Beton-Bauteilaktivierung der Geschossdecken

Bürogebäude OSSIII in Köln

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BetonkernaktivierungEnergieeffizienzNachhaltigkeit und Ressourcen

Architekt

Bolwin Wulf, Berlin

Bauherr

Grundstücksgesellschaft Köln-Ossendorf III GbR, Köln

Projektbeteiligte

intecplan (Düsseldorf) (Gebäudetechnik); IDK Ingenieurbüro für Baustatik und Massivbau, Köln (Tragwerksplanung); TOHR Trümper, Overrath, Heimann, Römer, Bergisch Gladbach (Bauphysik); Gebr. Esch Wohnbaugesellschaft, Troisdorf (Generalunternehmer)

Jahr

2006

Ort

Köln-Ossendorf, Am Coloneum

Beschreibung

Zwei koppelbare Bürogebäude bilden das Scharnier zwischen dem zentralen Platz „Am Coloneum“ und den angrenzenden Straßen in Köln-Ossendorf. Im städtebaulichen Konzept muss das Gebäude zwischen dem Arkadenplatz und der westlichen, fragmentarischen Randbebauung der von-Hünefeld-Straße vermitteln, und gleichzeitig die rückwärtige Adolf-Grimme-Allee soweit aufwerten, dass keine vom Platz abgeklemmte „2.Reihe“ entsteht. Das Gebäude wurde so ausgerichtet, dass am nördlichen Ende ein großer Vorplatz entstand, der in die Adolf-Grimme-Allee mit seinen existierenden und noch entstehenden Gebäuden überleitet. Die Eingänge des Bürohauses orientieren sich zum Platz und zur Adolf-Grimme-Allee.

Ein weiterer Aspekt der Ausrichtung des Hauses ist die Belichtung mit Tages- bzw. Sonnenlicht. Aufgrund der Orientierung werden im Tagesverlauf alle Fassaden besonnt und so gleichwertige Arbeitsplatzqualitäten geschaffen. Nicht zuletzt verzögert das Abdrehen der Südfassaden nach Südwesten das Aufheizen der Büroräume in den späteren Nachmittag und damit außerhalb der Kernarbeitszeiten.

Die auf einem Wechsel von Fest- und Öffnungsflügeln aufgebaute Elementfassade ist mit den ebenfalls glasbedeckten Geschossbändern flächenbündig ausgeführt. Vor diese Ebene kragen nur die umlaufenden „Ringe“ der Sonnenschutzelemente aus, deren Lamellenbehang über die Geschosse schräg geführt ist und so eine metallische, „geschuppte“ Hülle um das Gebäudevolumen bilden. Die schräge Lage verhindert einen Wärmestau und schafft optimale Wärmeabfuhr zwischen Sonnenschutz und Fassade.

Beton

Eine Betonkerntemperierung der im Inneren nicht verkleideten Geschossdecken aus Beton wird als Speichermasse genutzt. Sie sorgen für die Kühlung der Massivbauteile über Nacht und eine verzögerte Abgabe der Kühle an den Raum während des Tages.

Bei der Betonkernaktivierung werden in die Betonbauteile (meist Decken, aber auch Stützen und Wände) vorgefertigte Rohrsysteme, so genannte „Rohrregister“ innerhalb der Bewehrungslagen eingebaut. In den Rohren zirkuliert Wasser, das je nach Temperatur Wärme aus der Decke aufnimmt (Kühleffekt) oder an die Decke abgibt (Heizen). Für die Temperierung des Wassers im Kreislauf lassen sich beispielsweise Energiepfähle oder Energiesonden im Erdreich einsetzen. Im Kühlbetrieb kann während ca. 80 % der Nutzungszeit die Kühlenergie direkt aus der geothermischen Quelle bezogen werden.

Quelle

Baunetz Wissen Beton

Bildnachweis: Oliver Schuh, Palladium Photodesign, Köln

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