26.05.2021

Mikroben aus Beton?!

Betonskulpturen in Leipzig

In Leipzig hat das Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung seine Arbeit aufgenommen. Ca. 100 Forscher erarbeiten wissenschaftliche Grundlagen für den nachhaltigen Umgang mit der Biodiversität der Erde – Artenvielfalt, genetische Vielfalt, Vielfalt an Ökosystemen. Für die Vorplatzgestaltung des Gebäudes wurde ein Kunstwettbewerb ausgelobt, bei dem sich der Entwurf der Künstlergruppe „Nachbars Garten“ (Enne Haehnle, Elisabeth Howey und Kay Zimmermann aus Halle und Leipzig) durchsetzte.

Die Künstler gliederten den Vorplatz mit großzügigen Pflanzinseln. Dazu gesellen sich Betonskulpturen – vergrößerte Kleinstlebewesen aus dem Boden. Die Mikroorganismen aus Beton sind 1,2 bis 2,4 m lang und gruppieren sich in „Familien“. Die Gussformen für die Skulpturen wurden von Gipsmodellen abgeformt. Verwendung fand ein heller Beton C30/37. Die Betonoberflächen sollten nicht zu glatt sein. Langfristig ist eine Besiedlung der Betonoberflächen mit Flechten und Moosen durchaus erwünscht. In den Zwischenräumen sollen sich auch größere Pflanzen (z. B. Wildkräuter und -stauden) durch Samen umliegender Pflanzen natürlich ansiedeln. Die 40 Betonskulpturen tragen damit zur Vergrößerung der Biodiversität auf dem Vorplatz des Forschungsgebäudes bei. Das IZB unterstützte die Umsetzung des Wettbewerbsentwurfs durch Hilfestellung bei der betontechnologischen Realisierung.

Fotos: Thomas Richter

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