Glaskristall mit Sichtbetonkern

UFA-Kinopalast in Dresden

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BetonskulpturenDauerhaftigkeitFugenSichtbeton

Architekt

Coop Himmelb(l)au - Wolf D. Prix und Helmut Swiczinsky, Wien/A

Bauherr

UFA Kino GmbH, Düsseldorf

Projektbeteiligte

Bollinger und Grohmann, Frankfurt/Main (Statik); Peri, Dresden (Projektbetreuung); Pagitz Metalltechnik, Friesach/A (Glasfassade)

Jahr

1998

Ort

Dresden, Prager Straße

Beschreibung

Das Kino in der Prager Straße in Dresden ist eines der ersten größeren realisierten Bauten des Büros Coop Himmelb(l)au der Wiener Architekten Helmut Swiczinsky und Wolf D. Prix dar. Deren konzeptionelle und provokante Architekturvorstellungen wurden Ende der neunziger Jahre erstmals mit hohem digitalem und bautechnischem Aufwand realisiert.

Das Kino wurde in Form eines verzogenen, spitzwinkligen, zerfließenden Glaskristalls errichtet. Als Standort wählte der Bauherr eine Baulücke zwischen der Verkehrsschneise der St. Petersburger Straße und der Prager Straße in Dresdens Altstadt. Der neue Ufa-Palast liegt in unmittelbarer Nähe zum bestehenden, denkmalgeschützten „Rundkino“ (1970-72 erbaut vom Architektenkollektiv Gerhard Landgraf, Waltraud Heischkel), das mit seiner außergewöhnlichen Rotunde das bekannteste Kino Dresdens war.

Zur St. Petersburger Straße hin zeigt sich die rohe Betonstruktur des Neubaus mit einem Gitterrost verkleidet. Eingangsbereich und die gefaltete Glasfront sind zur Prager Straße hin orientiert. Im durch Sichtbeton und Stahl geprägten Innenraum herrscht überwiegend dekonstruierte Ruppigkeit; eine „Skybar“ schwebt als Attraktion unter dem Glashimmel.

Beton

Das Raumerlebnis lebt gleichermaßen von den ungewohnten Geometrien und der unorthodoxen Verwendung und Fügung der Materialen Stahl, Glas und Beton. Besonders eindrucksvoll sind dabei die haushohen Betonwände im Foyer. Der hellgraue Beton weist eine sehr glatte Oberfläche auf.

Konstruktiv lässt sich das Kino in zwei unterschiedliche Bereiche aufteilen: den Saalkomplex und das Foyer. Der Saalkomplex ist als monolithisches Bauwerk mit großen Raumhöhen, Deckensprüngen und teilweise geneigten Wänden konstruiert. Das Foyer wird von einer Glas-Stahl-Konstruktion abgeschlossen und beinhaltet eine raumbildendende Kaskade stählerner Treppenläufe sowie zwei eigenwillig geknickte Türme für die Aufzüge. Das Fugenbild der Betonoberflächen wurde von den Architekten vorgegeben.

Quelle

Baunetz Wissen Beton

Bildnachweis: : Thomas Kantschew, Berlin

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