehrten Wänden voll ausnutzen zu können. Bisher verhinderten dies die Bemessungsregeln der DIN 1045-1. Damit werden auch bei der unbewehrten Wand aus Transportbeton sehr schlanke Wandquerschnitte möglich. Die Typenstatik gibt es kostenlos im Betonshop.  Unter beton.org steht ein Statikrechner als Online-Bemessungshilfe für den „eiligen Rechner“ zur Verfügung.

Betonfertigteile aus Normalbeton oder Leichtbeton

Wände als Betonfertigteile werden witterungsunabhängig im Werk entsprechend der Bauwerksmaße gefertigt. Ein großer Teil der Installationen wird schon im Fertigteilwerk mit eingebaut. So enthalten die Wände bereits die Leerrohre bzw. Installationsschächte für die Elektroinstallation, wenn sie die Baustelle erreichen. An den entsprechenden Stellen werden im Werk die Aussparungen betoniert, durch die später Heizungs-, Wasser- oder Lüftungsrohre geführt werden.
Die Oberfläche der Betonfertigteile ist eben und gleichmäßig, so dass sie nicht verputzt werden muss.

Auch die Fenster- und Türelemente sowie hoch Wärme dämmende, tragende Rollladenkästen werden im Werk vorgefertigt und in die Wandelemente passgenau eingesetzt.

Beim Bauen mit Betonfertigteilen kommen im Wohnungsbau unterschiedliche Arten von Außenwandkonstruktionen zur Anwendung:

a) die Sandwichfassadentafel mit oder ohne hinterlüftete Vorsatzschicht
b) die Stahlbetontafel mit Außendämmung und Putz oder
c) die vorgehängte Fassadentafel.

Mit der Sandwichfassade, die aus Vorsatzschicht, Wärmedämmung und Tragschicht mit einer Gesamtdicke ab 30 cm besteht, ist die Ausführung vieler verschiedener Sichtbeton- und Steinfassaden möglich, insbesondere auch durch Einlegen besonderer Vorsatzmaterialien.

Die fugenlose Putzfassade besteht aus einer ca. 16 cm dicken, einschichtigen Fertigteiltafel und einem vor Ort aufzubringenden Wärmedämm-Verbundsystem mit Wärmedämmung aus Polystyrol bzw. Mineralfaser- Dämmplatten mit zweilagigem, gewebeverstärktem Außenputz. Die Gesamtdicke des Wärmedämm-Verbundsystems beträgt mindestens 10 cm.

Leichtbeton-Mauerwerk

Die verschiedenen Mauersteintypen und –formate erlauben es, jede Wandart mit Leichtbeton-Baustoffen zu errichten:

  • Einschalige wärmedämmende Außenwände
  • Mehrschalige Außenwände mit Zusatzdämmung
  • Hochbelastbare Innenwände
  • Schalldämmende Wohnungstrennwände und Gebäudetrennwände
  • Nicht tragende Innenwände
  • Ausfachende Wände

Leichtbeton-Mauersteine lassen sich wegen der hohen Maßgenauigkeit rationell und schnell verarbeiten und mit allen gängigen Mörtelarten kombinieren: Die Lagerfugendicke von Planstein-Mauerwerk z. B. liegt zwischen 1 und 3 mm. Die Formate reichen vom kleinformatigen Einhandstein bis zum Großblock, der an der Baustelle maschinell versetzt wird.

Vormauersteine und Vormauerblöcke aus Leichtbeton eignen sich als Fassadensteine für Sichtmauerwerk. Diese Steine sind frostbeständig und daher auch für die Verwendung im Außenbereich geeignet. Vormauersteine und Vormauerblöcke aus Beton werden mit naturrauer, bruchrauer, bearbeiteter oder besonders gestalteter Oberfläche und in unterschiedlichen Farbgebungen gefertigt. Zu den Einsatzmöglichkeiten zählen die Außenschalen von zweischaligem Mauerwerk mit und ohne Luftschicht sowie einschaliges Sichtmauerwerk.

Für die nicht tragenden Trennwände im Innenbereich eignen sich besonders Wandbauplatten sowie Hohlwandplatten. Zahlreiche Sonderbauteile wie U-Steine, Stürze und Rolladenkästen erleichtern das Arbeiten mit Leichtbeton-Mauerwerk.

Einige Leichtbeton-Mauersteine erfüllen die Anforderungen der Energieeinsparverordnung EnEV als monolithische Außenwände ohne zusätzliche Dämm-Maßnahmen. Daneben besteht mit Leichtbeton-Mauersteinen die Möglichkeit, die Hintermauerung mit hochfesten Leichtbetonsteinen mit geringen Wanddicken auszubilden und die notwendige Wärmedämmung durch eine zusätzliche Wärmedämmschicht – im Allgemeinen auf der Wandaußenseite – sicherzustellen.

Vorgefertigte Wandelemente aus Leichtbeton

Vorgefertigte Wandelemente aus Leichtbeton werden als tragende Wandtafeln für den Bau von Einfamilien-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern in verschiedenen Größen hergestellt. Als tragende monolithische Wand oder als zusatzgedämmte Hinterwandkonstruktion können Wanddicken zwischen 8 und 40 cm produziert werden. Die Anforderungen der EnEV werden sicher erfüllt. Der hohe Grad der Vorfertigung lässt eine Vielzahl von Detaillösungen bereits im Vorfeld zu.
Die Wandelemente werden auf Wunsch mit werksseitig aufgebrachtem Außenputz ausgeliefert. Die Innenseite der Elemente ist je nach Ausführung maler- bzw. tapezierfertig.

Doppelwandelemente (Elementwände)

Doppelwandelemente vereinen die Vorteile von Ortbeton- und Fertigteilbauweise miteinander. Der Begriff Doppelwandelement steht für die Bauweise, bei der zwei dünne Fertigplatten (je 5 bis 7 cm dick) durch Gitterträger werkmäßig zu einem Doppel-Element mit verbleibendem Zwischenraum verbunden werden. Bei bewehrten Wänden wird die statisch erforderliche Bewehrung ganz oder teilweise in die Fertigplatten eingebracht. Die erforderliche Mindestbewehrung darf dabei auf die erforderliche Bewehrung zur Aufnahme des Frischbetondrucks angerechnet werden. Übliche Maße sind Höhen bis 3 m und Längen bis 6 m.
Nach dem Aufstellen der geschosshohen Doppelwandelemente auf der Baustelle wird der Raum zwischen den beiden Fertigplatten mit Transportbeton verfüllt.

Entsprechend der im Fertigteilwerk verwendeten Schalung sind die sichtbaren Betonoberflächen glatt, eben und dicht. Außen- und Innenputz sind nicht erforderlich. Je nach Anforderungen an die Innenfläche genügt ein Schließen der Stoßfugen und ein Spachteln evtl. vorhandener Poren. Es entstehen wie aus einem Stück gefertigte Betonwände mit einer tapezierfertigen Betonoberfläche. Im Fertigteilwerk können die Leerrohre für Elektroleitungen in die Elementwände eingezogen werden. Die Dosen für Schalter und Steckdosen werden dort ebenfalls direkt einmontiert.

Bei speziellen Doppelwandsystemen wird auch schon im Werk eine Kerndämmung aus Hartschaumplatten in die Doppelwandelemente eingebaut. Die Gitterträger bestehen hier aus Edelstahl und übertragen sicher die wirkenden Kräfte auch im Bereich der Dämmung. Die Außenschale kann gemäß Zulassung bei Streckenlasten bis 30 kN/m und Einzellasten bis 15 kN als tragend angesehen werden. Lieferbar sind Wanddicken von 24 bis 46 cm mit Dämmstoffdicken zwischen 4 und 16 cm.

Gestaltung von Wandoberflächen aus Beton

Die Ansichtsfläche eines erhärteten Betons (außer bei Leichtbeton-Mauerwerk) ist das Spiegelbild der verwendeten Schalung; sie lässt Merkmale der Gestaltung und der Herstellung erkennen. Eine Ansichtsfläche gilt als gestaltet, wenn im voraus vereinbarte Forderungen an ihre Beschaffenheit erfüllt und die gewünschte optische Wirkung erreicht werden. Die Ansichtsfläche ist für die architektonische Wirkung der Bauwerke und der Bauteile bestimmend (Struktur, Farbe).

Betonflächen können durch den Einsatz individuell gestalteter Schalhäute ein besonderes Aussehen erhalten. Dazu können z. B. verwendet werden:

  • Glatte Kunststoffschalungen
  • Raue Bretter
  • Gehobelte oder geflammte Bretter / Leisten
  • Gespundete Bretter
  • Strukturschalungen
  • Textile Schalungsbahnen

Das zu erwartende Ergebnis der Sichtfläche hängt vom verwendeten Material, der Anordnung der Fugen und den Schalungsankern ab. Detaillierte Angaben sollten hierzu in den Schalwerkplänen gemacht werden.

Eine weitere Gestaltungsmöglichkeit von Wandoberflächen aus Beton bietet die nachträgliche Bearbeitung. Dabei wird unterschieden zwischen:

  • nachträglicher Bearbeitung vor dem Erhärten (z. B. Waschbeton) und
  • nachträglicher Bearbeitung nach dem Erhärten
  • durch Strahlen,
  • Stocken, Spitzen, Scharrieren oder Bossieren,
  • Sägen bzw. Brechen,
  • Schleifen und Polieren,
  • Absäuern bzw. Fluatieren,
  • Flammstrahlen.

Die Verwendung farbiger Frischbetonmischungen ist eine weitere Möglichkeit, Wandoberflächen aus Beton dauerhaft zu gestalten.

Hierfür können verwendet werden, z. B.:

  • bestimmte Zemente für besondere Farbwirkungen (Portlandzemente= dunkleres Grau und Weiß; Portlandhütten- und Hochofenzemente= helleres Grau; Portlandölschieferzement= rötliches Braun)
  • verschiedene Farbpigmente für unterschiedliche Farbtöne (Eisenoxid= Braun / Gelb / Rot / Schwarz; Chromoxid / Chromoxidhydrat= Grün; Kobalt-Aluminium-Chromoxid= Blau)
  • Bei Verwendung von grauem Zement wirken die Farbtöne gedeckter und dunkler, bei weißem Zement dagegen heller und reiner. Leichte Oberflächenprofilierungen und  -bearbeitungen lassen die Farbigkeit insgesamt besser zur Wirkung kommen.

Da Witterung und Luftverschmutzung das Aussehen der Betonflächen beeinträchtigen können, werden hydrophobierende Imprägnierungen,  Lasuren (farblos, farbig) und  Beschichtungen verwendet, um das Eindringen von Feuchtigkeit, Schmutz und sonstigen Schadstoffen zu verhindern. Mit Lasuren und Beschichtungen können auch gezielte Farbgestaltungen durchgeführt werden.

Ausschreibung und Beurteilung sollten gemäß „Merkblatt Sichtbeton", gemeinsam herausgegeben vom Verein Deutscher Zementwerke und dem Deutschen Beton- und Bautechnik-Verein, erfolgen.

Bauphysikalische Anforderungen und Eigenschaften

Ein Schutzwall gegen Lärm

Beim Schallschutz haben Wände insbesondere eine wichtige Funktion bei der Luftschalldämmung. Die Luftschalldämmung einschaliger Bauteile hängt von ihrer flächenbezogenen Masse (Flächengewicht) und der Ausbildung des Anschlusses an die flankierenden Bauteile ab. Das Flächengewicht eines Bauteils steigt mit der Dicke und der Rohdichte des Bauteils. Die Flankenübertragung verringert die Schalldämmung des trennenden Bauteils. Die Minderung ist umso größer, je leichter die flankierenden Bauteile sind. Leichte Konstruktionen sind im Allgemeinen schalltechnisch ungünstiger. Bauteile aus Beton bieten die Voraussetzungen für schalltechnisch gute Werte.

Einschalige Wände kommen in der Regel als Innenwände zum Einsatz. Typischerweise handelt es sich um Wohnungstrennwände mit der Anforderung R’w= 53 dB gemäß DIN 4109-1.

Das bewertete Bauz-Schalldämm-Maß von zweischaligen Haustrennwänden darf nach DIN 4109-2 prinzipiell in Abhängigkeit von der flächenbezogenen Gesamtmasse (Masse beider Einzelschalen) ermittelt werden. Bei Haustrennwänden darf der Wert des so ermittelten Bau-Schalldämm-Maßes um 12 dB erhöht werden, wenn die flächenbezogene Masse der Einzelschalen jeweils mindestens 150 kg/m² beträgt und die Fuge zwischen den Einzelschalen mindestens 30 mm breit ist und vollflächig mit Trittschalldämm-Matten ausgekleidet ist.

Im Sommer angenehm kühl, im Winter warm

Die Betonbauweise bietet hervorragende Systeme für den Wärmeschutz. Die große Masse einer Betonwand mit der damit verbundenen Temperaturträgheit sorgt für ein ausgeglichenes Raumklima, was gerade an heißen Sommertagen wertvoll ist. Im winterlichen Wärmeschutz bieten Wandkonstruktionen aus Leichtbeton oder aus Normalbeton im Verbund mit Wärmedämmungen Werte, die alle Anforderungen in der EnEV erfüllen.

Die Beherrschung so genannter Wärmebrücken bei den bauphysikalischen Nachweisen ermöglicht schon in der Planung den Weg für kostengünstiges Bauen bereiten zu können. Der Wärmebrücken- und Konstruktionsatlas für den Massivbau reduziert dabei den Aufwand für den Planer auf ein Minimum. Die darin mittels der Finiten-Elemente-Methode für alle Konstruktionsvarianten berechneten Wärmebrückeneffekte erlaubt dem Fachplaner die Führung eines individuellen EnEV-Nachweises, ohne sich der ungünstigeren pauschalen Aufschläge nach EnEV bedienen zu müssen.

Linktipp zum Thema: www.planungsatlas-hochbau.de

Die EnEV schreibt bauteilbezogen Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten vor. Für Außenwände von Wohngebäuden und Zonen von Nichtwohngebäuden mit Innentemperaturen ≥ 19°C beträgt der maximale Wärmedurchgangskoeffizient Umax 0,28 W/(m² K).

Die folgende Grafik stellt beispielhaft Wandkonstruktionen aus Beton vor, die die Anforderung der EnEV erfüllen.

Literatur

Verein Deutscher Zementwerke e.V. (Hrsg.): Zement-Merkblatt H8 „Sichtbeton – Gestaltung von Betonoberflächen“
Beton-Bauteile Deutschland e.V. (Hrsg.): Beton-Bauteile für den Wohnungsbau
Bundesverband Leichtbeton e.V. (Hrsg.): Energie sparen und sich wohlfühlen – ist doch ganz leicht
Willems, W.M.; Schild, K.; Hellinger, G.: Planunsatlas Hochbau
Middel, M.: Bauphysik nach Maß; 4. Auflage. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2003
syspro.de

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Zement-Merkblätter

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    Was ist Beton?
    Wissenswertes über den Jahrhundertbaustoff - Ausgabe 09-2016
    Dieses Informationsblatt erläutert die Frage „Was ist Beton?“ leicht verständlich für interessierte Laien. Es enthält in kurz gefasster Form wichtiges Grundlagenwissen, allgemeine Fachinformationen und die Beschreibung betontechnischer Begriffe.

    Autoren: Dr. Diethelm Bosold, Alexander Grünewald
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    B1-Zemente und ihre Herstellung
    Ausgabe 04-2014
    Dieses Merkblatt informiert über Zementarten, Zusammensetzung der Zemente, Festigkeitsklassen, Normbezeichnungen und Kennzeichnun, Sonderzemente, Technische Eigenschaften der Normalzemente, Anwendungsbereiche und Herstellung der Zemente.

    Autoren: Dr. Diethelm Bosold, Roland Pickhardt
  •  
    B2-Gesteinskörnungen für Normalbeton
    Ausgabe 01-2012
    Dieses Merkblatt gibt den aktuellen Stand der Normung für Normalbeton-Gesteinskörnungen wieder. Es erläutert u. a. die verschiedenen Anforderungen an Gesteinskörnungen, den Konformitätsnachweis und die Wirkungsweise der Gesteinskörnung im Beton.

    Autorin: Michaela Biscoping
  •  
    B3-Betonzusätze, Zusatzmittel und Zusatzstoffe
    Ausgabe 02-2014
    Betonzusatzmittel werden dem Beton zugesetzt, um durch chemische oder hysikalische Wirkung oder durch beides die Eigenschaften des Frisch- oder Festbetons – wie z. B. Verarbeitbarkeit, Erstarren, Erhärten oder Frostwiderstand – zu verändern. Dabei muss gelegentlich auch die unerwünschte Änderung einer anderen Betoneigenschaft in Kauf genommen werden. Voraussetzung für die erfolgreiche Verwendung von Betonzusatzmitteln ist die Berücksichtigung der anerkannten Grundsätze über die Mischungszusammensetzung sowie über die Verarbeitung und Nachbehandlung des Betons.

    Autoren: Rolf Kampen, Dr. Thomas Richter
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    B4-Frischbeton Eigenschaften und Prüfungen
    Ausgabe 03-2013
    Solange fertig gemischter Beton verarbeitet und verdichtet werden kann, wird er als Frischbeton bezeichnet. Er muss so zusammengesetzt sein, dass er mit den vorgesehenen Verfahren verarbeitbar ist, d. h.: förderbar, einbringbar und verdichtbar. Dabei muss der erhärtete Beton die geforderten Festbetoneigenschaften aufweisen. Das Merkblatt „Frischbeton“ der Zement- und Betonindustrie informiert über alle diesbezüglich relevanten Aspekte. Die Veröffentlichung erläutert die Bedeutung des Wassergehalts und des Wasserzementwerts nebst dessen Festlegung. Gestützt durch Grafiken und Fotos werden darüber hinaus u.a. die Bestimmung der Frischbetoneigenschaften Konsistenz, Rohdichte und Luftgehalt erläutert.

    Autoren: Michaela Biscoping, Dr.Thomas Richter
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    B5-Überwachen von Beton auf Baustellen
    Ausgabe 10-2014
    Die Betonnormen DIN EN 206-1 und DIN 1045 unterscheiden zwischen Standardbeton, Beton nach Eigenschaften und Beton nach Zuammensetzung. Beton nach Eigenschaften ist der in der Praxis vorwiegend verwendete Beton. Darum beschäftigt sich das Merkblatt v.a. mit der Überwachung von Beton nach Eigenschaften auf der Baustelle.

    Autoren: Michaela Biscoping, Roland Pickhardt
  •  
    B6-Transportbeton – Festlegung, Bestellung, Lieferung, Abnahme
    Ausgabe 01-2013
    Sichworte aus dem Inhalt: Festlegung für Beton nach Eigenschaften, Festlegung für Beton nach Zusammensetzung, Festlegung für Standardbeton, Festigkeitsentwicklung von Beton, Lieferangaben für Baustellenbeton, Konsistenz bei Lieferung, Produktions- und Konformitätskontrolle.

    Autoren: Rolf Kampen, Wolfgang Schäfer
  •  
    B7-Bereiten und Verarbeiten von Beton
    Ausgabe 08-2013
    Sichworte aus dem Inhalt: Anliefern und Lagern der Ausgangsstoffe, Dosieren der Ausgangsstoffe, Mischen des Betons, Verarbeitbarkeitszeit, Befördern des Betons, Fördern des Betons, Vorbereiten des Betonierens, Einbringen, Verdichten, Nachverdichten.

    Autor: Rolf Kampen
  •  
    B8-Nachbehandlung und Schutz des jungen Betons
    Ausgabe 04-2014

    Druckfestigkeit allein garantiert keine Dauerhaftigkeit. Beton nach DIN EN 206-1 [1] bzw. DIN 1045-2 [2] muss auch dicht sein. Denn je geringer die Porosität und die Permeabilität,also je dichter der Zementstein, desto höher ist auch der Widerstand gegen äußere Einflüsse. Deshalb ist eine früh einsetzende, ununterbrochene und ausreichend lange Nachbehandlung des Betons unerlässlich, damit er gerade in den oberflächennahen Bereichen die aufgrund seiner Zusammensetzung gewünschten Eigenschaften auch tatsächlich erreicht. DIN EN 13670/DIN 1045-3 [3] fordert in Abschnitt 8.5 die Nachbehandlung des Betons während der ersten Tage der Hydratation, um das Frühschwinden gering zu halten, eine ausreichende Festigkeit und Dauerhaftigkeit der Betonrandzone sicherzustellen, den Beton vor schädlichen Witterungsbedingungen zu schützen, das Gefrieren zu verhindern und schädliche Erschütterungen, Stoß oder Beschädigung zu vermeiden. In diesem Merkblatt werden die erforderlichen Maßnahmen beschrieben.

    Autoren: Roland Pickhardt, Wolfgang Schäfer

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    B9-Expositionsklassen von Beton im Geltungsbereich des EC2
    Ausgabe 03-2017

    Betonbauwerke müssen die zu erwartenden Beanspruchungen sicher aufnehmen und über viele Jahrzehnte dagegen widerstandsfähig bleiben. Dies verlangt eine sach- und materialgerechte Konstruktion, Bemessung, Baustoffauswahl und Bauausführung. Festlegungen zur Dauerhaftigkeit bilden die Grundlage für diese Forderung. DIN EN 206-1 [1] und DIN 1045-2 [2] legen hierzu die notwendigen Eigenschaften, Zusammensetzungen und Konformitätsverfahren für Beton, Stahlbeton und Spannbeton fest.

    Autoren: René Oesterheld, Dr. Matthias Beck

    Änderungen zur vorherigen Ausgabe: Ausnahmeerweiterung auf Seite 5, Änderungen in Tafel 5 mit Verweisen auf die ZTV-W, und Betonfahrbahnen mit geringen Belastungsklassen, Streichung von Festlegungen die normativ zurückgezogen wurden in Tafel 11, geänderte Darstellung in Tafel 17, Änderungen in Tafel 20, Einschränkungen zur Expositionsklasse XM3, Festlegungen zur Verwendung von (na), früher NA-Zemente, Anpassungen und Aktualisierungen des Literaturverzeichnisses

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    B11- Massige Bauteile aus Beton
    Ausgabe 03 -2016
    Betontechnische Eigenschaften massiger Bauteile, Betontechnologische Maßnahmen zur Begrenzung der Rissbildung, Besonderheiten bei der Herstellung und Bauausführung, Qualitätssicherung, Normen, Regelwerke, Literatur.

    Autoren: André Weisner, Dr. Thomas Richter
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    B13-Leichtbeton
    Ausgabe 06-2014
    In diesem Zement-Merkblatt werden unterschiedliche Leichtbetonarten vorgestellt (gefügedichter Leichtbeton, Porenleichtbeton, haufwerksporiger Leichtbeton, Porenbeton). Zudem gibt es kurze Anmerkungen zur Planung bzw. zum Betoneinsatz.

    Autoren: Dr.Diethelm Bosold, Dr. Matthias Beck
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    B18-Risse im Beton
    Ausgabe 02-2014
    Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit von Betonbauteilen können durch Risse beeinträchtigt werden. Risse lassen sich nicht generell vermeiden, sie sind aber auch nicht grundsätzlich schädlich. Bei auf Zug oder Biegung belasteten Stahlbetonbauteilen gehören Risse sogar zum Prinzip der Lastabtragung dazu. Denn bevor der Bewehrungsstahl die Zugkräfte vollständig übernehmen kann, ist der Beton bereits gerissen. Die Breite der Risse muss lediglich auf ein unschädliches Maß beschränkt werden, oder der Riss ist planmäßig zu schließen.

    Autoren: Dr. Diethelm Bosold, Alexander Grünewald
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    B19-Zementestrich
    Ausgabe 07-2015
    Estriche sind Mörtelschichten, die als Fußboden auf einem tragfähigen Untergrund oder auf zwischenliegenden Trenn- oder Dämmschichten aufgebracht werden. Sie sind nach dem Erhärten unmittelbar nutzfähig oder können einen Belag erhalten. Das vorliegende Merkblatt informiert über alle wichtigen Fakten.

    Autoren: Wolfgang Schäfer, Dr. Matthias Beck
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    B20-Zusammensetzung von Normalbeton – Mischungsberechnung
    Ausgabe 2-2017
    Beton wird aus Zement, Wasser, Gesteinskörnung und ggf. Zusätzen und Fasern zusammengesetzt. Durch das Mischen der Ausgangsstoffe entsteht Frischbeton. Dabei bilden Zement und Wasser den Zementleim. Durch die Erhärtung des Zementleims im Frischbeton zu Zementstein entsteht Festbeton. Sowohl der Frischbeton als auch der Festbeton müssen bestimmte Anforderungen erfüllen, die in Regelwerken festgelegt sind oder vom Verwender gefordert werden.

    Autoren: Michaela Biscoping, Rolf Kampen
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    B21-Betonieren bei extremen Temperaturen
    Ausgabe 12-2014
    Trotz extremer Wetterverhältnisse gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, guten und dauerhaften Beton herzustellen und einzubauen. Dabei wird zwischen Maßnahmen unterschieden, die der Betonhersteller – im Normalfall das Transportbetonwerk – und die der Verwender (die Baustelle) ergreifen kann. Seitens des Transportbetonwerks sind dies die Anpassung der Betonzusammensetzung an die Temperatur (Winter-, Sommerrezepturen) und die Betonherstellung durch Steuerung der Frischbetontemperatur. Auf der bauausführenden Seite ist dies die Vorbereitung der Betonage, die Betonverarbeitung und eine unmittelbar nach dem Einbau anschließende, sorgfältig auf das Bauvorhaben abgestimmte Nachbehandlung.     

    Autoren: Michaela Biscoping, Dr. Matthias Beck
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    B27-Ausblühungen
    Ausgabe 01-2013
    Kalkschleier und krustenartige Kalkablagerungen auf frei bewitterten Betonoberflächen werden „Ausblühungen“ genannt. Sie treten insbesondere im jungen Alter der betroffenen Bauteilflächen auf. Ausblühungen können je nach Betonzusammensetzung und den örtlichen Feuchtigkeitsverhältnissen nach einiger Zeit spontan abklingen oder sehr dauerhaft sein und sich in seltenen Fällen auch zu krustenartigen Ablagerungen aufbauen. Sie sind natürlicher Teil der Betonbauweise und beeinträchtigen die technischen Eigenschaften des Bauteils oder Bauwerks nicht. Sofern das Aussehen der Flächen architektonisch relevant ist, müssen Präventionsmaßnahmen frühzeitig entschieden und geplant werden. Im Folgenden werden die Ursachen von Ausblühungen und Maßnahmen zur Prävention vorgestellt und erläutert.
    Derzeit nur als Download verfügbar.

    Autoren: Martin Peck, Dr. Diethelm Bosold, Dr. Thomas Richter
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    B29-Selbstverdichtender Beton - Eigenschaften und Prüfungen
    Ausgabe 07-2006
    Selbstverdichtender Beton bietet eine Vielzahl von Vorteilen, z.B. werden die Betonierarbeiten erheblich erleichtert, weil das Rütteln entfällt. Gleichzeitig erfordert die Herstellung aber große Erfahrung und Sorgfalt.   

    Autoren: Michael J. Dickkamp, Sören Eppers
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    H8-Sichtbeton - Techniken der Flächengestaltung
    Ausgabe 01-2009
    Dieses Merkkblatt gibt alle wichtigen Informationen zur Gestaltung durch die Schalhaut, Oberflächenbearbeitung und farblichen Gestaltung auf einen Blick.     

    Autoren: Martin Peck, Dr. Diethelm Bosold
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    H10-Wasserundurchlässige Betonbauwerke
    Ausgabe 03-2012
    Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton werden auch als Weiße Wannen bezeichnet. Sie sind in der Lage, die tragende und die abdichtende Funktion als monolithisches Bauwerk in einem zu übernehmen. In dieser einfachen Konstruktion liegt ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Abdichtungen.     

    Autoren: Thomas Bose, Rolf Kampen
  •  
    H11-Fugen und ihre Abdichtung in WU-Bauwerken aus Beton
    Ausgabe 05-2016
    Bei der Planung wasserundurchlässiger Bauwerke aus Beton (Weiße Wannen) sind verschiedene die Wasserundurchlässigkeit beeinflussende Punkte zu berücksichtigen. Dazu gehören u. a. eine geeignete Betonzusammensetzung, ein Entwurfsgrundsatz zum Umgang mit Rissen, Planung von Bauablauf, Bauteilabmessungen und Durchdringungen sowie eben auch die Planung aller Fugen und deren Abdichtung. Dieses Merkblatt gibt einen Überblick über gängige Methoden der Fugendichtung.     

    Autoren: Dr. Diethelm Bosold, Thomas Bose
  •  
    LB1-Fußböden für Lagerhallen
    Ausgabe 07-2006
    Lagerhallen für die Landwirtschaft brauchen hochbelastbare, robuste Fußböden, die leicht zu reinigen sind und lange halten. Gut bewährt haben sich Ortbetonplatten auf einer Tragschicht.

    Autor: Otmar Hersel
  •  
    LB4-Außenwände für Warmställe
    Ausgabe 08-2006
    Ein- und mehrschalige Wandkonstruktionen aus zementgebundenen Baustoffen eignen sich für den Bau von Warmställen besonders gut. Das Merkblatt informiert über das Wie und Warum.     

    Autor: Dr. Thomas Richter
  •  
    LB7-Naturnahe Wegbefestigungen
    Ausgabe 09-2001
    Ländliche Wege sollen ganzjährig befahrbar, aber möglichst unauffällig und naturverträglich sein. Spurwege, Rasenverbundsteine und hydraulisch gebundene Tragdeckschichten sind dafür geeignet.     

    Autor: Otmar Hersel
  •  
    LB14-Beton für Behälter in Biogasanlagen
    Ausgabe 12-2010
    Herkunft und Gewinnung von Biogas - Anwendungsbereiche für Beton - Beton für Biogasfermenter - Konstruktive Durchbildung - Beton für Vor- und Nachlagerbehälter - Eintragsbunker und Vorratsbehälter für Biomasse - Gärfuttersilos (Fahrsilos) - Literatur     

    Autor: Dr. Thomas Richter
  •  
    S1-Fahrbahndeckenbeton für Straßen
    Ausgabe 11-2015
    Begriffe, Technische Beschreibung, Ausgangsstoffe, Herstellen des Betons, Prüfungen, Beton im kommunalen Straßenbau, Beispiele für Betonzusammensetzungen, Literatur     

    Autoren: Alexander Grünewald, Martin Peck
  •  
    S2-Der Bau von Betonfahrbahndecken auf Straßen
    Ausgabe 06-2007
    Begriffe, Bemessung, Ausführung von Betondecken, Anforderungen, Prüfungen, Technische Regelwerke.     

    Autor: Dr. Helmut Eifert
  •  
    S3-Gemische für Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln
    Ausgabe 06-2007
    Begriffe, Herstellungsgrundsätze, Baustoffe, Herstellung der Einbaugemische, Prüfungen, Technische Regelwerke  

    Autor: Dr. Helmut Eifert
  •  
    S4-Der Bau von Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln
    Ausgabe 06-2007
    Begriffe, Bemessung, Ausführung, Anforderungen an Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln, Prüfungen, Technische Regelwerke

    Autor: Dr. Helmut Eifert
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    S19-Ländlicher Wegebau mit Beton
    Ausgabe 01-2000
    Befestigte Feld- und Waldwege erschließen die wirtschaftlich genutzte Landschaft. Sie werden aus Ortbeton oder aus Spurplatten hergestellt.

    Autor: Otmar Hersel
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    S21-Wegebau mit hydraulisch gebundener Tragdeckschicht
    Ausgabe 09-2000
    Schnelle Inbetriebnahme, niedrige Herstellkosten und naturnahes Aussehen sind die Vorzüge dieser Bauweise.

    Autor: Otmar Hersel
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    T1-Industrieböden aus Beton
    Ausgabe 01-2006
    Bei industriell oder gewerblich genutzten Hallen werden an die Böden höchste Anforderungen gestellt. Wie sich diese mit Beton erfüllen lassen erläutert das neue Merkblatt der Zement- und Betonindustrie Industrieböden aus Beton. Vom Entwurf bis zur Inbetriebnahme informiert es über Regelwerke, Beanspruchungen, den konstruktiven Aufbau, die Bemessung, Einbauarten, Oberflächenbearbeitung und die Nachbehandlung des Betons.

    Autor: Prof. Dr. Thomas Freimann
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    Temporäre Blaufärbung von Betonoberflächen
    Ursache der Blaufärbung bei Betonoberflächen
    Das Merkblatt informiert über die Ursache einer Blaufärbung von Betonoberflächen. Bei der Verwendung hüttensandhaltiger Zemente CEM II-S (Portlandhüttenzement) und CEM III (Hochofenzement) können vorübergehend grünlich-blaue Färbungen der frisch ausgeschalten Betonoberfläche auftreten. Diese Färbung geht aber meist schon nach wenigen Tagen in das übliche helle Grau einer Betonoberfläche über.

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