Balkenbrücke in Sichtbetonqualität

Kulmbachtalbrücke A6 bei Nabburg

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Bauherr

Bundesrepublik Deutschland
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Projektbeteiligte

DYWIDAG Bau GmbH (Ausführung); PERI GmbH (Schalung und Gerüste); Werk Burglengenfeld, HeidelbergCement (Zement); TBG Naabbeton - eine Beteiligung von Heidelberger Beton (Beton)

Jahr

2008

Ort

Nabburg, Landkreis Schwandorf zwischen Amberg und Pfreimd, Bundesautobahn A6

Beschreibung

Die Bundesautobahn A6 führt von Saarbrücken über Mannheim und Nürnberg nach Amberg. Als europäische E50 stellt sie dabei auch eine wichtige Verbindungsader zwischen der französischen und der tschechischen Hauptstadt dar – von Paris nach Prag sind es etwa 1.000 km. Seit Juni 2004 wird die letzte, 20 km lange Lücke zwischen der Anschlussstelle Amberg-Ost und dem Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald geschlossen. Die Inbetriebnahme soll 2008 erfolgen.

Beton

Mit 515 Metern ist die Kulmbachtalbrücke bei Nabburg in Bayern das längste Bauwerk dieses wichtigen Bauabschnittes. Die Stahlbetonbrücke ruht auf insgesamt acht Pfeilerpaaren, die eine Höhe von 33 Metern erreichen. Die Pfeiler sind im Grundriss als unregelmäßiges Achteck ausgeführt und weisen an den schrägen Seiten eine von unten nach oben veränderliche Nut auf. Am Übergang zwischen Pfeilerschaft und Auflagerfläche der Brücke gehen die fünf Meter hohen Pfeilerköpfe von der Achteck- in eine Rechteckform über. Der Schalungs- und Gerüstspezialist PERI konnte für diese anspruchsvollen Pfeilerformen eine wirtschaftliche Ausführungslösung anbieten. Dazu kombinierten die Ingenieure mietfähige Standard Träger-Wandschalungselemente für die Stirnseiten und speziell vorgefertigte Elemente für die Schrägseiten. In einem modernst ausgestatteten Abbundbetrieb wurden die Schalungselemente fix und fertig in transportfähige Einheiten vormontiert. Das Baustellenteam konnte diese vor Ort einfach und schnell zusammen setzen. Die Schalung war so konzipiert, dass sich die Anpassung an die einzelnen Betoniertakte leicht und Zeit sparend durchführen ließ. In Betoniertakthöhen von fünf Metern wurden die Schäfte auf bis zu 30 m Höhe geklettert. Mit Hilfe der bewährten CB Klettertechnik ließen sich Pfeilerschaftschalung und Klettergerüst gemeinsam mit nur einem Kranhub Zeit und Kosten sparend umsetzen. Eine an den Bauablauf angepasste Betoniertaktfolge ermöglichte der Baustelle, alle Pfeilerschäfte mit nur zwei Schalungssätzen wirtschaftlich herzustellen. Die Pfeilerköpfe wiesen mit dem Übergang von der achteckigen in eine rechteckige Grundrissform eine ebenfalls anspruchsvolle Geometrie auf. Mit Hilfe der auf hohe Belastungen ausgelegten Sperren-Kletter-Schalung wurden die Kräfte aus dem Frischbetondruck über Konsolen in die Gerüstverankerung sicher in das Bauwerk geleitet. Mit nur einem Schalungssatz ließen sich alle 16 Köpfe maßgenau und in Sichtbetonqualität erstellen. Auch an den Widerlagern fand ein variables Träger-Wandschalungssystem Verwendung. Ein hoch tragfähiger Gitterträger erlaubt das Schalen von massiven Abmessungen. Die stufenlose Elementverbindung erfolgt über Stahlriegel und Kupplungen mit Langlochreihen und sorgt dabei für dichte Elementstöße. Für die über zwölf Meter hohen, in zwei Abschnitten herzustellenden Widerlagerwände wurde ein spezielles Modulgerüstsystem entwickelt. Es diente einerseits als Traggerüst zum Aufstellen der zweiten Schalungslage, andererseits als Arbeitsgerüst zum Bedienen der Anker und Verbindungselemente. Gleichzeitig bot das Gerüst aber auch eine sichere Plattform zum Bewehren und zum Einbringen des Betons in die Schalung.

Bildnachweis: PERI GmbH (1-3) ; Heidelberger Beton GmbH (4,5)

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