Was ist Leichtbeton?

Von Leichtbeton spricht man bei Betonen mit einer Rohdichte zwischen 800 und 2000 kg/m³ (definiert in DIN EN 206-1). Zum Vergleich: "normaler" Beton hat eine Rohdichte von 2000 bis 2600 kg/m³. Technisch liegt die untere Grenze für Leichtbetone derzeit bei etwa 350 kg/m³. In diesem Fall spricht man von Infraleichtbeton.

Erreicht werden solche Werte durch die Verwendung von leichten Gesteinskörnungen mit hoher Porosität, d. h. die verwendeten Gesteinskörnungen weisen in jedem Korn einen hohen Anteil feinster Luftporen auf (bis zu 85 Vol.-%). Dieser hohe Anteil sorgt nicht nur für das geringe Gewicht, sondern auch für eine geringe Wärmeleitfähigkeit, da Luft ein sehr schlechter Wärmeleiter ist.

Leichtbeton findet überall dort Anwendung, wo gute Wärmedämmwerte und/oder ein geringes Gewicht erforderlich sind, z. B.:

  • reduziert er als gefügedichter Leichtbeton (Konstruktionsleichtbeton) das Eigengewicht von Brücken und Decken und erlaubt weit spannende Konstruktionen,
  • sorgt er als haufwerksporiger Leichtbeton bei Außenwänden aus Leichtbeton-Mauerwerk dafür, dass alle Anforderungen an den Wärmeschutz und die Tragfähigkeit mit einer monolithischen (einschichtigen) Wandkonstruktion erfüllt werden können.

Die Geschichte des Leichtbetons beginnt schon vor etwa 2.000 Jahren, als die römischen Baumeister die Kuppel des Pantheons  in Rom in Opus Caementitium ausführten. Dabei setzten sie römischen Beton mit nach oben abnehmender Rohdichte (unten 1.750 kg/m³ / oben 1.350 kg/m³) ein.

Hinweis: Alle wichtigen Informationen gibt es im Zement-Merkblatt B13

Weitere Informationen erhalten Sie auch beim Bundesverband Leichtbeton e.V.

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