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29.04.2026

Bau einer Photovoltaik-Anlage

Im Steinbruch Hannover

Startschuss für Kooperation zur Nutzung nicht mehr genutzter Flächen für erneuerbare Energie

• Großflächige Photovoltaik (PV)-Anlage liefert künftig 25 MW Leistung für Zementwerk Hannover
• Projekt als Ausgangspunkt für schrittweise Entwicklung weiterer PV‑Projekte auf bergwerklich nicht mehr genutzten Flächen
• Kooperation zwischen Heidelberg Materials Deutschland, WI Energy GmbH und der Talanx Gruppe

Mit einer Kooperation treibt Heidelberg Materials Deutschland die Nachnutzung nicht mehr genutzter Steinbrüche und Kiesgruben zur Erzeugung erneuerbarer Energie voran. Jüngstes Projekt ist die Errichtung einer großflächigen Photovoltaikanlage im Steinbruch des Zementwerks Hannover in Misburg Süd. Das Vorhaben, das gemeinsam mit WI Energy GmbH und der Talanx Gruppe (über Ampega Asset Management GmbH) realisiert wird, ist als Blaupause für weitere Projekte dieser Art angelegt und soll Erkenntnisse für mögliche zukünftige Vorhaben liefern.

Neue Dimensionen auf ehemaliger Abbaufläche

Im März startete die Installation der PV-Module. „Das Besondere am Projekt in Hannover ist die Größe der zur Verfügung stehenden Fläche“, erklärt Daniel Schmidt, Werkleiter Hannover. „Damit erschließen wir eine neue Dimension der Eigenstromerzeugung am Standort. Die jetzt entstehende PV-Anlage wird eine Leistung von 25 Megawatt bringen und damit rund ein Drittel unseres Strombedarfs im Werk decken.“ Zum Vergleich: Eine Leistung von 25 Megawatt entspricht dabei rund 24 Gigawattstunden Strom pro Jahr – genug, um rechnerisch etwa 7.000 Haushalte jährlich zu versorgen. „Der große Nutzen liegt darin, dass wir den Solarstrom an Ort und Stelle erzeugen und verbrauchen. Dadurch entfällt der Transport über externe Netze nahezu vollständig“, betont Schmidt.  

Beitrag zur Dekarbonisierungsstrategie

Dr. Ines Ploss, Geschäftsführerin der Heidelberg Materials Mineralik DE GmbH, ordnet das Projekt in den strategischen Gesamtkontext des Unternehmens ein: „Durch die perspektivische Nutzung brachliegender Flächen oder Seen eröffnen sich Möglichkeiten, unsere Werke schrittweise mit erneuerbarer Energie zu versorgen und damit einen wertvollen Beitrag zur CO2-Bilanz des Konzerns leisten.“ Als erfolgreiches Beispiel verweist sie auf das bereits abgeschlossene Projekt im unterfränkischen Dettelbach, wo sich auf dem See eines Kieswerks eine schwimmende Photovoltaikanlage befindet.

Kooperation mit WI Energy und Talanx

Vor diesem Hintergrund haben Heidelberg Materials, die Talanx Gruppe (vertreten über Ampega Asset Management) und WI Energy eine langfristig angelegte Industriepartnerschaft gestartet, in deren Rahmen mögliche weitere Photovoltaik-Projekte auf nicht mehr bergwerklich genutzten Flächen des Baustoffkonzerns im gesamten Bundesgebiet geprüft und entwickelt werden sollen. Den Auftakt bildet die PV-Anlage am Standort Hannover, deren Bau im Frühjahr 2026 begonnen hat und die als Referenzprojekt innerhalb der Partnerschaft dient. Als Projektpartner verantwortet WI Energy die vollständige Wertschöpfung – von Planung und schlüsselfertiger Errichtung bis zur langfristigen Stromdirektlieferung und Betriebsführung.

Michael Reichert, Geschäftsführer der WI Energy GmbH: „Wir sind stolz, mit Heidelberg Materials und Talanx zwei starke Partner an unserer Seite zu haben, mit denen WI Energy eine der weitreichendsten GreenTech-Partnerschaften der deutschen Industrie aufbaut. Der erfolgreiche Baustart in Hannover markiert den Auftakt dieser langfristigen Zusammenarbeit – und ist zugleich ein sichtbarer Beweis dafür, dass industrielle Nachnutzung, erneuerbare Energien und institutionelles Kapital in Deutschland zu einer skalierbaren Erfolgsformel zusammenfinden.“

Die Talanx Gruppe investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in die Photovoltaik-Anlagen am Standort Hannover. „Mit diesem Projekt leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung unserer ESG-Ambitionen und unterstützen Heidelberg Materials dabei, seinen CO2-Fußabdruck über eine nachhaltige Eigenstromproduktion zu reduzieren“, sagt Dr. Thomas Mann, Sprecher der Geschäftsführung von Ampega.

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