Wiederaufbau mit moderner Fertigteiltechnik

Mesnerhaus St. Mauritius in München

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Architekt

T. Unterlandstättner/M. Schmöller, München

Bauherr

Kath. Kirchenstiftung St. Mauritius, München

Projektbeteiligte

Statoplan, München (Tragwerksplanung); Bauunternehmung Max Jung, München (Baufirma)

Jahr

2003

Ort

München, Templestraße

Konstruktionsmerkmale

Fertigteile mit Spezialschalung: sägerauhe Oberfläche als Adaption der Ortbetonflächen der 60er Jahre

Preise

Deutscher Fassadenpreis 2005 (Anerkennung)

Beschreibung

Das Pfarrzentrum entstand 1967. Seine einzelnen Bestandteile sind als Ensemble entlang eines Fußweges angeordnet. Sichtbeton in verschiedenen Ausführungen vereint als gemeinsames Merkmal die Gebäudegruppe, hebt aber auch gestalterisch die unterschiedlichen Wertigkeiten hervor. Das alte, schadhafte Mesnerhaus wurde abgerissen und etwas kleiner auf dem Keller neu errichtet.

Jene Hausseiten, die dem ursprünglichen Grundriss entsprechen, sind mit Betonfertigteilen ausgeführt, welche speziell für dieses Bauvorhaben entwickelt wurden. Sie sollten sich an den Ortbetonfassaden der vorhandenen Bauten orientieren und das Aussehen vom Abdruck einer sägerauhen Holzschalung haben.

Die Fassaden zum Gartenhof, die vom früheren Umriss abweichen, schneiden im übertragenen Sinn einen Teil der damaligen Kubatur weg. Im Unterschied zur harten, äußeren Schale aus sägerauhen Betonelementen wurden für diese „Schnittflächen“ glatt geschalte Fertigteile verwendet.

Im Übergang zwischen Garten und Innenräumen sind unterhalb der durchlaufenden Attika aus Betonfertigteilen leichte, wie eingestellt wirkende Elemente angeordnet. Hier wechseln sich blau lackierte Holzfassadentafeln mit raumhohen Fensterflächen ab und schlagen gestalterisch den Bogen zur Gegenwart.

Beton

Für das Wohnhaus des Mesners von St. Mauritius verwendeten die Architekten zwei Arten von Betonfertigteilen mit jeweils ganz unterschiedlichen Oberflächen – rauh und glatt –, um das Gebäude in seine Umgebung einzugliedern. Innerhalb des bestehenden Pfarrzentrums aus den 60er Jahren, findet sich Sichtbeton als Ortbeton in unterschiedlichen Texturen. Beim Neubau konnte durch die Verwendung von vorgehängten Betonfertigteilen auf den Bestand Bezug genommen und gleichzeitig moderne Bautechnik genutzt werden.
Während die Fertigteile der Gartenhoffassaden mit ihrer glatten Oberfläche der gewohnten Optik entsprechen, wirken die Betonelemente der äußeren Fassaden zunächst irritierend: Sind es Fertigteile? Spricht die Oberfläche – sägerauhe Holzschalung – nicht typischerweise für Ortbeton? Eine spezielle Schalung machte dieses Aussehen möglich. Für Bauaufgaben im Bereich der Sanierung und Ergänzung bieten Betonfertigteile die Möglichkeit trotz der gestiegenen Anforderungen an die energetischen Kennzahlen sich optisch in den Bestand einzupassen.

Wandaufbau: Stahlbetonfertigteil, sägerauh geschalt, Fugen 15 mm, zwischen Betonfertigteilen graues Dichtungsband, diffusionsoffen zwischen Fassadenpaneelen hinterlegtes Fliegengitter, schwarz, Dämmung 80 mm, Kalksandsteinmauerwerk 175 mm.

Bildnachweis: T. Unterlandstättner/M. Schmöller, München

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