Kleines Haus mit großer Innenwirkung

Haus SF in Wien/A

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BetondeckenFlachdachSichtbeton

Architekt

thaler.thaler architekten, Wien

Projektbeteiligte

Fröhlich und Locher, Wien (Statik); DI Gerald Gallasch, Wien (Bauphysik); Singer & Co. Bau GmbH, Hartberg (Bauausführung)

Jahr

2004

Ort

Wien, Hermesstrasse

Beschreibung

In einer Baulücke der Reihenhausanlage Friedenstadt in Wien entstand nach den Plänen von Thaler Thaler Architekten ein Wohnhaus, das sich in seiner Außengestalt der Nachbarbebauung anpasst. Die städtebauliche Planung stammt von Adolf Loos und Margarethe Schütte-Lihotzky. Von den Original-Häusern überstand jedoch nur ein einziges von Loos die Zeit. Um die Erschließungskosten gering zu halten, teilte Loos die Anlage in lange schmale Grundstücksparzellen auf: 8 m breit und knapp 100 m lang. Die konsequente Nord-Südausrichtung der Grundstücke sollte freistehende Wetterseiten an den Häusern vermeiden und bot zudem gute Bedingungen für den Gemüseanbau.

Obwohl der Bebauungsplan mittlerweile gelockert ist, beziehen sich die Architekten auf die ursprünglich vorgesehenen Rahmenbedingungen und planten ein Wohnhaus mit einer Grundfläche von nur 67 m², das jedoch eine ungewöhnliche Großzügigkeit ausstrahlt. Besonderen Wert legten die Architekten auf Lichtführung und Belichtung im Reihenhaus. Ein senkrechter Lichtraum in Gebäudemitte verbindet und organisiert die offenen Wohnebenen vom Erdgeschoss bis zum Dach. Nur die Sanitär- und Schlafräume sind abgeschlossene Räume. Trotz eines Höhenversatzes auf dem Grundstück von etwa 2 m zwischen Straße und Garten kann das kleine ganglose Haus sowohl vom Eingang als auch vom Garten ebenerdig erschlossen werden. Dies gelingt durch das Versetzen der Wohnebenen um jeweils ein halbes Geschoss. Von außen ist das Haus mit schwarzem Eternit verkleidet, der sich als durchgehende Außenhaut bis übers Dach zieht.

Beton

Die offene Tragstruktur des Gebäudes besteht aus Sichtbetondecken, die sich zwischen den seitlichen Feuerwänden aufspannen. Sie sind halbgeschossig versetzt und verstärken so die räumlichen Bezüge im Gebäudeinneren. Von der Unterseite sind sie roh belassen. Auf Anbauten und Vordächer verzichten die Planer. Der Zugang des Hauses erfolgt über einen betonierten Einschnitt. Die hellen Sichtbetonflächen kontrastieren zum schwarzen Eternit der Fassade.

Quelle:

Bildnachweis: Rupert Steiner, Wien

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