Lernen im Betonkleid

Volksschule Leopoldinum in der Smart City, Graz

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DämmungFertigteileOrtbeton

Architekt

Alexa Zahn Architekten, Wien

Bauherr

Stadt Graz, vertreten durch GBG

Projektbeteiligte

GP Management: integral Ziviltechniker GmbH, Graz
Statik: Werkraum Ingenieure ZT GmbH, Wien
TGA HKLS: teamgmi Ingenieurbüro GmbH, Wien
TGA Elektro: Kubik Project GesmbH, Gießhübl
Bauphysik: Dr. Pfeiler GmbH, Graz
Brandschutz: Norbert Rabl Ziviltechniker

Jahr

2019

Ort

Graz, Österreich

Konstruktionsmerkmale

Zweischaliger Wandaufbau: Stahlbetonmassivbau mit vorgehängten Betonfertigteilen

Besonderheiten

Zusammenspiel aus Massivität und Bewegung

Beschreibung

Graz wächst. Um der wachsenden Bevölkerung ein lebenswertes Umfeld zu verschaffen, entstehen bis 2030 an fünf Standorten sogenannte Smart Cities, Stadterweiterungen also, die unter Berücksichtigung der aktuellsten Standards für Energietechnik und Bau ressourcenschonend, energieeffizient und emissionsarm entwickelt und genutzt werden sollen. Eins der ersten Viertel mit Modellcharakter wächst bereits seit einigen Jahren nördlich des Hauptbahnhofs und soll mit 3.000 Menschen ungefähr die Anzahl an Bewohnern aufnehmen, um die die Stadtbevölkerung jährlich zunimmt.

In lebendigen Quartieren stellen Bildungsangebote zentrale Bausteine dar. Um dem Anspruch einer Smart City gerecht zu bleiben, wurde für eine Grundschule mit zwölf Klassen ein internationaler, EU-weiter, zweistufiger Wettbewerb veranstaltet. Von 74 Einreichungen gelangten zehn in die zweite Runde; im Herbst 2015 entschied sich die Jury für den Entwurf von Alexa Zahn Architekten aus Wien. Der erste Bauabschnitt, die Volksschule Leopoldinum, wurde vier Jahre später eingeweiht. (In einem zweiten Bauabschnitt wird noch eine Mittelschule entstehen.)

Die Schule steht an der Hauptachse des Viertels. Der steingraue Bau tritt zunächst monolithisch auf; bei näherer Betrachtung gerät er aber durch unterschiedlich hohe Gebäudeteile und dezent springende Fensterformate in Bewegung. Ein zweigeschossiger Körper ist aus der Straßenflucht nach hinten geschoben; so entsteht ein einladender Vorplatz mit einer eindeutig ablesbaren Eingangssituation. Drinnen gelangt man fast unmittelbar in das Zentrum der Schule, die doppelgeschossige Schulhalle, die von einer Mensa und einer Bibliothek gefasst wird und zwischen dem Vorplatz im Osten und den Freiflächen im Westen vermittelt. Der Bezug nach außen findet sich als Leitmotiv im gesamten Bau: Die Unterrichtsbereiche sind nach dem Lernhaus-Prinzip clusterartig angeordnet und haben alle direkten Zugang zu Terrassen, die mal als Spielfläche, mal als Forscherterrasse dienen.

Beton

Dem Stahlbetonmassivbau in Ortbeton mit einer mineralischen Außendämmung sind circa zwölf Zentimeter starke Betonfertigteile vorgehängt. Deren Modulstruktur ist deutlich ablesbar; insgesamt entsteht dadurch – unterstützt durch die Anordnung der Fenster – ein ausgewogener Rhythmus aus vertikalen und horizontalen Elementen. Die Oberflächen haben durch die unterschiedliche Behandlung (grob gewaschen, fein gewaschen und sandgestrahlt) unterschiedliche Texturen; „das verleiht der Fassade eine lebendige Optik“, erläutert Alexa Zahn. Zudem garantiert das robuste Material die Langlebigkeit des Gebäudes – keine zufällige Entscheidung in einem Umfeld, das nach Grundsätzen der Nachhaltigkeit gebaut wird.

Quelle

Christina Gräwe für EINSATEAM

Bildnachweis: Fotos: Hertha Hurnaus, Wien / Pläne: Alexa Zahn Architekten, Wien

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