Umnutzung eines ehemaligen Stadtbades

Musikschule der Stadt Ulm

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GeschichteInstandsetzungSchalungSichtbeton

Architekt

Mühlich, Fink & Partner, Ulm

Bauherr

Stadt Ulm

Projektbeteiligte

IB Scherr & Klimke, Ulm (Tragwerk); IB Keppler, Ulm (HLS-E); Günter Perl, Jörg Schmid (Mitarbeit)

Jahr

2001

Ort

Ulm, Marktplatz 19

Beschreibung

Das Haus war schon da, es musste nur gefunden werden...

Als das Wasser aus dem Schwimmbecken und den Badewannen abgeflossen war, blieb eine große Halle und viele einzelne Räume übrig. Was braucht eine Musikschule mehr?

Bewundernswert, wie hier vor rund hundert Jahren eine enorme Baumasse in die kleinteilige Altstadt zwischen Rathaus und Donau hineinkomponiert worden war. Was ist geblieben vom geliebten alten Stadtbad, was ist dazugekommen und wie ist beides verknüpft?

Außen ist alles wie es war, nur aufgefrischt.

Unverändert ist der Hauptzugang vom Marktplatz aus mit dem Foyer und dem daran angeschlossenen Treppenhaus, das alle Ebenen verbindet. Diese Ebenen haben neue Nutzungen bekommen:

Dort, wo früher das Springen vom Rand so verlockend war und drunter, wo das Badewasser durch allerlei Ritzen unbemerkt im Untergrund versickern konnte, sind nun Unterrichts- und Übungsräume zu finden. Auch die Alte Metzig gehört dazu.

Wo von der Galerie aus die Badelandschaft zu sehen war, bietet sich jetzt der Einblick in den Saal mit dem Orchesterpodium und in die Cafeteria mit ihrem Innenhof. Auf den oberen Ebenen liegen Gesprächsräume, Lehrerzimmer und Büroräume der Musikschule.

Das Zentrum des alten Stadtbades, die Badehalle, sollte von oben bis unten wahrnehmbar bleiben: der neue Raumkern die 'Musikbox' mit dem darauf aufbauenden Zuhörerpodium ist deshalb in allen Geschossen deutlich von den erhaltenen Becken- und Galeriekanten abgelöst. Auf zwei Ebenen bilden begehbare, von unten beleuchtete Glasbänder Trennung und Verbindung zugleich.

Das räumliche Spiel der vorhandenen schwungvollen Halle mit der hineingestellten Box ist im Norden des Hallenbaues besonders deutlich wahrzunehmen: an der hohen innenliegenden Glasfassade des neuen Saales werden die alten Raumproportionen sichtbar; die erhaltene umlaufende Balustrade zeigt mit ihren Schwüngen die Luftraumkante der alten Galerie; nach Süden zum Orchesterpodium hin gehen die bestehenden und neuen Elemente mehr und mehr ineinander über.

Beton

Neue Bauteile sind an ihren Materialien zu erkennen naturbelassener Beton, Stahl, Glas, Holz und an ihrer Geradlinigkeit; Schwünge und Schnitte, Bögen und ebene Flächen kommen so zusammen wie auf einem Notenblatt.

Die Wege im Haus sind bis in alle Winkel geöffnet und führen ganz hindurch von Norden nach Süden. So liegt diese Musikschule nicht nur am Marktplatz sondern auch an der Donau.

Der Sichtbetonkörper mit den Übungsräumen, auf dessen Oberseite auf der früheren Galerieebene nun eine neue Saalebene entsteht, steht freigestellt im ehemaligen Schwimmbecken und ist von diesem in beiden Ebenen durch ein begehbares Glas abgelöst.
Da es sich um einen Einbau in das ehemalige Stadtbad handelt, konnte kein Kran verwendet werden. Man entschloss sich Alu-Großflächenschaltafeln (PERI Trio Aluminium) zu verwenden und deren Schal- und Fugenbild zu zeigen. Das Rastermaß der Schalung bestimmt das Außenmaß der Betonbox.

Bildnachweis: Mühlich, Fink & Partner, Ulm

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