Gewaltiges Bücherregal auf grafischem Sichtbeton

Landesarchiv in Vennershåbvej, Viborg/DK

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Dauerhaftigkeit Fassade Oberfläche

Architekt

schmidt hammer lassen architects, Copenhagen/DK

Projektbeteiligte

KPC BYG A/S (Bauunternehmen); Confac A/S (Betonfertigteilwerk); Graphic Concrete (grafischer Beton)

Jahr

2015

Ort

Viborg/DK

Konstruktionsmerkmale

Massivbau

Besonderheiten

Grafischer Sichtbeton; Weißzement – grauer Stein (Hyperit, schwedisches Gestein)

Beschreibung

Inmitten einer typisch dänischen Ackerlandschaft erhebt sich ein modernes, 4.800 qm großes Gebäude, das wie von Hand in die Natur hineinskizziert scheint. Unwillkürlich reibt man sich die Augen und schaut noch einmal hin. Ist es wirklich ein Gebäude oder doch nur eine überdimensionale Zeichnung?

Der Auftrag an das Architekturbüro schmidt hammer lassen architects lautete, ein funktionales Gebäude für ein umfangreiches Archiv von Büchern und Akten zu entwerfen. Im Inneren sollte das Gebäude flexibel sein, um effizient genutzt werden zu können. Außerdem gehört das Archiv, das in dem Gebäude seine neue Heimat finden sollte, zu den Nationalarchiven und stellte angesichts seiner großen Bedeutung eine besondere Herausforderung dar. Eine archivgerechte Temperaturregulierung und ein Erscheinungsbild, das die Funktion des Gebäudes widerspiegeln sollte, waren gefordert.

„Das neue Landesarchiv sollte schlicht, modern, minimalistisch und auf nachhaltige Entwicklung ausgelegt sein. Wir wollten aber auch ein künstlerisches Element einbringen, um dem Gebäude einen eigenen Charakter zu verleihen“, so Rasmus Kierkegaard, Partner bei schmidt hammer lassen architects. 

Beton

„Die Suche nach einem passenden künstlerischen Element brachte uns auf den Gedanken, die gesamte Fassade als gewaltiges Bücherregal zu gestalten. Grafischer Beton war die perfekte Lösung, um unsere Vision zu verwirklichen“, so Kierkegaard weiter. „Wir wussten bereits von einer Künstlerin, die unsere Idee auf eine Betonfläche übertragen konnte. Unser Kunde, KPC Byg A/S, unterstützte unsere Idee von Anfang an und das Ergebnis passte perfekt zur einfachen, kubischen Architektur des Gebäudes.“

Zu den größten Herausforderungen des Projekts gehörten das begrenzte Budget und verschiedene technische Faktoren wie die archivgerechte Regulierung der Luftfeuchtigkeit und Temperatur in den Räumen. Die allergrößte Herausforderung jedoch war die Gestaltung eines Archivbaus, der den Menschen etwas bedeuten sollte. „Das Endergebnis entsprach unserer Vision fast zu hundert Prozent. Die künstlerische Gestaltung entwickelte sich erst im Lauf des Prozesses, aber wir arbeiteten eng mit der Künstlerin Grethe Sørensen und dem Bauunternehmen KPC zusammen. Letztendlich ist es uns gelungen, aus einem einfachen Gebäude etwas ganz Besonderes zu schaffen“, schließt Kierkegaard.

Das Landesarchiv Viborg ist ein wunderbares Beispiel, wie man mit grafischem Beton den Zweck eines Gebäudes unterstreichen und die Fassade als bedeutungstragendes Element gestalten kann. Aus der Nähe erkennt man nur ein Muster aus Punkten in unterschiedlichen Abständen zueinander, aber aus der Ferne wirkt die Fassade wie ein dreidimensionales Bücherregal. Dies hinterlässt beim Betrachter einen unvergesslichen Eindruck. 

Bildnachweis: Helene Høyer Mikkelsen

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