Schwungvolles Innenleben aus Sichtbeton

Loft Panzerhalle in Salzburg

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Architekt

smartvoll, Wien (Philipp Buxbaum und Christian Kircher mit Olya Sendetska, Tobias Colz, und Simona Slavova)

Bauherr

Panzerhalle Salzburg

Projektbeteiligte

Spiluttini Bau, St.Johann/Pongau (Bauunternehmen); Marius Project, Salzburg (Tragwerksplanung)

Jahr

2015

Ort

5020 Salzburg, Siezenheimerstr. 39 A-D

Beschreibung

Eine spektakuläre Wohnung für ein außergewöhnliches Bauwerk haben Smartvoll Architekten aus Wien entworfen. In die ehemalige Panzerhalle der Struberkaserne im Salzburger Stadtteil Maxglan fügten sie eine offene Raumflucht mit skulpturaler Sichtbetontreppe als Mittelpunkt. Die Halle selbst ist eines der wenigen Relikte des einstigen Militärareals, auf dem die meisten Armeebauten inzwischen abgerissen und durch neue Wohnhäuser ersetzt wurden. Auch die 1939 errichtete Halle sollte weichen – dann fanden sich jedoch Investoren, die den riesigen Bau erhalten wollten und umbauen ließen.

Mittlerweile sind eine Markthalle, verschiedene Gewerbe und Büros eingezogen. Darüber sitzt im obersten Geschoss das Loft Panzerhalle. Eigentlich besteht es nur aus einem einzigen Raum – der allerdings ist sehr weitläufig und bis zu acht Meter hoch; durch Wände getrennt sind lediglich zwei Bäder. Entlang der Längsseiten verlaufen geschwungene Galerien, die von V-förmigen Stützenpaaren getragen werden. Im Zentrum der Wohnung steht die Treppe, die alle Zonen miteinander verbindet. Darunter ist eine sieben Meter lange Küchenzeile eingebaut, deren schwarze Oberflächen sie schwer im Raum ruhen lassen. Dazu kommen ausgefallene Details wie etwa die gläserne Duschkabine, die im Obergeschoss vom Bad aus in den Wohnraum ragt, oder die speziell für dieses Projekt gefertigte Badewanne, die sich in eine höhlenartige Nische schmiegt. Zwei eingeschnittene Balkone, für deren Gestaltung sich die Architekten von Zen-Gärten inspirieren ließen, erweitern die Wohnung in den Außenraum.

Beton

Helle Sichtbetoneinbauten prägen den großen offenen Raum. Sie harmonieren sowohl mit dem bestehenden Mauerwerk der Giebelwände, als auch mit dem erneuerten, weiß lasierten Dachtragwerk. Als erster Arbeitsschritt wurde eine Geschossdecke eingezogen, darauf die Betonstützen gestellt. Diese tragen die Dachflächen mit, die innen in die geschwungenen Galerien übergehen. Mit Ausnahme der Treppenstufen wurde für alle Bauteile ein Beton der Festigkeitsklasse C30/37 mit einem Größtkorn von 16 mm verwendet. Im Bereich der Auskragungen brachte man ein Hohlkörpersystem aus Kunststoff zwischen die Bewehrungslagen ein, um Gewicht einzusparen. Da eine gleichbleibende Optik gefordert war, musste der Transportbeton durchgehend aus demselben Lieferwerk stammen, der Zement durfte nicht gewechselt werden.

Die Stützen wurden mit Dreischichtplatten geschalt. Für die Galerien und den Treppenlauf war eine Unterkonstruktion aus Holz erforderlich, die mit beschichteten und daher sehr glatten Schaltafeln (Dicke je 4 mm) belegt wurden. Um unschöne Stellen und Grate zu vermeiden, wurden die Fugen zwischen den Schalelementen mit Silikon abgedichtet und abgezogen. Für die Treppenstufen kam ein selbstverdichtender Beton der Festigkeitsklasse C35/45 mit einem Größtkorn von 8 mm zum Einsatz. Jede Stufe wurde einzeln in Handarbeit per Kübel erstellt, die Gehflächen abschließend geschliffen und mit einem farblosen Mittel hydrophobiert. -chi

Quelle

Baunetz Wissen Beton

Bildnachweis: Tobias Colz / smartvoll, Wien

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