Schmuckschatulle aus Beton

Schönberghalle, Pfullingen

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Dauerhaftigkeit Sichtbeton

Architekt

HERBERT HUSSMANN ARCHITEKTEN, Berlin

Bauherr

Stadt Pfullingen

Projektbeteiligte

Tragwerk: Tragwerksplanung Dehn GmbH, Hechingen
Bauphysik: ebök GmbH, Tübingen
Elektro: ib/h2 GbR, Reutlingen
Brandschutz: Helmut Feil, Ditzingen
Heizung / Lüftung: IVT GmbH, Reutlingen

Jahr

2016

Ort

72793 Pfullingen, Klosterstraße 112

Konstruktionsmerkmale

Kompakte Hülle aus Stahlbeton

Besonderheiten

Eleganter Rhythmus aus Beton- und Holzflächen

Preise

Hugo Häring Auszeichnung 2017 BDA Kreisgruppe Neckar-Alb

Beschreibung

Sport hat Tradition auf diesem Areal am südlichen Ortsrand von Pfullingen, einer Kleinstadt am Fuß der Schwäbischen Alb. Schon 1907 hatte ein Papierfabrikant die heute denkmalgeschützten Pfullinger Hallen gestiftet – einen Mehrzweckbau mit Turn- und Konzerthalle – und mit Theodor Fischer einen prominenten Architekten gewonnen. Knapp 110 Jahre später rundet eine neue Dreifach-Sporthalle das idyllisch in Streuobstwiesen eingebettete Ensemble aus Pfullinger Hallen, einer Schule und einem Freibad ab. Mit seinem Entwurf hat Herbert Hussmann 2013 kurz nach seiner Bürogründung einen Wettbewerb gewonnen und drei Jahre später sein erstes großes Gebäude realisiert.

Das Hanggrundstück nutzte der Architekt geschickt, indem er die Halle teilweise in das Gelände schob und die Erschließung und Funktionen übersichtlich auf zwei Ebenen anordnete. Auf der unteren, ins Innere des Ensembles orientierten Etage liegen der Eingang für die Sportler, die Haupthalle sowie Umkleiden und Sanitärräume. Die Geräte werden im eingegrabenen Gebäudeteil unterhalb der Zuschauertribüne gelagert. Diese Tribüne erreichen die Besucher von der oberen Ebene aus, wo sie zunächst ein helles, geräumiges Foyer betreten. Außerdem erweitert dort ein Gymnastikraum das Programm, der über ein großes Innenfenster optisch mit der eigentlichen Sporthalle verbunden ist.

Die obere Ebene ist zum Hang, die untere zu den Pfullinger Hallen und der Außensportfläche hin großzügig verglast – so gelangt aus zwei Himmelsrichtungen viel Tageslicht ins Innere des Gebäudes. Der Hallenbereich kann aber bei Bedarf blickdicht geschlossen werden. Die Schönberghalle wird hauptsächlich von Schulen und Vereinen genutzt. Letztere stellen immerhin 5.500 Mitglieder – die neue Sportstätte ist bereits vollständig ausgelastet.

Beton

Anthrazit eingefärbter Beton bestimmt die äußere Gestalt der Schönberghalle. Hydrophobierung schützt die Fertigteile gegen das Eindringen von Feuchtigkeit. Die Eingänge werden durch Felder aus Eichenholz hervorgehoben; insgesamt gibt der ruhige Rhythmus zwischen Beton- und Holzflächen dem Bau einen unaufdringlichen, dabei aber eigenständigen Charakter. Die reduzierte Materialpalette setzt sich im Inneren fort: Hier dominieren im Foyer und den Erschließungszonen sauber ausgeführte Sichtbetonflächen. Die Sitzstufen für das Publikum bestehen ebenfalls aus Beton. Die Sporthalle hingegen hat mit holzverkleideten Wänden und Lamellendecken, in die die Geräte und Technik exakt eingepasst sind, einen warmen Anstrich. Herbert Hussmann spricht gerne von einer Schmuckschatulle mit robuster Hülle und fein verkleidetem Inneren. Stichwort robust: Die Planer hatten auch die Nachhaltigkeit im Blick, denn die maßgebliche Verwendung von Stahlbeton hält die Pflege und damit die Unterhaltskosten in Schach.

Quelle

Christina Gräwe für EINSATEAM

Bildnachweis: Stefan Müller, Berlin

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