Ein Spielparadies aus Beton und Natur

Umbau und Erweiterung der Kindertagesstätte Griechische Allee in Berlin

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Architekt

Behles & Jochimsen, Berlin

Bauherr

Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin

Projektbeteiligte

Topotek 1, Berlin (Landschaftsarchitektur); HeidelbergCement AG, Heidelberg (Baustoffe); Eisenloffel+Sattler, Berlin (Statik); Ekrem Yalcindag, Frankfurt (Kunst)

Jahr

2007

Ort

Berlin-Oberschöneweide, Griechische Allee 21-25

Besonderheiten

glatter Sichtbeton; im Bereich der Mauer sandgestrahlter Sichtbeton

Beschreibung

Die Berliner Kindertagesstätte in der Griechischen Allee verbindet auf ungewöhnliche Weise Beton und Spielraum. Die Architekten Behles & Jochimsen und die Landschaftsarchitekten von Topotek 1 arbeiteten eng zusammen, so dass Haus und Garten als ein unteilbares Ganzes wahrgenommen werden.

Von der U-förmigen Anlage aus den frühen Fünfziger Jahren wird das mittige Hauptgebäude erhalten. Zwei bruchlos anschließende Anbauten ersetzen die vormals eingeschossigen Seitenflügel. Eine lange Mauer vervollständigt die Gebäudefigur und grenzt den Garten von öffentlichen Raum ab. Die alten Bäume werden so buchstäblich umbaut. Die Achse der auf das Grundstück gerichteten Schillerpromenade wird aufgenommen, in eine Drehbewegung gebracht und fängt sich im Garten. Das neue Kopfgebäude wendet sich dem Griechischen Park zu. Über einen kleinen, bunt bemalten Platz betritt man das Gebäude und gelangt in eine hohe, introvertierte Eingangshalle mit einem Wandbild des Künstlers Ekrem Yalcindag, die durch Oberlichtgauben belichtet wird.
Alle Gruppenräume orientieren sich nach Süden, auf den Garten hin. Die Flure sind einseitig mit Schultafelfarbe beschichtet und laden zur Aneignung durch die Kinder ein. Aus dem Obergeschoss führt eine riesige Beton-Rampe längs der Mauer in den Garten, aus der heraus sich eine Vielzahl von Spielgeräten entwickeln. Einerseits dient die Rampe der behindertenfreundlichen Erschließung des Gebäudes, andererseits umfasst sie das Grundstück und grenzt es kindersicher zur Straße hin ab.

Beton

Die bis zu acht Meter hohen Wände der Rampe warten mit verschiedenen Gefällen und diversen asymmetrisch angeordneten Fenstern und Gucklöchern auf und wurden mit einer festen Schalung realisiert. Der Beton musste in einer Konsistenz oberer F2, unterer F3 als C 30/37 pumpfähig angeliefert werden, um die teilweise gegenläufigen Gefälle der Konstruktion abbilden zu können. Mit einer neu entwickelten Zusammensetzung unter Verwendung eines PCE-Fließmittels konnten die erforderlichen Konsistenzen erzeugt werden. Die Betonagen wurden im Contractorverfahren durchgeführt. Um auch auf den Unterseiten der Fensteröffnungen mit wenig Rütteln ein vollflächiges Betongefüge zu erhalten, wurden die Öffnungen mit KG-Rohren durchdrungen, die dann nach dem Aushärten abgesägt wurden.
Während der Sichtbeton sonst glatt belassen wurde, erhielt er im Bereich der Mauer eine haptische Oberfläche durch Sandstrahlen. Um den Baukörper als eine kontinuierliche Figur erscheinen zu lassen, wurde der Fassadenputz in Farbigkeit und Textur weit gehend dem Beton angenähert.

Anstelle einer didaktischen Trennung von Alt und Neu zielt das Projekt auf die Transformation des Vorhandenen in ein neues Ganzes.

Bildnachweis: Marcus Bredt, Berlin

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