Gastronomie in anthrazit eingefärbten Sichtbeton

Anbau Pedi in Biberach

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SichtbetonIndustrie- und Gewerbebau

Architekt

monoplan. Architektur und Design, Zürich/CH

Bauherr

privat

Projektbeteiligte

Schmid, Baltringen (Baufirma); monoplan. Zürich/CH, Tanja Ruf (Projektleitung)

Jahr

2009

Ort

Biberach, Pfluggasse 7

Konstruktionsmerkmale

Massivbau - Ortbeton und Fertigteilbauweise

Besonderheiten

Standard-Beton C35/45 mit anthrazit farbigen Pigmenten eingefärbt;
alle sichtbaren Oberflächen (Wände und Decke) in Sichtbetonqualität mit sägerauher Brettschalung horizontal liegend, nur scharfe Kanten;
filigrane Detaillösungen: z.B. Nischen für indirekte Beleuchtung bis zu 5cm x 11cm auf die gesamte Wandlänge und exakte Öffnungen zum bündigen Einpassen eines Kaminofens in Ortbeton und Fertigteilbauweise in den Wänden; Blumentröge aus Beton

Beschreibung

Im Jahr 2005 wurde das Erdgeschoss des Gebäudes in der Biberacher Altstadt in ein Restaurant umgenutzt. Bald entstand der Wunsch der Bauherren nach weiteren flexiblen Bewirtungsflächen und einem abtrennbaren Nebenraum. Im Innenhof befand sich ein improvisierter Biergarten. Der Anbau sollte an dieser Stelle geplant werden.
Im ersten Bauabschnitt wurde der Anbau mit einer großen Bodenplatte verwirklicht. 
Als zweiter anschließender Bauabschnitt wurde der Innenhof als Gesamtensemble betrachtet. Die bestehende Doppelgarage und der Müllverschlag waren dem Anbau zu nahe und passten optisch nicht zu der neuen Formensprache. Die Bauherren zögerten nicht lang und ließen sich sofort auf den Vorschlag der Architekten ein, auch diesen Bereich zu gestalten. So entstand in gleicher Optik ein Gebäude für die Mülltonnen (die sogenannte Mülloase) und eine Innenhofgestaltung. Diese ermöglichen eine flexible Nutzung des Innenhofs mit der Möglichkeit, in Spitzenzeiten weitere Flächen zur Bewirtung zu nutzen und sorgen für ein gesamtheitliches Bild.

Die Anpassungen an den Bestand  (bestehendes Hauptrestaurant, Innenhofsituation mit verschiedenen Baustilen, ein beengtes Grundstück mit Parkflächen) machten es zur Herausforderung ein Gebäude zu entwerfen, dass sich diesem anschmiegt, jedoch trotzdem eine eigene, zeitgemäße Formensprache spricht.

Die Idee war eine "Klammer”- die sich in Form des Neubaus  um den Bestand "klammert" und so zu einer Einheit wird.
Ein kompakter, klarer Baukörper, sollte sich an das bestehende Restaurant direkt angliedern. Eine großflächige Bodenplatte, die zwischen den Gebäude in der Gasse beginnt und sich bis zum Anbau fortzieht ist der Auftakt der "Klammer". Sie wird fortgesetzt durch den Anbau, der durch die Wand- und Deckenelemente vollendet wird.

Beton

Die Entwurfsidee wurde konsequent umgesetzt. Die "Klammer" sollte durch eine radikale Materialität zum Vorschein treten. Der Baustoff Beton war die einzige Lösung. Ihn konnte man im Außenbereich sowie für die Decke und die Wände außen wie innen einsetzen. Diese Reduktion verschafft dem Baukörper eine Klarheit und Großzügigkeit. Großflächige, z. T. rahmenlose Verglasungen unterstreichen die Entwurfsidee. Die Festverglasung wurde aus einzelnen VSG-Gläsern in warmen gelb-rot Tönen ausgewählt. Die Farbe wurde bewusst zum erlebbaren Raumabschluss und zur Außenwirkung des Gebäudes (zum Innenhof und zur Gasse hin) eingesetzt. Die Fassade, die der Bodenplatte zugewandt ist, lässt sich komplett öffnen, so dass Außen- und Innenraum mit einander verschmelzen. Alle Installationen und Apparate wurden unauffällig in den Betonbauteilen eingelegt und treten in den Hintergrund. Die schlichte, homogene Baukonstruktion bietet dem Nutzer eine flexible Nutzung des Gebäudes. 

Im Innenbereich wurden die Betonwände durch Nischen und Öffnungen aufgelockert und bieten einen geordneten Platz für eine indirekte Beleuchtung, wechselnde Dekorationen und einen Kaminofen.  Dadurch entsteht trotz der harten Linienführung des Betons eine warme Atmosphäre. Massivholzmöbel, die vom Bestand her übernommen werden und somit auch wieder den Bezug herstellen, unterstreichen diese. Der Gast als König, darf den Raum mit Leben erfüllen! Die Architekten haben ihm eine Bühne dafür geliefert.

Bildnachweis: monoplan. Architektur und Design, Zürich/CH

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