Leichtbetonbau ohne zusätzliche Wärmedämmung

Einfamilienhaus in Riederau

Schlagworte zu passenden Webseiten in unserem Auftritt

Energieeffizienz Blähton Ein- und Zweifamilienhäuser Festigkeit Recycling Wärmespeicher Zement

Architekt

A. Tilch & G. Drexler, Diessen am Ammersee

Bauherr

A. Tilch & G. Drexler, Diessen am Ammersee

Projektbeteiligte

Rudolph Meyen, (Statik); Lutz-Bau, Landsberg am Lech (Bauunternehmen); BLG Transportbeton, München/Heidelberger Beton, HeidelbergCement AG, Heidelberg (Betonhersteller); Betotech, München (Baustofftechnisches Labor)

Jahr

2010

Ort

Riederau am Ammersee

Beschreibung

Die Architekten Axel Tilch und Gisela Drexler haben sich nach eigenen Plänen in Riederau am Ammersee ihr Einfamilienhaus bauen lassen. Neben ihrer Vorliebe zum Baustoff Beton suchten sie eine möglichst energieeffiziente Bauweise für den einstöckigen, klaren Baukörper. Um die entsprechenden Energiekennwerte eines Niedrigenergiehauses bei gleichzeitig geringen Wandstärken zu erreichen, wählten sie eine monolithische Konstruktion aus Leichtbeton, mit dem sich nicht nur alle architektonischen, sondern auch energetischen Anforderungen erfüllen ließen. Es entstand ein Haus, das als einschalige Konstruktion trotzdem Niedrigenergiecharakter aufweist. Das bungalowartig wirkende Gebäude mit Flachdach zeigt selbstbewusst sowohl nach außen als auch im Innenraum seinen konstruktiven Charakter. Die Betonwände sind roh belassen und stehen im gekonnten Kontrast zu dem Holzboden und der übrigen Einrichtung.

In enger Zusammenarbeit mit dem Betonhersteller, einem baustofftechnischen Labor und dem Bauunternehmen haben die Architekten eine einfache, durchdachte Konstruktion entwickelt, die dank der guten Eigenschaften des Leichtbetons möglich war. Durch eine genaue Planung und die gute Kooperation zwischen Bauherrin, Architekt, Betonlieferant und Bauunternehmen konnte das Haus in nur achtmonatiger Bauzeit komplett erstellt werden.

Beton

Auch heute wird bei modernen Leichtbetonen die geringere Rohdichte gegenüber Normalbeton durch leichte Gesteinskörnungen und Zuschlagstoffe wie Bims, Blähton oder den Recyclingstoff Blähglas erreicht. Die Zuschlagstoffe und die guten Eigenschaften des Betons sorgen dafür, dass er wärmedämmend wirkt und nicht brennbar ist (Brandschutzklasse A1 nach DIN 4102 Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen). Zudem ist er nach DIN EN 206-1 Beton - Teil 1: Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität/DIN 1045-2 Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton - Teil 2: Beton - Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität in den Festigkeitsklassen LC 8/9 bis LC 80/88 lieferbar und steht Normalbeton fast in nichts nach.

Durch die Verwendung des Isolationsbetons weisen die Außenwände des Neubaus einen U-Wert von unter 0,40 W/m²K auf und mussten nicht zusätzlich gedämmt werden. Für die hohen Werte bei Wärmedämmung und Wärmespeicherung sorgen die Blähtonkugeln im Beton, die im Inneren eine gleichmäßige, feine Porenstruktur und eine mäßig raue, geschlossene Oberfläche besitzen. Ihre Fähigkeit, Wasserdampf aufzunehmen und bei Bedarf wieder abzugeben, sorgt außerdem für ein gesundes, behagliches Raumklima.

Quelle

Heidelbergcement

Bildnachweis: HeidelbergCement AG/Steffen Fuchs

Schlagworte zu passenden Webseiten in unserem Auftritt

Energieeffizienz Blähton Ein- und Zweifamilienhäuser Festigkeit Recycling Wärmespeicher Zement

Verwandte Objekte

Ihre Objektvorschläge

Ansprechpartner

Beton-Newsletter ausgezeichnet

Newsletter & Newsfeeds

Mit unserem RSS Newsfeed bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

www.beton.org/rss

Logo - Beton.org

Diese Internetseiten sind ein Service
der deutschen Zement- und Betonindustrie

  • E-Mail
  • Facebook
  • RSS
  • Twitter
  • YouTube