Bücherregal aus Beton

Hochschulbibliothek HTW Dresden

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FarbeFertigteileFeuchteschutzMatrizenOberfläche

Architekt

Reimar Herbst Architekten und Angelika Kunkler, Berlin

Bauherr

Freistaat Sachsen vertreten durch den Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement Dresden II

Projektbeteiligte

Schweitzer Ingenieure, Dresden (Statik, tragende Konstruktion); Herrmann Geithner Söhne, Wilhelmshaven (Statik, Ausführung Betonfassade); Strabag, Dresden (Bauausführung)

Jahr

2006

Ort

Dresden, Andreas-Schubert-Strasse 8

Besonderheiten

Bräunlich-olivgrüne Färbung durch natürlichen Zuschlag und Farbpigmente

Beschreibung

Der Neubau der Hochschulbibliothek auf dem Campusgelände der HTW Dresden schafft mit seinem präzisen Baukörper einen einprägsamen Ort. Als „geistige Mitte der HTW“ (Architekten) verbindet das Gebäude nicht nur sinnbildlich, sondern auch baulich die benachbarten Hochschulgebäude zu einem Ensemble. Die Bibliothek fasst den Straßenraum und definiert eine öffentliche Freifläche, die der Anlage eine repräsentative Adresse verschafft.

Mit ihrem Entwurf greifen die Architekten die kleinteilige Maßstäblichkeit auf, die ein benachbarter Erweiterungsbau zuvor geschaffen hatte. Der freistehende viergeschossige Neubau öffnet sich mit seinen Fensterflächen nach innen, zum Atrium hin. Dieses schafft im Gebäudeinneren einen Eindruck von Transparenz und Offenheit und übernimmt darüber hinaus wichtige Raumklima regelnde Funktionen. Nach außen hin greifen die Architekten in der Fassadengestaltung auf das Bild eines Bücherregals zurück. Tiefe Fensteröffnungen mit innenbündigen Fenstern profilieren die Außenfassade wie Bücher in einem Regal.

Beton

Die Fassade aus großformatigen Betonfertigteilelementen aus B45 mit einer maximalen Abmessung von 4,50 x 3,945 m wird über offene Schein- und Stossfugen strukturiert. Die U-förmig umlaufende Leibungstiefe von 42 cm führt zu einer großen Plastizität. L-förmige Winkelelemente bilden die Fassadenecken aus.

Für die Ausformung der Betonfertigteile arbeitete das Team aus Architekten und Mitarbeitern des Betonwerks in einem intensiven Entwicklungsprozess zusammen. Sie experimentierten mit unterschiedlichen Zuschlägen, Pigmentanteilen und Mischverfahren bis die gewünschte bräunlich-olivgrüne Farbe und Oberflächenstruktur mit Sand, natürlichem grünen Zuschlag und Farbpigmenten erreicht war. Die fertigen Oberflächen der Elemente wurden Stück für Stück gesandstrahlt. Die gröberen Strukturen im Sockelgeschoss entstanden durch Matrizeneinlagen in der Schalung. Durch abschließendes Hydrophobieren wurden die Oberflächen wasserabweisend gemacht.

Quelle:

Bildnachweis: Lothar Sprenger, Dresden, Lageplan: Reimar Herbst Architekten

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