Wärmedämmende Leichtbetonfassade

Lofthaus UFO in Frankfurt

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FassadeLeichtbetonOberflächeWände

Architekt

Dietz Joppien, Frankfurt

Bauherr

Ardi Goldman, Frankfurt

Projektbeteiligte

Büro Grünzig, Bad Homburg (Bauleitung); Phaidon Kostic, Frankfurt (Tragwerksplanung)

Jahr

2004

Ort

Frankfurt am Main, Carl-Benz-Straße 35

Beschreibung

Der Neubau eines Loft- und Gewerbegebäudes befindet sich im Frankfurter Stadtteil Fechenheim auf dem Grundstück einer ehemaligen Lagerhalle. Auf einem streng gleichschenkligen dreieckigen Grundriss bildet der einfache geometrische Baukörper durch Klarheit, Maßstäblichkeit und Materialität einen starken Kontrast zu dem visuellen Chaos des umliegenden Industriegebietes. Als Fix- und Orientierungspunkt liegt das Gebäude wie eine Betonskulptur an der Kreuzung zweier viel befahrener Durchgangsstraßen und erhebt sich einer Landmarke gleich aus der extrem heterogenen Umgebung vielgestaltiger Blechhallenansammlungen und ungegliederter Rest- und Unräume im industriell geprägten Frankfurter Osten.

Oberstes Ziel bei der Konzeption dieses modernen Gewerbehauses war die Bereitstellung einer effizienten anpassungsfähigen Struktur. Möglichst alle Anforderungen eines sehr weit gespannten potenziellen Nutzerspektrums aus den Bereichen Gewerbe, Handwerk und Dienstleistung sollten erfüllt werden - gleichzeitig sollten die Wünsche nach Adressbildung, Prägnanz und kommunikativer städtischer Atmosphäre erfüllt werden.

Sämtliche Geschossebenen sind durch hohe Nutzlastauslegung, große Deckenhöhen und weite Stützweiten gekennzeichnet. Ein dichter Rhythmus von ausreichend dimensionierten vertikalen Installationsschächten bietet leichten Zugang zu den jeweiligen Bereichen. So sind eventuell notwendig werdende Nachinstallationen jederzeit möglich. Sämtliche Installationstrassen verlaufen sichtbar, wodurch Umbaumaßnahmen ebenfalls schnell und kostengünstig ausgeführt werden können.

Das System der Laubengangerschließung ermöglicht freie Wahl beim Zuschnitt der Gewerbeeinheiten von 87 bis 1.200 m². Drei Erschließungskerne mit Treppen und Personen-/Lastenaufzügen verbinden jede Nutzungseinheit mit Eingängen und Ladebereichen. Das flächig überbaute Erdgeschoss mit dem durch eine weit gespannte Kuppel überwölbten zentralen Innenraum ist weitgehend einer Sondernutzung vorbehalten. Sie ergänzt das vorherrschende gewerbliche Nutzungsspektrum aus Kultur, Unterhaltung und Gastronomie.

Beton

Das Gebäude erhält seine physische Robustheit durch seine fugenlose monolithische Fassadenkonstruktion aus Leichtbeton, der Sichtbetonoberfläche und einer vollkommen regelmäßigen Perforation mit einem einzigen immer wiederkehrenden Öffnungsformat.
Der Leichtbeton für die 50 cm tiefe Außenwand wurde mit porösen Zuschlagstoffen versehen und besitzt alle notwendigen wärmedämmende Eigenschaften. Die Konstruktion kommt dabei ohne Ankerlöcher, Dehnungsfugen oder Dreikantleisten für die Betonierabschnitte aus. Der Beton wurde betont ruppig mit Schlieren, Verfärbungen und rauen Oberflächen ausgeführt.

Die rauhe Betonschale öffnet sich in ihrem Inneren zu einem ruhigen, transparent gestalteten Innenhof, der weitgehend abgeschottet von der unwirklichen Umgebung das kommunikative Zentrum des Gebäudes bildet und sich abgetreppt zum Himmel öffnet. Umlaufende, üppig dimensionierte Laubengänge und vollständige Verglasung der Fassadenflächen auf sämtlichen Geschossen bilden das innere Gegenstück zur äußeren kompakten Geschlossenheit.

Quelle

Baunetz Wissen Beton

Bildnachweis: Eibe Sönnecken, Darmstadt

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