23.10.2018

Beton für Skatepark

Paradies für Bonner Skater mit gefärbtem Beton

© Foto: Nathan Dreessen

In der Beueler Rheinaue öffnete Anfang August 2018 nach nur knapp halbjähriger Bauzeit Deutschlands grünster Skatepark seine Tore. Dafür kamen Zement und Beton von Dyckerhoff zum Einsatz.

© Foto: Nathan Dreessen
© Foto: Nathan Dreessen

Auf dem insgesamt 4.500 m² großen Gelände der ehemaligen Jugendverkehrsschule steht begeisterten Skatern, BMX-Fahrern, Inline-Skatern und Stunt-Rollern nun ein großzügiges Domizil für ihr Hobby zur Verfügung. Vorher mussten sie dafür lange Wege bis nach Köln oder Düsseldorf aufnehmen.

Bauherr und Betreiber des Parks ist der Bonner Verein SuBCulture, gegründet 1987 zur Förderung der Jugend- und Subkultur in der Bonner Region. Alle Vereinsverantwortlichen engagierten und engagieren sich sehr für den neuen Skatepark, der in drei Abschnitten gebaut wird, allen voran der erste Vereinsvorsitzende Philpp Nehren. Viele Jahre hatte man bereits nach einem passenden Standort gesucht. Mittlerweile ist der erste Abschnitt „Street“, ein Parcours mit Stufen, Geländern und Hindernissen auf einer Fläche von 900 m², in Betrieb. Ein großer Parkplatz, eine schnelle Autobahnanbindung sowie eine Bus- und Stadtbahnhaltestelle in unmittelbarer Nähe machen den Standort zudem attraktiv für Besucher, die nicht „um die Ecke“ wohnen.

Doch vor der Eröffnung standen Planung und Bau: Das Kölner Planungsbüro Landskate (LNDSKT), welches auf nachhaltige Skateparks spezialisiert ist, konzipierte einen State-of-the-Art-Skatepark mit 2.250  m² großer Skatefläche eingebettet in eine 1.600  m² große Grünanlage.

Auch bei der Bauausführung waren Spezialisten am Werk. Das Kieler Unternehmen Anker Rampen fertigte alle Anlagenteile vor Ort in Handarbeit. Dafür musste der Beton eine besondere Feinheit besitzen und besonders leicht zu verarbeiten sein. Verwendet wurde daher ein feinkörniger Stahlbeton der Festigkeit C35/45 und Ausgangskonsistenz F2 mit einer Korngröße von bis zu 8 mm. Für den Bau einiger Anlagenelemente war zudem Spritzbeton erforderlich. Um das Produkt pumpfähig zu machen, wurde die Konsistenz durch Zugabe eines Fließmittels vor Ort auf F3 erhöht. Die Dyckerhoff Betonwerke Hennef und Bornheim-Hersel der Niederlassung Rhein-Ruhr lieferten insgesamt etwa 120 m³ Beton dieser Spezialrezeptur auf Basis eines Zements der Güte CEM III/A 42,5 N aus dem Dyckerhoff Werk Neuwied. Zu der dynamischen und modernen Optik tragen u.a. die anthrazitfarbenen Elemente aus mit Bayferrox 360-Schwarzpigmenten eingefärbtem Stahlbeton bei. Die davon zusätzlich benötigten 50 m³ lieferte ausschließlich das Werk in Hennef.

Der neue Skatepark soll die Bedürfnisse von unterschiedlichsten Nutzergruppen und Leistungsniveaus erfüllen. Deshalb sind noch zwei weitere Anlagen geplant: die „Bowl“, eine halbkugelförmige Einlassung in den Boden auf 650 m² sowie der „Pumptrack“, ein 700 m² großer Hügelparcours. Das ganze Vorhaben soll lt. Angaben des Betreibers bis 2020 fertiggestellt sein. Dann werden auch andere Veranstaltungen wie etwa Contests oder Konzerte auf dem Gelände stattfinden.

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