Organische Form in Mischbauweise

Montessorischule in Aufkirchen

Architekt

Wallbrunn Grotz Vallentin Loibl Architektengruppe

Bauherr

Montessori Verein, Landkreis Erding e.V.

Projektbeteiligte

Lackenbauer Andreas, Traunstein (Haustechnik)

Jahr

2004

Ort

Aufkirchen bei Erding, Pfarrer-Mittermayr-Straße

Konstruktionsmerkmale

tragende Innenwände und Decken aus Stahlbeton

Beschreibung

Es scheint als würde das Bauwerk in einer großen Wellenbewegung aus der Erde wachsen und dann gleich wieder in ihr verschwinden. Durch das bis zum Boden reichende begrünte Dach ist es fest mit der Umgebung verankert. Im Sommer ist es ebenso farbig wie die Kornfelder, im Winder ist es im Schnee kaum zu erkennen. Entwurfsgedanke der Architekten war es, einen ganz besonderen Lebensraum für Kinder zu schaffen. Der Entwurf zeigt ein aus dem Boden wachsendes zweigeschossiges Gebäude mit geschwungenem Grasdach und organisch geformtem Grundriss. Das lichtdurchflutete, freundliche Gebäude lädt die Kinder aufgrund der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten ein, sich im Schulalltag wohl zu fühlen. Der Eingang der Schule wird mit einer durch die Fassade geschobenen Rotunde markiert und der Weg über den Hof von einer Stahlbetonwand begleitet. Als erstes öffnet sich hinter dem Eingang die bis unter das Dach reichende Aula. Speisesaal und Schülercafé schließen nordseitig an, die Sporthalle nach Osten. An der Aula schließt sich der Klassentrakt für die Schüler an. Zur Minimierung des Wärmeverlustes im Winter tragen verschiedene Komponenten bei. Dazu gehören die Dämmung der Wände von 30 cm Stärke und der Decke mit bis zu 40 cm, die kompakte Außenhülle und die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Zusätzlich entsteht durch die gewählte Form im Verhältnis zum umbauten Raum eine geringe Außenfläche, was sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit auswirkt. Der Restwärmebedarf wird über einen Gas-Brennwertkessel zur Verfügung gestellt. Sein Heizwärmebedarf liegt unter 12 kWh/m²a

Beton

In Beton wurden die Bodenplatte, Kellerwände, Kellerdecke sowie alle weiteren tragenden Innenwände, Treppen, Brüstungen und die Erdgeschossdecke ausgeführt. Für die Verwendung von Beton gab es drei Argumente. Zum einen lassen sich mit Beton wirtschaftlich die Anforderungen an den Brandschutz und den Schallschutz kostengünstig realisieren. Weiterhin entsteht mit Beton bereits eine endmaterialisierte Konstruktion, die nicht unbedingt eine weitere Oberflächengestaltung benötigt und zudem im Unterhalt sehr pflegeleicht ist. Daraus resultieren geringe Folgekosten. Das letzte Argument steht in direktem Zusammenhang mit dem Passivhauskonzept. Die Speicherung der solaren Gewinne im Winter und der Kühle im Sommer übernehmen die massiven Betonbauteile. Auf Grund der hohen Wärmespeicherfähigkeit von Beton können Temperaturunterschiede während der Nutzung am Tage und der fehlenden Wärmeerzeugung bei Nacht und am Wochenende ausgeglichen werden.

Bildnachweis: Bild 1: Optigrün International AG; übrige: <span style="font-size:10.0pt;font-family:"Arial","sans-serif"; mso-fareast-font-family:Calibri;mso-fareast-theme-font:minor-latin;mso-ansi-language: DE;mso-fareast-language:DE;mso-bidi-lang

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