Maison du Béton in Zwickau

Klare Geometrie aus hellem Sichtbeton

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BewehrungFugenOberflächeSichtbeton

Architekt

atelier st (Schellenberg Thaut GbR, Freie Architekten BDA), Leipzig

Bauherr

Heike Hochmuth und Gerd Pönisch

Projektbeteiligte

Heidelberger Beton, Zwickau (Beton); Deutsche Doka Schalungstechnik, Maisach (Trägerschalung); Westag & Getalit, Rheda-Wiedenbrück (Schalplatten)

Jahr

2008

Ort

Zwickau OT Cainsdorf

Beschreibung

Das Wohnhaus aus Sichtbeton sticht hervor in der Gemeinde Cainsdorf bei Zwickau. Hell und scharfkantig setzt es sich selbstbewusst von der Landschaft und der Nachbarbebauung ab und integriert sich dennoch durch seine stimmigen Proportionen in das Gesamtgefüge. Das Leipziger Architekturbüro Atelier st konzipierte das Haus als monolithischen Baukörper mit einer Grundfläche von etwa 13 x 10 Metern.

Charakteristisch ist die polygonale Ausformung der Wandflächen mit ihren großen Fensteröffnungen. Auskragungen bzw. Vor- und Rücksprünge mit bis zu sieben Metern Länge strukturieren die Fassade. Diese sind im Kontrast zum Sichtbeton mit einbrennlackierten Aluminiumtafeln verkleidet, die als vorgehängte, hinterlüftete Fassade ausgebildet wurden. Ebenso bestehen die Fensterelemente aus Aluminium, hellbronze eloxiert.

Aufgrund seiner Hanglage liegt der teilunterkellerte Teil mit Garage und Hauswirtschaftsraum zu ebener Erde. Im Erdgeschoss befinden sich Wohnen, Küche, Foyer und ein weiteres Zimmer; im Obergeschoss die Schlafräume, eine Ankleide, das Bad sowie eine Galerie mit Luftraum zum Wohnzimmer. Im Inneren überwiegen eher weiche und natürliche Materialien wie dunkles Holz und heller Naturstein. Wände und Decken sind weiß verputzt.

Auf lose Möbel kann zu einem großen Teil verzichtet werden, da die Architekten die erforderlichen Stauräume als Einbaumöbel Platz sparend in die Wandflächen integrierten. Ebenso von den Architekten entworfen wurden die Küche und die großformatigen Türen. Mit ihren lackierten und zum Teil farbigen Oberflächen passen sie perfekt in das Gesamtkonzept des Hauses. Für den Boden im Ergeschoss wählten die Planer helle Travertinplatten, im Obergeschoss wurde ein Parkettbelag der Holzart Iroko verlegt.

Beton

Die beeindruckende Sichtbetonqualität wurde durch große Sorgfalt, exakte Vorgaben der Planer sowie die gute Zusammenarbeit aller Baubeteiligten erreicht. Der zweischalige Wandaufbau mit druckfester Kerndämmung setzt sich aus einer Vorsatzschale von 15 cm, einer Wärmedämmung von 10 cm, der 20 cm dicken tragenden Wand und einem Kalkgipsputz mit Anstrich auf Malervlies zusammen.

Die schlank dimensionierte Vorsatzschale wurde als Sichtbetonklasse SB 3 festgelegt und mit zweilagiger konstruktiver Bewehrung ausgeführt. Verwendet wurde ein hoch fließfähiger Beton mit der Konsistenz F6 und einem Größtkorn von 8 mm. Um die gleichmäßige Oberfläche nicht durch Dehn - und Dilatationsfugen zu unterbrechen, wurde die Anzahl von Edelstahldornen und -hülsen erhöht und die Fugenbreite auf maximal 8 mm reduziert. Aufgrund der doppelten Bewehrung und des minimalen Querschnitts wurden sehr kleine Betonierabschnitte mit 1,5 bis 4,5 m³ gewählt.

Ebenfalls größte Sorgfalt wurde auf die Ausbildung der Kanten und Fugen gelegt. Besonderes Augenmerk galt der Dichtigkeit der Schalung und der später sichtbaren, individuell gefertigten Ankerlöcher mit Schattennut. Zum Einsatz kam eine speziell angefertigte Trägerschalung sowie Schalplatten mit extrem glatter Oberfläche und nicht saugender Schalhaut. Da die Platten weder Schalöl noch Trennmittel benötigen, gewährleisten sie eine saubere Betonoberfläche.

Quelle

Baunetz Wissen Beton

Bildnachweis: atelier st, Leipzig

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Bewehrung Fugen Oberfläche Sichtbeton

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