Gläserner Baukörper auf x-förmigen Betonstützen

Feuer- und Polizeiwache in Berlin

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Architekt

Sauerbruch Hutton Architekten, Berlin

Bauherr

Senatsverwaltung für Bauen und Wohnen, Berlin

Projektbeteiligte

ARUP GmbH, Berlin (Tragwerksplanung), Schälerbau, Berlin (Betonbau); Jagemann Betonfertigteilwerk, Seulingen (Betonfertigteile)

Jahr

2003

Ort

Regierungsviertel in Berlin-Tiergarten

Besonderheiten

Sichtbetonstützen

Beschreibung

Im Rahmen des Umzugs der Bundesregierung an die Spree entsteht in unmittelbarer Nähe zum Bundeskanzleramt die Feuer- und Polizeiwache im Regierungsviertel. Der entstehende Gebäudekomplex hat eine Brutto-Grundrissfläche von ca. 6.000 Quadratmeter und besteht aus einem Altbau aus dem 19. Jahrhundert sowie einem an dessen Brandwand anlehnenden lang gestreckten zweigeschossigen Neubau. Der Altbau, ein ehemaliges Frachthofgebäude, wurde in Teilen zurückgebaut. Verbleibende Gebäudeteile werden zum Teil als Büros genutzt und bilden die Erschließung in den Neubau. Der Neubau, ein Stahlbetonskelettbau, bietet Raum für Löschfahrzeuge, Technik sowie die Verwaltung und Aufenthaltsräume der Feuerwehr.

Die Verbindung der beiden Baukörper sowie der Zugang zur Halle der Löschfahrzeuge erfolgt über ein neues Treppenhaus, das im südwestlichen Teil die bestehende Fassade großflächig durchdringt. Der vorhandene Lichthof im Bestand wurde in seiner Ausdehnung für die Eingliederung eines neuen Treppenhauses mit Aufzuganlage vergrößert.

Die auffällige Fassade des neuen Anbaus dominiert die zentrale Polizei- und Feuerwehrwache im Regierungsviertel. Die Handschrift der Architekten Sauerbruch und Hutton ist deutlich zu lesen.

Beton

Den Höhenunterschied auf dem Gelände der Anlage überspielen die Architekten mit dem Aufstützen des zweigeschossigen Gebäudes: Unter dem bunten Glaskleid der Wache wird dabei die robuste Betonkonstruktion sichtbar. Die großen, X-förmigen Sichtbetonstützen machen den Außenraum im Erdgeschoss als Parkgarage für Polizeifahrzeuge nutzbar. Die Formensprache der Betonglieder erinnert dabei an die Architektur der Nachkriegsmoderne: Sei es die Erdgeschosszone in Corbusiers Unité oder das unweit der Polizei- und Feuerwehrwache gelegene Wohnhaus im Hansaviertel von Oscar Niemeyer.

Des Weiteren wurden im Neubau Sichtbetondecken mit Schalungshohlkörpern und eingebauten Leuchten realisiert. Die Brücke am Haupteingang wurde ebenfalls als Sichtbeton in Ortbauweise mit einer eingespannten Glasbrüstung errichtet. Im Altbau wurde eine halb gewendelte Betonfertigteiltreppe eingebaut.

Quelle

Baunetz Wissen Beton

Bildnachweis: Andreas Ewert, Berlin

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