Wiederbelebter Charme

Jungfernstieg, Hamburg

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Architekt

WES & Partner, Landschaftsarchitekten; André Poitiers, Architekt; Assmann, Beraten + Planen

Bauherr

Freie Hansestadt Hamburg, Verein Lebendiger Jungfernstieg e.V, und andere

Projektbeteiligte

Wiese u. Suhr, GaLaBau; ARGE: KEMNA Bau/Max Wiede mit Machinia Steinsetzbetrieb

Ort

Hamburg, Jungfernstieg

Beschreibung

Die Umgestaltung des Jungfernstiegs im Jahr 2005 galt als die bedeutendste Baumaßnahme in der Hamburger Innenstadt. Ehrgeiziges Planungsziel: Der Boulevard sollte wieder internationales Format erlangen. Die Bauaufgabe konzentrierte sich darauf, den ursprünglichen Charme des Jungfernstiegs wiederzubeleben. Noch vor rund 100 Jahren stand der Boulevard in voller Blüte und erfreute sich größter Prominenz und Pracht. Nach sechs Umbauten im Laufe des vorigen Jahrhunderts büßte der Ort jedoch seine architektonische Qualität ein. Entscheidende Impulse für eine Neugestaltung kamen aus der Bevölkerung. Die Hanseaten spendeten reichlich und steuerten rund die Hälfte der Projektkosten von rund 16 Mio. Euro dazu. Den europaweit ausgeschriebenen Ideenwettbewerb entschieden WES & Partner (Landschaftsarchitekten) und André Poitiers (Architekt) für sich. Mit geschultem Geschmack und klarer Logik setzten die Wettbewerbssieger ihr Gestaltungskonzept um. Die Barrieren fielen, und die Stadt rückte wieder näher an die Binnenalster. Betont wird diese Nahtstelle durch eine tribünenartige Treppenanlage über die gesamte Breite des Jungfernstiegs. Der Gehweg entlang der Häuserzeile wuchs auf Boulevard-Maß. Eine dreiachsige Allee aus 8 m hohen Silberlinden verbindet heute die Straße mit den wasserseitigen Flächen und dem Anleger der Alsterschifffahrt. Der neue Jungfernstieg hat das wohl wertvollste städtebauliche Ensemble Hamburgs aus Binnenalster, Kleiner Alster und Rathausmarkt nicht nur komplettiert, sondern außergewöhnlich bereichert.

Beton

Der sandsteinartige Farbton als Ergebnis mehrerer Bemusterungen orientiert sich an den örtlichen Hausfassaden. Oberflächen mit eingearbeiteten Natursteinsplitten dominieren. Der Scada-Vorsatzbeton ist feingeschliffen oder feingeschliffen und samtgestrahlt - ein Belag von Präzision und Prägnanz für die etwa 18 000 m² große Flaniermeile. Deren zentrales Gestaltungselement ist der Flächenbelag Scada, eine Maßanfertigung für Hamburgs beliebteste Promenade. Das belastbare Plattensystem aus Beton wurde wie Natursteinmaterial als Bahnenware gefertigt. Zur Ausführung kamen Platten in den Abmessungen 96 x 48, 64 x 32 und 48 x 24 cm bei Dicken von 12 und 16 cm.

Bildnachweis: Fotos: Klostermann GmbH, Coesfeld; Zeichnung: WES LandschaftsArchitektur

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