Bahnhöfe - Aushängeschilder einer Stadt

Der Bahnhof vermittelt dem Bahnreisenden den ersten Eindruck von einer Stadt, dem Durchreisenden oft den einzigen. Neben die funktionalen Anforderungen treten daher auch hohe Ansprüche an die Gestaltung. Meist haben sich die neuen Zentren der Städte um die Bahnhöfe herum entwickelt. Die Bahnhöfe sind heute die pulsierenden Herzen einer Stadt, die nicht nur Verkehrsknotenpunkt sind, sondern auch Mall mit Einzelhandelsgeschäften, Büros, Gaststätten und Hotels.

Hauptbahnhof Leipzig: Verkehrsknotenpunkt und Einkaufsmeile

Investitionen in Gebäude werden von einer Reihe von Entscheidungskriterien bestimmt: Wirtschaftlichkeit, Dauerhaftigkeit, Langlebigkeit unter dem Gesichtspunkt des Lebenszyklus, geringe Unterhalts- und Pflegemaßnahmen, geringer Energieverbrauch, nachhaltiger Umgang mit Ressourcen. Das Gebäude wird zur Visitenkarte des Schienenverkehrsunternehmens und der Stadt. Mit der Betonbauweise sind alle Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Gestaltung zu erfüllen. Betonkonstruktionen sind tragfähig, erschütterungsdämpfend, widerstandsfähig gegen Feuer und Feuchtigkeit, bieten vorteilhafte bauphysikalische Eigenschaften und sind dazu preiswert und dauerhaft.

Brandschutz inklusive

Wenn Brände in Räumen mit großen Menschenansammlungen auftreten, ist es besonders wichtig, dass die Konstruktion allen Menschen im Gebäude genügend Zeit zur Flucht verschafft. Hier bietet die Betonbauweise besondere Vorteile bei den definierten Schutzzielen im Brandschutz:

  • Schutz von Leben und Gesundheit
  • Sachschutz für Maschinen, Geräte, Möbel und Waren
  • Umweltschutz zur Minimierung von Umweltbeeinträchtigung (Rauch und toxische Gase sowie kontaminiertes Löschwasser)

In der Regel werden in brandschutztechnisch richtig dimensionierten Betonbauteilen bei einem Brand wegen der relativ schlechten Wärmeleitung des Betons Temperaturen von 500 °C im Innern des Querschnitts nicht überschritten. Die Tragfähigkeit der Decken, Wände und Treppen aus Beton bleibt daher weitgehend erhalten. Bauteile aus Beton lassen sich nach einem Brand auch relativ einfach wieder instandsetzen.

Beton ist als nicht brennbarer Baustoff in die Klasse A1 eingestuft und der einzige Baustoff, der zur Entfaltung seiner Brandschutzwirkung nicht auf Kühlmaßnahmen oder Bekleidungen bzw. Überdimensionierungen angewiesen ist. Tragkonstruktionen aus Beton sind so ausgelegt, dass sie die Forderung nach der Gesamtstandsicherheit im Brandfall in vielen Fällen sogar übertreffen. Zwar müssen alle Bauteile, die im Nichtwohnungsbau eingesetzt werden, den Mindestanforderungen an die Feuerwiderstandsdauer entsprechen. Ein darüber hinausgehender möglichst langer Erhalt der Standsicherheit einer Konstruktion ist aber wichtig für die Rettung von Menschenleben und für die Löscharbeiten, besonders bei größeren und mehrstöckigen Gebäuden. Aufgrund der durch einen typischen Gebäudebrand nicht wesentlich beeinträchtigten Festigkeit von Beton müssen Löschmannschaften bei ihren Rettungsmaßnahmen nicht befürchten, dass die Tragkonstruktion aus Beton plötzlich versagt.

Schallschutz für eine friedliche Koexistenz

Die unterschiedlichen Nutzungen als Bahnhof, Büro oder Hotel stellen hohe Anforderungen an den Schallschutz. Wände und Decken übernehmen hier eine wichtige Funktion bei der Luftschalldämmung. Die Luftschalldämmung einschaliger Bauteile hängt von ihrer flächenbezogenen Masse (Flächengewicht) und der Ausbildung des Anschlusses an die flankierenden Bauteile ab. Leichte Konstruktionen sind im Allgemeinen schalltechnisch ungünstiger. Bauteile aus Beton bieten die Voraussetzungen für schalltechnisch gute Werte.
Einschalige Wände kommen in der Regel als Innenwände zum Einsatz. Wände zwischen Räumen mit üblicher Bürotätigkeit müssen mindestens der Anforderung R’w = 53 dB gemäß DIN 4109-9 genügen.

Bauteilaktivierung gegen den Treibhauseffekt

Die beliebten großen Glasflächen in hallenartigen Gebäuden bringen nicht nur den Vorteil tageslichtdurchfluteter Räume mit sich, an heißen Sommertagen können sich die Räume wie im Treibhaus extrem aufheizen. Die hohe Masse von Beton kann sinnvoll zur Temperaturregulierung (Heizen/Kühlen) der Räume genutzt werden, indem Heiz- bzw. Kühlrohre in den Wänden integriert werden.

Weitere Informationen sind im Bereich „Wirtschaftshochbau“ zu finden. An dieser Stelle werden nur die Besonderheiten als Infrastrukturmaßnahme behandelt.

Planungsparameter im schienengebundenen öffentlichen Personenverkehr

Bahnhöfe müssen grundsätzlich so konzipiert sein, dass sie die betrieblichen Erfordernisse erfüllen. Treppen, Wege und Aufenthaltsräume müssen so groß dimensioniert sein, dass die in Stoßzeiten üblichen Menschenmengen bewältigt werden können. Im Brandfall oder anderen Notsituationen müssen ausreichend sichere Fluchtwege vorhanden sein. Diese Anforderungen müssen auch für Geh- und Sehbehinderte erfüllt werden (barrierefreier Zugang).

Bahnsteige und Laderampen

Bahnhof Montabaur an der Trasse Köln/Rhein-Main

Niveaugleiche Bahnsteigkanten waren in den Anfangszeiten der Eisenbahn zunächst nur bei Laderampen für die Güterverladung üblich, um den Übergang schwerer Lasten vom Güterwaggon zur Lagerhalle und umgekehrt zu ermöglichen, zunächst mit Handkarren, dann mit Elektrokarren und Gabelstaplern.

Bahnhof Montabaur an der Trasse Köln/Rhein-Main

Im Personenverkehr war gerade auf Nebenbahnhöfen lange Zeit das Hinaufklettern vom normalen Geländeniveau in die Waggons üblich. Die zunehmende Konkurrenz des Individualverkehrs und durch Omnibusbetriebe zwang auch die Eisenbahnunternehmen, ihren Fahrgästen mehr Komfort zu bieten. Gesetzliche Vorgaben sorgen heute dafür, dass niveaugleiche Bahnsteigkanten Rollstuhlfahrern die Benutzung von Bahnen und Straßenbahnen, Eltern die Mitnahme von Kinderwagen, älteren Menschen das Einsteigen mit schwerem Gepäck ermöglichen.

Gemäß EBO soll bei Neubauten von Bahnsteigen die Höhe der Bahnsteigkante 76 cm über der Schienenoberkante liegen. Dementsprechend werden die Abmessungen der hierbei meist eingesetzten Betonfertigteile festgelegt. Die Baulänge ist im Allgemeinen 100 cm. Die Sichtflächen bleiben meist unbearbeitet, die Oberkanten sind oft profiliert, um auch Sehbehinderten diese Gefahrenstelle ertastbar zu machen. Die Beton-Bauteile für Bahnsteigkanten werden aus dichtem Beton mit hohem Frost-Tausalz-Widerstand gefertigt. Neben den Winkelsteinen (L-Profile) werden auch spezielle Bahnsteigkanten mit Sicherheitsraum (C-Profile) angeboten. Der Sicherheitsraum bietet den Menschen Schutz, die auf die Gleise fallen und nicht schnell genug wieder auf den Bahnsteig klettern können.

Anforderungen werden auch an den verbleibenden Spalt zwischen Bahnsteigkante und Einstieg gestellt: Er sollte nicht größer als 3 cm sein.

DIN 18040-3:2013-05 „Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen: Öffentlicher Verkehrs- und Freiraum“ gibt für die Bewegungsflächen entlang von Bahnsteigkanten eine Mindestbreite von 1,80 m zuzüglich eines Sicherheitsraums zu den Gleisanlagen von mindestens 50 cm vor. Die BOStrab sieht eine nutzbare Mindestbreite der Bahnsteige von 2,00 m vor. Die DB-Richtlinien der Reihe 81302 „Bahnsteige und ihre Zugänge planen“ verlangen bei Zuggeschwindigkeiten bis 160 km/h für Außenbahnsteige und einseitig nutzbare Mittelbahnsteige eine Mindestbreite von 2,50 m und für Mittelbahnsteige eine Mindestbreite von 3,40 m.

Für Rollstuhlfahrer sind auf allen Bahnsteigen und Haltestellenwarteflächen Bewegungsräume vorzusehen. Zum Rangieren sollte gemäß DIN 18040-3 mindestens eine 1,50 m x 1,50 m große Fläche zur Verfügung stehen. Im Begegnungsverkehr sind spätestens nach 18 m Flächen der Größe 1,80 m x 1,80 m erforderlich.

Mit Betonbauteilen befestigter Bahnsteig (Flughafen Düsseldorf)

Mit Betonbauteilen befestigter Bahnsteig (Flughafen Düsseldorf)

Die Bahnsteigflächen selbst werden meist mit Betonpflastersteinen oder Betonplatten befestigt. Mit Betonpflasterflächen hat der Planer nicht nur die Möglichkeit, die Flächen dauerhaft zu befestigen, sondern auch attraktiv zu gestalten.

Betonpflasterflächen weisen zusammengefasst folgende Vorteile auf:

  • Wirtschaftlich durch eine lange Lebensdauer bei niedrigen Unterhaltskosten
  • Hoher Widerstand gegen Verschleiß sowie Frost- und Taumittel
  • Unempfindlich gegen die Einwirkung der verschiedenen vorkommenden aggressiven Stoffe wie Treibstoffe, Öle und Fette
  • Maßhaltig und griffig, dadurch gute Begehbarkeit und Befahrbarkeit
  • Problemlos aufnehmbar, z. B. bei nachträglichem Einbau von Bodenleitungen
  • Reparaturstellen weitgehend unsichtbar
  • Wiederverwendbarkeit
  • Vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten durch eine große Auswahl an verschiedenen Farben und Formaten

Speziell profilierte Betonpflastersteine ermöglichen auch hier Sehbehinderten, die 1 m-Linie für den Sicherheitsabstand zu durchfahrenden Zügen – als taktilen Leitstreifen – zu ertasten.

Werden Bahnsteige im Notfall auch von Rettungsfahrzeugen befahren, muss der Aufbau dementsprechend bemessen werden.

Literatur

  • DIN 18040-3: "Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen - Teil 3: Öffentlicher Verkehrs- und Freiram"
  • Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV): EAÖ Empfehlungen für Anlagen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)
  • Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV): Merkblatt über den Rutschwiderstand von Pflaster und Plattenbelegen für den Fußgängerverkehr
  • Deutsche Bahn AG: DB-Richtlinien, Modulfamilie 813 „Personenbahnhöfe planen“ (Ril 813); Modulgruppe 81302 „Bahnsteige und ihre Zugänge planen“ (Ril 81302)
  • Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO)
  • Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung (BOStrab)

Ansprechpartner

Zement-Merkblätter

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    Was ist Beton?
    Wissenswertes über den Jahrhundertbaustoff - Ausgabe 09-2016
    Dieses Informationsblatt erläutert die Frage „Was ist Beton?“ leicht verständlich für interessierte Laien. Es enthält in kurz gefasster Form wichtiges Grundlagenwissen, allgemeine Fachinformationen und die Beschreibung betontechnischer Begriffe.

    Autoren: Dr. Diethelm Bosold, Alexander Grünewald
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    B1-Zemente und ihre Herstellung
    Ausgabe 09-2017

    Dieses Merkblatt informiert über Zementarten, Zusammensetzung der Zemente, Festigkeitsklassen, Normbezeichnungen und Kennzeichnung, Sonderzemente, Technische Eigenschaften der Normalzemente, Anwendungsbereiche und Herstellung der Zemente.

    Autoren: Dr. Diethelm Bosold, Roland Pickhardt

    Änderungen zur vorherigen Ausgabe: Neben einigen Aktualisierungen sind in dem überarbeitetem Merkblatt B1 im Wesentlichen Anpassungen an die veränderten Regeln und Bezeichnungen für Zemente mit niedrigem wirksamen Alkaligehalt vorgenommen worden, die im Abschnitt 3 „Sonderzemente“ zu finden sind. In diesem Abschnitt ist auch der Begriff „Straßenbauzement“ durch „Fahrbahndeckenzement“ ersetzt worden. Weitere kleinere Änderungen betreffen die Kennzeichnung des Zements gemäß dem europäischen Chemikalienrecht und ein Hinweis auf zukünftig mögliche Europäische Technische Zulassungen (ETA) für Zemente statt der bislang verwendeten allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen (abZ).

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    B2-Gesteinskörnungen für Normalbeton
    Ausgabe 01-2012
    Dieses Merkblatt gibt den aktuellen Stand der Normung für Normalbeton-Gesteinskörnungen wieder. Es erläutert u. a. die verschiedenen Anforderungen an Gesteinskörnungen, den Konformitätsnachweis und die Wirkungsweise der Gesteinskörnung im Beton.

    Autorin: Michaela Biscoping
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    B3-Betonzusätze, Zusatzmittel und Zusatzstoffe
    Ausgabe 02-2014
    Betonzusatzmittel werden dem Beton zugesetzt, um durch chemische oder hysikalische Wirkung oder durch beides die Eigenschaften des Frisch- oder Festbetons – wie z. B. Verarbeitbarkeit, Erstarren, Erhärten oder Frostwiderstand – zu verändern. Dabei muss gelegentlich auch die unerwünschte Änderung einer anderen Betoneigenschaft in Kauf genommen werden. Voraussetzung für die erfolgreiche Verwendung von Betonzusatzmitteln ist die Berücksichtigung der anerkannten Grundsätze über die Mischungszusammensetzung sowie über die Verarbeitung und Nachbehandlung des Betons.

    Autoren: Rolf Kampen, Dr. Thomas Richter
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    B4-Frischbeton Eigenschaften und Prüfungen
    Ausgabe 03-2013
    Solange fertig gemischter Beton verarbeitet und verdichtet werden kann, wird er als Frischbeton bezeichnet. Er muss so zusammengesetzt sein, dass er mit den vorgesehenen Verfahren verarbeitbar ist, d. h.: förderbar, einbringbar und verdichtbar. Dabei muss der erhärtete Beton die geforderten Festbetoneigenschaften aufweisen. Das Merkblatt „Frischbeton“ der Zement- und Betonindustrie informiert über alle diesbezüglich relevanten Aspekte. Die Veröffentlichung erläutert die Bedeutung des Wassergehalts und des Wasserzementwerts nebst dessen Festlegung. Gestützt durch Grafiken und Fotos werden darüber hinaus u.a. die Bestimmung der Frischbetoneigenschaften Konsistenz, Rohdichte und Luftgehalt erläutert.

    Autoren: Michaela Biscoping, Dr.Thomas Richter
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    B5-Überwachen von Beton auf Baustellen
    Ausgabe 10-2014
    Die Betonnormen DIN EN 206-1 und DIN 1045 unterscheiden zwischen Standardbeton, Beton nach Eigenschaften und Beton nach Zuammensetzung. Beton nach Eigenschaften ist der in der Praxis vorwiegend verwendete Beton. Darum beschäftigt sich das Merkblatt v.a. mit der Überwachung von Beton nach Eigenschaften auf der Baustelle.

    Autoren: Michaela Biscoping, Roland Pickhardt
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    B6-Transportbeton – Festlegung, Bestellung, Lieferung, Abnahme
    Ausgabe 01-2013
    Sichworte aus dem Inhalt: Festlegung für Beton nach Eigenschaften, Festlegung für Beton nach Zusammensetzung, Festlegung für Standardbeton, Festigkeitsentwicklung von Beton, Lieferangaben für Baustellenbeton, Konsistenz bei Lieferung, Produktions- und Konformitätskontrolle.

    Autoren: Rolf Kampen, Wolfgang Schäfer
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    B7-Bereiten und Verarbeiten von Beton
    Ausgabe 08-2013
    Sichworte aus dem Inhalt: Anliefern und Lagern der Ausgangsstoffe, Dosieren der Ausgangsstoffe, Mischen des Betons, Verarbeitbarkeitszeit, Befördern des Betons, Fördern des Betons, Vorbereiten des Betonierens, Einbringen, Verdichten, Nachverdichten.

    Autor: Rolf Kampen
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    B8-Nachbehandlung und Schutz des jungen Betons
    Ausgabe 04-2014

    Druckfestigkeit allein garantiert keine Dauerhaftigkeit. Beton nach DIN EN 206-1 [1] bzw. DIN 1045-2 [2] muss auch dicht sein. Denn je geringer die Porosität und die Permeabilität,also je dichter der Zementstein, desto höher ist auch der Widerstand gegen äußere Einflüsse. Deshalb ist eine früh einsetzende, ununterbrochene und ausreichend lange Nachbehandlung des Betons unerlässlich, damit er gerade in den oberflächennahen Bereichen die aufgrund seiner Zusammensetzung gewünschten Eigenschaften auch tatsächlich erreicht. DIN EN 13670/DIN 1045-3 [3] fordert in Abschnitt 8.5 die Nachbehandlung des Betons während der ersten Tage der Hydratation, um das Frühschwinden gering zu halten, eine ausreichende Festigkeit und Dauerhaftigkeit der Betonrandzone sicherzustellen, den Beton vor schädlichen Witterungsbedingungen zu schützen, das Gefrieren zu verhindern und schädliche Erschütterungen, Stoß oder Beschädigung zu vermeiden. In diesem Merkblatt werden die erforderlichen Maßnahmen beschrieben.

    Autoren: Roland Pickhardt, Wolfgang Schäfer

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    B9-Expositionsklassen von Beton im Geltungsbereich des EC2
    Ausgabe 03-2017

    Betonbauwerke müssen die zu erwartenden Beanspruchungen sicher aufnehmen und über viele Jahrzehnte dagegen widerstandsfähig bleiben. Dies verlangt eine sach- und materialgerechte Konstruktion, Bemessung, Baustoffauswahl und Bauausführung. Festlegungen zur Dauerhaftigkeit bilden die Grundlage für diese Forderung. DIN EN 206-1 [1] und DIN 1045-2 [2] legen hierzu die notwendigen Eigenschaften, Zusammensetzungen und Konformitätsverfahren für Beton, Stahlbeton und Spannbeton fest.

    Autoren: René Oesterheld, Dr. Matthias Beck

    Änderungen zur vorherigen Ausgabe: Ausnahmeerweiterung auf Seite 5, Änderungen in Tafel 5 mit Verweisen auf die ZTV-W, und Betonfahrbahnen mit geringen Belastungsklassen, Streichung von Festlegungen die normativ zurückgezogen wurden in Tafel 11, geänderte Darstellung in Tafel 17, Änderungen in Tafel 20, Einschränkungen zur Expositionsklasse XM3, Festlegungen zur Verwendung von (na), früher NA-Zemente, Anpassungen und Aktualisierungen des Literaturverzeichnisses

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    B11- Massige Bauteile aus Beton
    Ausgabe 03 -2016
    Betontechnische Eigenschaften massiger Bauteile, Betontechnologische Maßnahmen zur Begrenzung der Rissbildung, Besonderheiten bei der Herstellung und Bauausführung, Qualitätssicherung, Normen, Regelwerke, Literatur.

    Autoren: André Weisner, Dr. Thomas Richter
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    B13-Leichtbeton
    Ausgabe 06-2014
    In diesem Zement-Merkblatt werden unterschiedliche Leichtbetonarten vorgestellt (gefügedichter Leichtbeton, Porenleichtbeton, haufwerksporiger Leichtbeton, Porenbeton). Zudem gibt es kurze Anmerkungen zur Planung bzw. zum Betoneinsatz.

    Autoren: Dr.Diethelm Bosold, Dr. Matthias Beck
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    B18-Risse im Beton
    Ausgabe 02-2014
    Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit von Betonbauteilen können durch Risse beeinträchtigt werden. Risse lassen sich nicht generell vermeiden, sie sind aber auch nicht grundsätzlich schädlich. Bei auf Zug oder Biegung belasteten Stahlbetonbauteilen gehören Risse sogar zum Prinzip der Lastabtragung dazu. Denn bevor der Bewehrungsstahl die Zugkräfte vollständig übernehmen kann, ist der Beton bereits gerissen. Die Breite der Risse muss lediglich auf ein unschädliches Maß beschränkt werden, oder der Riss ist planmäßig zu schließen.

    Autoren: Dr. Diethelm Bosold, Alexander Grünewald
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    B19-Zementestrich
    Ausgabe 07-2015
    Estriche sind Mörtelschichten, die als Fußboden auf einem tragfähigen Untergrund oder auf zwischenliegenden Trenn- oder Dämmschichten aufgebracht werden. Sie sind nach dem Erhärten unmittelbar nutzfähig oder können einen Belag erhalten. Das vorliegende Merkblatt informiert über alle wichtigen Fakten.

    Autoren: Wolfgang Schäfer, Dr. Matthias Beck
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    B20-Zusammensetzung von Normalbeton – Mischungsberechnung
    Ausgabe 2-2017
    Beton wird aus Zement, Wasser, Gesteinskörnung und ggf. Zusätzen und Fasern zusammengesetzt. Durch das Mischen der Ausgangsstoffe entsteht Frischbeton. Dabei bilden Zement und Wasser den Zementleim. Durch die Erhärtung des Zementleims im Frischbeton zu Zementstein entsteht Festbeton. Sowohl der Frischbeton als auch der Festbeton müssen bestimmte Anforderungen erfüllen, die in Regelwerken festgelegt sind oder vom Verwender gefordert werden.

    Autoren: Michaela Biscoping, Rolf Kampen
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    B21-Betonieren bei extremen Temperaturen
    Ausgabe 12-2014
    Trotz extremer Wetterverhältnisse gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, guten und dauerhaften Beton herzustellen und einzubauen. Dabei wird zwischen Maßnahmen unterschieden, die der Betonhersteller – im Normalfall das Transportbetonwerk – und die der Verwender (die Baustelle) ergreifen kann. Seitens des Transportbetonwerks sind dies die Anpassung der Betonzusammensetzung an die Temperatur (Winter-, Sommerrezepturen) und die Betonherstellung durch Steuerung der Frischbetontemperatur. Auf der bauausführenden Seite ist dies die Vorbereitung der Betonage, die Betonverarbeitung und eine unmittelbar nach dem Einbau anschließende, sorgfältig auf das Bauvorhaben abgestimmte Nachbehandlung.     

    Autoren: Michaela Biscoping, Dr. Matthias Beck
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    B27-Ausblühungen
    Ausgabe 01-2013
    Kalkschleier und krustenartige Kalkablagerungen auf frei bewitterten Betonoberflächen werden „Ausblühungen“ genannt. Sie treten insbesondere im jungen Alter der betroffenen Bauteilflächen auf. Ausblühungen können je nach Betonzusammensetzung und den örtlichen Feuchtigkeitsverhältnissen nach einiger Zeit spontan abklingen oder sehr dauerhaft sein und sich in seltenen Fällen auch zu krustenartigen Ablagerungen aufbauen. Sie sind natürlicher Teil der Betonbauweise und beeinträchtigen die technischen Eigenschaften des Bauteils oder Bauwerks nicht. Sofern das Aussehen der Flächen architektonisch relevant ist, müssen Präventionsmaßnahmen frühzeitig entschieden und geplant werden. Im Folgenden werden die Ursachen von Ausblühungen und Maßnahmen zur Prävention vorgestellt und erläutert.
    Derzeit nur als Download verfügbar.

    Autoren: Martin Peck, Dr. Diethelm Bosold, Dr. Thomas Richter
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    B29-Selbstverdichtender Beton - Eigenschaften und Prüfungen
    Ausgabe 07-2006
    Selbstverdichtender Beton bietet eine Vielzahl von Vorteilen, z.B. werden die Betonierarbeiten erheblich erleichtert, weil das Rütteln entfällt. Gleichzeitig erfordert die Herstellung aber große Erfahrung und Sorgfalt.   

    Autoren: Michael J. Dickkamp, Sören Eppers
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    H8-Sichtbeton - Techniken der Flächengestaltung
    Ausgabe 01-2009
    Dieses Merkkblatt gibt alle wichtigen Informationen zur Gestaltung durch die Schalhaut, Oberflächenbearbeitung und farblichen Gestaltung auf einen Blick.     

    Autoren: Martin Peck, Dr. Diethelm Bosold
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    H10-Wasserundurchlässige Betonbauwerke
    Ausgabe 03-2012
    Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton werden auch als Weiße Wannen bezeichnet. Sie sind in der Lage, die tragende und die abdichtende Funktion als monolithisches Bauwerk in einem zu übernehmen. In dieser einfachen Konstruktion liegt ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Abdichtungen.     

    Autoren: Thomas Bose, Rolf Kampen
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    H11-Fugen und ihre Abdichtung in WU-Bauwerken aus Beton
    Ausgabe 05-2016
    Bei der Planung wasserundurchlässiger Bauwerke aus Beton (Weiße Wannen) sind verschiedene die Wasserundurchlässigkeit beeinflussende Punkte zu berücksichtigen. Dazu gehören u. a. eine geeignete Betonzusammensetzung, ein Entwurfsgrundsatz zum Umgang mit Rissen, Planung von Bauablauf, Bauteilabmessungen und Durchdringungen sowie eben auch die Planung aller Fugen und deren Abdichtung. Dieses Merkblatt gibt einen Überblick über gängige Methoden der Fugendichtung.     

    Autoren: Dr. Diethelm Bosold, Thomas Bose
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    LB1-Fußböden für Lagerhallen
    Ausgabe 07-2006
    Lagerhallen für die Landwirtschaft brauchen hochbelastbare, robuste Fußböden, die leicht zu reinigen sind und lange halten. Gut bewährt haben sich Ortbetonplatten auf einer Tragschicht.

    Autor: Otmar Hersel
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    LB4-Außenwände für Warmställe
    Ausgabe 08-2006
    Ein- und mehrschalige Wandkonstruktionen aus zementgebundenen Baustoffen eignen sich für den Bau von Warmställen besonders gut. Das Merkblatt informiert über das Wie und Warum.     

    Autor: Dr. Thomas Richter
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    LB7-Naturnahe Wegbefestigungen
    Ausgabe 09-2001
    Ländliche Wege sollen ganzjährig befahrbar, aber möglichst unauffällig und naturverträglich sein. Spurwege, Rasenverbundsteine und hydraulisch gebundene Tragdeckschichten sind dafür geeignet.     

    Autor: Otmar Hersel
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    LB14-Beton für Behälter in Biogasanlagen
    Ausgabe 12-2010
    Herkunft und Gewinnung von Biogas - Anwendungsbereiche für Beton - Beton für Biogasfermenter - Konstruktive Durchbildung - Beton für Vor- und Nachlagerbehälter - Eintragsbunker und Vorratsbehälter für Biomasse - Gärfuttersilos (Fahrsilos) - Literatur     

    Autor: Dr. Thomas Richter
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    S1-Fahrbahndeckenbeton für Straßen
    Ausgabe 11-2015
    Begriffe, Technische Beschreibung, Ausgangsstoffe, Herstellen des Betons, Prüfungen, Beton im kommunalen Straßenbau, Beispiele für Betonzusammensetzungen, Literatur     

    Autoren: Alexander Grünewald, Martin Peck
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    S2-Der Bau von Betonfahrbahndecken auf Straßen
    Ausgabe 06-2007
    Begriffe, Bemessung, Ausführung von Betondecken, Anforderungen, Prüfungen, Technische Regelwerke.     

    Autor: Dr. Helmut Eifert
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    S3-Gemische für Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln
    Ausgabe 06-2007
    Begriffe, Herstellungsgrundsätze, Baustoffe, Herstellung der Einbaugemische, Prüfungen, Technische Regelwerke  

    Autor: Dr. Helmut Eifert
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    S4-Der Bau von Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln
    Ausgabe 06-2007
    Begriffe, Bemessung, Ausführung, Anforderungen an Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln, Prüfungen, Technische Regelwerke

    Autor: Dr. Helmut Eifert
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    S19-Ländlicher Wegebau mit Beton
    Ausgabe 01-2000
    Befestigte Feld- und Waldwege erschließen die wirtschaftlich genutzte Landschaft. Sie werden aus Ortbeton oder aus Spurplatten hergestellt.

    Autor: Otmar Hersel
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    S21-Wegebau mit hydraulisch gebundener Tragdeckschicht
    Ausgabe 09-2000
    Schnelle Inbetriebnahme, niedrige Herstellkosten und naturnahes Aussehen sind die Vorzüge dieser Bauweise.

    Autor: Otmar Hersel
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    T1-Industrieböden aus Beton
    Ausgabe 01-2006
    Bei industriell oder gewerblich genutzten Hallen werden an die Böden höchste Anforderungen gestellt. Wie sich diese mit Beton erfüllen lassen erläutert das neue Merkblatt der Zement- und Betonindustrie Industrieböden aus Beton. Vom Entwurf bis zur Inbetriebnahme informiert es über Regelwerke, Beanspruchungen, den konstruktiven Aufbau, die Bemessung, Einbauarten, Oberflächenbearbeitung und die Nachbehandlung des Betons.

    Autor: Prof. Dr. Thomas Freimann
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    Temporäre Blaufärbung von Betonoberflächen
    Ursache der Blaufärbung bei Betonoberflächen
    Das Merkblatt informiert über die Ursache einer Blaufärbung von Betonoberflächen. Bei der Verwendung hüttensandhaltiger Zemente CEM II-S (Portlandhüttenzement) und CEM III (Hochofenzement) können vorübergehend grünlich-blaue Färbungen der frisch ausgeschalten Betonoberfläche auftreten. Diese Färbung geht aber meist schon nach wenigen Tagen in das übliche helle Grau einer Betonoberfläche über.

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