Wunderland aus alter Festungsmauer und neuem Sichtbeton

Kindergärten in Dietikon (CH)

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FarbeGeschichteOrtbetonWaschbeton

Architekt

Ken Architekten BSA, Baden und Zürich (CH)

Bauherr

Stadt Dietikon, Hochbauabteilung

Projektbeteiligte

Kuhn Truninger Landschaftsarchitekten, Zürich (Landschaftsarchitektur); Heyer Kaufmann Partner, Baden und Zürich (Bauingenieur)

Jahr

2005

Ort

Dietikon (CH), Schulstraße

Besonderheiten

Alte Festungsmauer aus dem 2. Weltkrieg fungiert als Auflager für neue Betonwinkel.

Beschreibung

Auf der Rückseite des Zentralschulhauses in Dietikon fand sich ein ungenutzter Grundstückstreifen im Übergang zum kleinkörnigen Wohnquartier. Dieser Streifen ist in Längsrichtung durch ein 75 m langes Festungsmauerstück aus dem 2. Weltkrieg geteilt.

Die Ausgangslage für den Entwurf bildet der spezielle Ort. Das Festungsmauerstück weist eine gerade und eine schräge Schnittseite auf. Die vorhandene Zweiseitigkeit ist für eine Zugangs- und eine Kindergartenseite genutzt.

Die Festungsmauer bestimmt auch die strukturell einfache Konzeption der beiden Kindergärten. Sie ist Auflager für die zwei Betonwinkel, welche einerseits als ausladende Vordächer die Eingänge markieren und andererseits hallenartigen Baukörper aufspannen. Die Terrainstufe bildet den Gebäudesockel. In den offenen Seiten des Winkels stehen zurückversetzt die Schiebefenstertüren. Das Bandfenster ist fassadenbündig eingelassen.

Beton

Beton ist in diesem Projekt als wichtigster Baustoff in Variationen vorhanden. Die Festungsmauer wurde vor über fünfzig Jahre in grobkörnigen Stampfbeton von Soldaten errichtet. Sie bildet das Rückgrat des Projekts und ist Auflager der beiden Ortbetonwinkel. Für diese wurden Sperrholzplatten in die Schalung gelegt, um eine präzise, abstrakte und sehr glatte Oberfläche erreichen zu können, die sich auch über die helle Farbe deutlich zur Festungsmauer unterscheidet. Die Terrainstufe im Außenraum ist in dunklem Waschbeton erstellt und der Landschaft zugeordnet.

Im Innern sind Garderobe, WC, Küche und Abstellraum zu einem Möbel zusammengefasst. Dieses Möbel zoniert den Raum in drei Nutzungsbereiche: Hauptraum, Gruppenraum und Garderobe. Das Durchstoßen der Festungsmauer ist mit verspiegelten Oberflächen inszeniert. Decke und Wand der Betonwinkel sind mit gelochten Gipskartonplatten gleich materialisiert. Massstabsprünge und kräftige Farben setzen sich im Außenraum fort und lassen die Kindergartenseite als eigentliche Wunderwelt erscheinen.

Bildnachweis: Hannes Henz, Zürich (CH)

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