Betongelenk

„Arthron“, Wohnhaus, Köln

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Beton im Wohnungsbau Fassade Fertigteile Wohnen

Architekt

Manuel Herz Architekten, Basel

Bauherr

ETI Etzbach und Berglar GmbH & Co. KG, Köln

Projektbeteiligte

Bauleitung: Bauleitung S N K Architekten Ingenieure, Frechen
Projektsteuerung / Haustechnik: Nesseler Grünzig GmbH, Aachen
Tragwerksplanung / Brandschutz: Pirlet & Partner Ingenieurgesellschaft mbH, Köln
Bauphysik: TOHR Bauphysik GmbH & Co.KG, Bergisch Gladbach
Landschaftsarchitektur: Lill + Sparla Landschaftsarchitekten, Köln

Jahr

2017

Ort

Köln

Konstruktionsmerkmale

Mäandrierende Stahlbetonfertigteile an der Fassade

Besonderheiten

Tanzender Charakter der Fassadenstruktur

Beschreibung

Die Seite der Bauherrin, die ETI Immobiliengruppe, verkündet stolz: „verkauft!“. Gemeint ist ein Wohnhaus von Manuel Herz Architekten; von den 16 Eigentumswohnungen nebst Bungalow im Garten ist ein Jahr nach Fertigstellung des Eckhauses im Kölner Süden keine mehr zu haben.

Das Konzept, ein auffälliges Haus hierher zu setzen, ging also auf. Die anfangs skeptischen Anwohner sind inzwischen besänftigt, denn trotz seines augenfälligen Auftritts geht der Bau subtil auf seine Umgebung ein. Diese wird durch ihren Übergangscharakter bestimmt: Das Blockartige der Stadt geht hier in aufgelockerte Einzelbebauung über. Manuel Herz hat sich den Ort genau angesehen und reagierte mit seinem Entwurf zu jeder Straßenseite anders. Dennoch ist ein in sich schlüssiges und zusammenhängendes Haus entstanden. Die Ecksituation an der Straßenkreuzung betont der Architekt durch eine Rundung. Zur urbaneren Straße hin rückt das Haus knapp an den Gehweg, zur suburbaneren weicht es etwas zurück und lässt kleinen Vorgärten Platz. Auch zum Garten hin ist die Gebäudeecke gerundet, was direkte Blicke in die Nachbarwohnungen erschwert. Vorne wie hinten bestimmt das Thema Bewegung und Drehung den Charakter des Hauses. Das reicht vom städtebaulichen Maßstab bis zum Detail: Die in der Vertikalen wie in der Horizontalen geknickten Fassadenelemente entwickeln sich straßenseitig ums Eck herum zunehmend von Lisenen zu Wandscheiben – flachere Balkone werden (wie auch auf der Gartenseite) zu tiefen Loggien. Nicht nur die Balkonbrüstungen tanzen mit, selbst ihre Aluminium-Lamellen sind beweglich und lassen sich in die gewünschte Richtung kurbeln.

Im Inneren gleicht keine Wohnung der anderen; die Bandbreite reicht von Maisonetten über Studios, kleinteiligeren Familien- bis zu offenen Loft-Wohnungen. Das Haus sollte in seiner Vielschichtigkeit der Bewohner ein Spiegel des Stadtteils werden, der sich zunehmender Beliebtheit erfreut.

Beton

Die mäandrierenden Fassadenelemente bestehen aus Stahlbeton und sind als Fertigteile auf die Baustelle gekommen. Um eine durchgängig hochwertige Qualität zu erreichen, haben die Planer viele Tests zu Oberflächen, Betonfarben und akkuraten Kanten unternommen. Der Fokus lag auf glatten Flächen mit einer angenehmen Haptik. Neben den günstigen Speicherqualitäten und der skulpturalen Formbarkeit von Beton kam die Entscheidungshilfe für dieses Material aber auch aus einer ganz anderen Quelle, nämlich Erfahrungen in afrikanischen Ländern wie Senegal, Ghana und Kenia: „Dort konnte ich sehr viele Beispiele aus den 1960er und 70er Jahren studieren, wo sehr schön mit Beton umgegangen wurde. Vor allem die Formensprache wie in Senegal Beton genutzt wurde, hat mich für das Kölner Projekt beeinflusst,“ erklärt Manuel Herz die Vorgeschichte.

Quelle

Christina Gräwe für EINSATEAM

Bildnachweis: Julien Lanoo, Belgien / Frankreich

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