Ein Ort des Arbeitens und Wohnens

Wohn- und Produktionsgebäude bei Stuttgart

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BetondeckenBohrpfähleDachSpannbetonZementestrich

Architekt

Finckh Architekten BDA, Stuttgart

Bauherr

privat

Projektbeteiligte

Pfefferkorn & Partner, Stuttgart (Tragwerk); Wildermuth GmbH+CoKG, Bietigheim-Bissingen (ausführende Baufirma)

Jahr

2003

Ort

Großbottwar, Kellersrain 12

Konstruktionsmerkmale

Stahlbetonbauweise

Preise

BDA-Preis 2005

Beschreibung

"Die langgestreckte, breit gelagerte Horizontale, die niedrigen, eng mit dem Boden verbundenen Volumen,
die weiten Überstände und flach geneigten Dächer kommunizieren mit der Landschaft".

Das Gebäude befindet sich am Eingang eines kleinen Industriegebiets, gelegen am Ortsrand eines historischen Weinortes in der Nähe von Stuttgart. Auf der einen Seite prägen lieblos dahin gestreute Industriehallen und Fertighäuser die Situation, auf der anderen Seite wunderschöne Wiesen und Wälder, die Berge Wunnenstein, Köchersberg und Forstberg sowie der herrliche Blick auf Schloss Lichtenberg.

Das neue Gebäude ist ein Solitärbau. Es hat mit der gebauten Struktur des Umfelds nichts zu tun. Es entwickelt sich vielmehr aus der Aufgabe selber und steht im Dialog mit der Landschaft.

Das topographisch interessante, sechs Meter abfallende Grundstück führte zur Idee der "Erdfalte", in die sich die Industrie hinein schiebt, beziehungsweise deren Natur sich mit ihrem Grün über die Industrie zieht. Gleichzeitig soll der besondere Charakter des Ortes versinnbildlicht werden - als Ort des Arbeitens und Wohnens ist er voller Unterschiede und Gegensätze. Während die Industrie mit den Attributen wie rauh, funktional und repäsentativ belegt wird, soll der Auftritt des Wohnes behaglich, warm und leger sein - Nadelstreifenanzug und Freizeitlook, zwei differenzierte Welten innerhalb einer formalen und strukturellen Einheit.

Der Industriebereich ist nach Norden ausgerichtet, orientiert sich zur Straße, hin zur "weiten Welt" und öffnet sich dem Kunden mit transparenter Glasfassade. Mit seinen strengen geometrischen Formen hebt sich der Gebäudekörper im vorderen Bereich leicht über das Gelände, während die Rückseite der Halle komplett im Erdreich eingebunden ist. In Verbindung mit der rauhen Anmutung des Betons prägen industriell vorgefertigte Produkte und Materialien das Bild.

Für den nach Süden orientierten Wohnbereich sind dagegen handwerkliche, individuelle Produkte und Materialien charakteristisch. Das Wohnen gliedert sich in zwei Bereiche. Den Mittelpunkt des Hauses definiert ein kleiner, verglaster Innenhof - der so genannte Bambusgarten. Er ist das Bindeglied zwischen dem großen, transparenten Kommunikationsbereich und den Rückzugsbereichen, allesamt kleinere und niedrigere Räume mit geschlossenen Fassaden. Mit seiner freien geometrischen Form nimmt das Wohngebäude den Kontext zur Landschaft auf und schafft vielfältige räumliche Blickbeziehungen.

Beton

Alle Bauteile sind vor Ort in Stahlbetonbauweise B35 bzw. B55 errichtet, wobei im Verwaltungs- und Wohnbereich Stahlstützen aus ST 52 zur Lastabtragung verwendet wurden. Die Decke über der Produktionshalle ist weit auskragend, bis
ca. 8m, deshalb ist dieser Deckenbereich zur Beschränkung der Verformung vorgespannt ausgeführt. Die Aussteifung des Gebäudes erfolgt über Stahlbetonwände bzw. -kerne. Die Gründung erfolgt über Bohrpfähle die sämtliche Belastungen in die tragfähigen Bodenschichten abtragen. Die Bodenplatte der Produktionshalle ist freitragend über die Pfähle gespannt. Alle Fertigbodenbeläge sind zementgebundene Verbundestriche, die mit farbigen Pigment bzw. Hartstoffzuschlägen versetzt sind.

Bildnachweis: Finckh Architekten BDA, Stuttgart

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