
27.07.2026
Leichtbeton bei Krankenhausneubau
Dachfundamente mit Mehrwert
Das Dach des neuen Krankenhausgebäudes in Koblenz bietet Platz für Haustechnik wie Lüftung und Kühlung. Bildnachweis: BFM Wiesbaden
Leichtbeton entlastet Tragwerk bei Krankenhausneubau
Geringes Eigengewicht bei gleichzeitig hoher Tragfähigkeit: Diese Eigenschaften machen Liapor-Leichtbeton zur geeigneten Lösung für die Fundamente der technischen Gebäudeausrüstung auf dem Dach des neuen Operations- und Funktionsgebäudes des BundeswehrZentralkrankenhauses (BwZK) Koblenz. Insgesamt spart der dafür verwendete Leichtbeton im Vergleich zu Normalbeton 23 Prozent Gewicht ein und trägt so auch zur Baukostenreduzierung bei.
Beim Neubau des Operations- und Funktionsgebäudes des Bundeswehrzentralkrankenhauses (BwZK) Koblenz sind wichtige Bestandteile der Haustechnik, wie Lüftungs- und Kühlanlagen, auf dem Dach platziert. Sie gewährleisten das reibungslose Funktionieren des Gebäudes. „Um die Aggregate bedarfsgerecht positionieren zu können, mussten wir mit 20 Fundamenten das jeweilige Gefälle der Dachschräge ausgleichen“, erklärt B.Eng. Johannes Giebeler von der FAAG Technik GmbH aus Frankfurt am Main, die in einer Bietergemeinschaft mit wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh die Planung verantwortet. „Wichtig war dabei, das Gewicht so gering wie möglich zu halten, um die sieben darunterliegenden Stockwerke statisch möglichst wenig zu belasten. Die Verwendung von Leichtbeton trägt nun dazu bei, Kosten zu sparen, die sonst für die nötige Durchstützung angefallen wären.“
Weniger Gewicht spart Baukosten
Gegenüber einer Ausführung in Normalbeton kombiniert die Umsetzung mit Leichtbeton hohe Tragfähigkeit und geringes Eigengewicht und ermöglicht damit eine technisch leistungsfähige und zugleich wirtschaftliche Lösung. „Durch die Verwendung von Leichtbeton konnten so 66,75 Tonnen eingespart werden“, so John Allef von der CityMix Beton GmbH aus Spessart, die den Liapor-Leichtbeton produzierte und lieferte.
Passgenau dimensioniert
Insgesamt wurden für die Erstellung der Fundamente 125 Kubikmeter Liapor-Leichtbeton der Druckfestigkeitsklasse LC30/33D1.8 verarbeitet. Passgenau für die späteren technischen Aufbauten dimensioniert, weisen sie je nach Anforderung Abmessungen von etwa ein mal zwei bis vier mal zehn Metern auf. Die tragfähigen Höhen liegen zwischen 20 und 30 Zentimetern. Die Ausführung der Arbeiten übernahm die Wilhelm Pretzer GmbH & Co. KG aus Koblenz. Der Einbau des Leichtbetons erfolgte in zwei Bauabschnitten zwischen September 2024 und Februar 2025. Mithilfe eines Mobilkrans und Schüttkübels konnte der Leichtbeton präzise auf der Dachfläche eingebracht werden. Danach erfolgte sukzessive die Montage der technischen Anlagen auf den Fundamenten.
Zukunftsfähige Gesundheitsversorgung
Auf einer Nutzfläche von rund 19.800 Quadratmetern bietet der Neubau des Operations- und Funktionsgebäudes Raum für 16 moderne Operationssäle, eine Pathologie, eine Herstellungsapotheke, eine Radiologie, eine zentrale interdisziplinäre Notaufnahme mit intensivmedizinischen Stationen sowie weitere spezialisierte Funktionsbereiche. Ein Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach ermöglicht eine schnelle Versorgung von Schwerverletzten. Der Neubau ist Teil einer umfassenden Modernisierung des BundeswehrZentralkrankenhauses Koblenz. Seit 2006 ist das Krankenhaus eines von fünf notfallmedizinischen Zentren des Landes Rheinland-Pfalz und fungiert zudem als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Bonn sowie der Universitätsmedizin Mainz.
Mit Investitionen von rund 286 Millionen Euro werden die Voraussetzungen für einen langfristig leistungsfähigen und zukunftssicheren Krankenhausbetrieb geschaffen. Bauherr ist das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) mit seinem Kompetenzzentrum Baumanagement in Wiesbaden. Die Fachaufsicht liegt beim Amt für Bundesbau in Mainz, während die Baudurchführung durch den Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung Rheinland-Pfalz, Niederlassung Koblenz, erfolgt.
Quelle: Liapor GmbH & Co. KG

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