Essenz des Ortes erfasst

Einfamilienhaus in Potsdam

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Dauerhaftigkeit Sichtbeton Wärmedämmung Spritzbeton Fertigteile

Architekt

Dipl.-Ing. Ingo Andernach, freier Architekt, Berlin

Bauherr

privat

Projektbeteiligte

IB Fankhänel und Müller, Dipl.-Ing. Christian Vogt, Leipzig (Tragwerksplanung); Uhlich Bau GmbH & Co KG, Burgstädt (Transportbeton); Lichtner - Dyckerhoff Beton GmbH & Co KG, Potsdam (Betonwerk); Peri GmbH (Schalung)

Jahr

2013

Ort

Potsdam, Ribbeckstraße

Konstruktionsmerkmale

Massivbau

Besonderheiten

innengedämmte tragende Sichtbetonaußenwände, anthrazitgefärbte Betondachsteine, Fertigbetonelemente aus Glasfaserspritzbeton (Schornsteinköpfe)

Beschreibung

Den Wunsch nach einem modernen Eigenheim mit den strengen Vorgaben des Denkmalschutzes zu vereinen, ist eine Herausforderung für jeden Planer. Wenn das Grundstück auch noch zum UNESCO-Welterbe gehört und seine Anordnung zudem kompliziert ist, steigen die Anforderungen. Die Lösung des Architekten ist ein zweiteiliger Baukörper aus Sichtbeton und geöltem Eichenholz, was den Neubau auf dem Bodendenkmal in Potsdam-Bornstedt einfühlsam verortet.

Wegen ihrer Einzigartigkeit und dem erkennbaren Einfluss auf die Kunstgeschichte gehören die Schlösser und Parks von Potsdam zum UNESCO-Welterbe. Die Dorfanlage Bornstedt unweit von Schloss Sanssouci steht auf der Welterbeliste. Auf diesem Bodendenkmal befindet sich das Grundstück mit dem neuen Eigenheim der Familie Dörfler. Das Gelände an der Ribbeckstraße liegt in der Nähe der historischen Bauten Krongut Bornstedt, Bornstedter Friedhof mit Kirche, Säulenarkade und Glockenturm, ist aber auch von neuzeitlicher Bebauung umgeben.

Der Baugrund grenzt westlich an die Ribbeckstraße, ist dort etwa 27 Meter breit und endet in Richtung Osten nach knapp 88 Meter am Bornstedter See. Das Gelände verjüngt sich auf halber Strecke auf eine Breite von gerade einmal 16 Metern. Aus der  Vogelperspektive gleicht es einem langgezogenen Tortenstück. Der komplizierte Zuschnitt ergab sich durch die Teilung eines ehemals größeren Grundstücks. Das Raum- und Gestaltungskonzept musste hierfür Denkmalschutzvorgaben hinsichtlich Materialverwendung, sowie Kriterien wie Sichtachsen, Kubaturgrößen etc. zu berücksichtigen. Das Entwurfsergebnis ist ein zweiteiliger Baukörper mit flachem Satteldach (20°) aus zurückhaltendem Sichtbeton akzentuiert mit Eichenholz.

In dem sich zur Straße orientierenden zweistöckigen Teil des Wohnhauses befinden sich Schlafzimmer, zwei Kinderzimmer, zwei Bäder, Gästezimmer, WC, Hauswirtschafts- und Arbeitsraum sowie zwei Garagenstellplätze. Im eingeschossigen Anbau sind ebenerdig Wohn- und Esszimmer mit Küche untergebracht. Durch die Anordnung der beiden Baukörper ergibt sich ein halböffentlicher Außenbereich mit Hof und ein nach Süden zum Bornstedter See orientierter privater Außenbereich. So war es trotz der schwierigen Geometrie des Grundstücks möglich, die Stellplätze im EG des 2-geschossigen Gebäudes zu integrieren. Der Neubau ist klar, stringent und reduziert gehalten – passend zur ebenfalls schlichten Architektur der umgebenden historischen Gebäude.

Beton

Neben tragenden Sichtbetonaußenwänden (Stahlbeton C 30/37) kamen für die Außenhülle nur geölte Eiche sowie anthrazitgefärbte Betondachsteine und anthrazitfarbene Metallteile zur Ausführung. Für die Schornsteinköpfe wurden Fertigbetonelemente aus Glasfaserspritzbeton hergestellt. Auch bei der Zaunanlage, die sich in Proportion und Anordnung an historischen Vorbildern orientiert, wurden diese Materialien verwendet. Die beiden Baukörper sind mit einem verglasten Flachbau verbunden und wurden auf einer Bodenplatte gegründet.

Die Sichtbetonaußenwände erhielten eine Innendämmung, was die Außenwandstärke auf ca. 325mm reduzierte. Ebenso wie die leichten Trennwände und die Innenbekleidungen der Dächer wurden diese Flächen glatt gespachtelt und gestrichen.

Bildnachweis: IZB/Michael Christian Peters

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