Ruhige Kulisse für freie Entfaltung kindlicher Kreativität

Kindertagesstätte Kunterbunt in Babenhausen

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DauerhaftigkeitSichtbetonOberfläche

Architekt

Ecker Architekten, Heidelberg u. Buchen

Bauherr

Stadt Babenhausen

Projektbeteiligte

LDE Belzner Holmes, Stuttgart (Lichtplanung); Planstatt Senner, Überlingen (Außenanlagen); Ingenieurbüro Kist und Theilig, Mosbach (Tragwerksplanung); Planstatt Senner, Überlingen (Landschaftsarchitektur); Krämer-Evers, Osnabrück (Bauphysik); W. Trautmann Baugesellschaft, Sulzbach (Rohbau)

Jahr

2014

Ort

Babenhausen, Ludwigstraße

Konstruktionsmerkmale

Massivbau

Besonderheiten

Sichtbeton-Innenwände, CEM-III , Klasse 3

Beschreibung

Die Stadtmauer, welche die Stadt Babenhausen im südlichen Hessen umgibt, wurde Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut und schützte mit Graben und ursprünglich sieben Türmen das Stadtzentrum. Zwei Türme, darunter der „Breschturm“, und große Teile der Mauer sind ebenso erhalten wie ein Ritterhaus, das im Jahr 1544 mit Stufengiebel erbaut wurde und heute das Stadtarchiv beherbergt.
Vor diesem Hintergrund lebendiger Geschichte, wurde direkt angrenzend an Breschturm, Stadtmauer und Ritterhaus der Neubau einer Kindertagesstätte für 130 Kinder errichtet. Der 7-gruppige Kindergarten wurde von Ecker Architekten aus Heidelberg und Buchen/Odenwald geplant.

Das ursprüngliche Gebäude aus den 1960er Jahren befand sich etwas weiter östlich und hatte seine Kapazitätsgrenzen mit nur drei Gruppenräumen erreicht – ein Kleinkindbereich fehlte gänzlich. Der Begriff „Kunterbunt“, den die Einrichtung schon vor der Errichtung des Neubaus hatte, steht laut Betreiber dabei weniger für eine bunte Architektur, als für die kunterbunte Zusammensetzung der Kinder - viele aus Familien mit Migrationshintergrund. Das Gebäude soll eine ruhige Kulisse für die vielfältigen Nutzungen bieten und den Kindern genügend Gestaltungsmöglichkeiten lassen, so der Wunsch des Bauherrn.


Beton

Die Planer haben sich für Sichtbetonoberflächen als besonders robuste und beständige Oberfläche für eine Kindergartennutzung entschieden. Als wartungsarme Oberfläche weist Sichtbeton einen ästhetischen Alterungsprozess mit natürlicher Patina auf.
Für die Sichtbetonoberflächen wurde ein CEM-III Beton eingesetzt mit der Klasse 3. Dieser hochverdichtete Beton erlaubt das Betonieren bei sehr kalter Witterung und erzeugt bei richtiger Verarbeitung ein seidiges weißliches Oberflächenbild.
 
Decken, Böden und Sichtbetonwände in verschiedenen hellgrauen Schattierungen prägen das Innere des Gebäudes. Lediglich an gezielten Bereichen wird das Grau durch Farbakzente durchbrochen. Minimalistisch in den Formen ihrer Räume und minimalistisch in der Farbgebung, bietet die Kita Platz für die freie Entfaltung kindlicher Kreativität und Fantasie. Das Haus bietet einen ruhigen, dezenten Raum, der durch die Kinder und die verschiedenen möglichen Nutzungen bespielt werden kann. Bunt ist, was gemacht wird.

Städtebaulich verbindet der Gesamtkomplex zwei Straßen. Der Eingang zur Kinderkrippe liegt im Süden an der Amtsgasse und der Zugang zum Kindergarten erfolgt nördlich über den Westring. Der transparente Baukörper des Mittelbaus verbindet die beiden Gruppenbereiche im Zentrum der Anlage und wird von beiden Einrichtungsteilen genutzt: Der große Bewegungsraum und der Speiseraum, in dem die Mahlzeiten eingenommen werden und in dem die Kinder auch selbst kochen können.
30 Krippenkinder zwischen ein und drei Jahren, belegen den südlichen Flügel der neuen Einrichtung und 100 Kinder zwischen drei und sieben Jahren werden in vier doppelgeschossigen Gruppenzimmern des nördlichen Bauteils betreut und gefördert. Die Aufenthaltsräume verfügen über raumhohe Fenster, um den Ausblick auf die Stadtmauer zu ermöglichen. Zudem sind die Räume über große Schiebetüren miteinander verbunden – dies erfolgte als planerische Resonanz auf das offene pädagogische Konzept des Betreibers.
Das Gebäude teilt den Außenraum in klar definierte Bereiche. Während der große Spielhof den aktiven Spielplatzcharakter aufweist ist der unmittelbar an den Breschturm und die Stadtmauer angrenzende Bereich naturnah gestaltet.

Bildnachweis: Brigida González, Stuttgart via Ecker Architekten

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