Haus mit zwei Höfen
Architektur
BÜRO MÜHLBAUER
Bauherr
Privat
Projektbeteiligte
Architektur:
Alexander Mühlbauer
Andreas Mühlbauer
Andreas Josef Mühlbauer BDA
Mitarbeiter Architektur:
Lukas Westner
Landschaftsarchitektur:
Univ.-Prof. Maurus Schifferli BSLA SIA
Tragwerksplanung:
Michael Heubl, Ingolstadt
Kunst am Bau:
Hans Sailer, Kirchdorf am Inn
Jahr
2025
Ort
Bad Kötzting
Auszeichnungen
DAM Preis 2027, Nominierung
Beschreibung
Das Haus mit zwei Höfen entwickelt seinen Sinn allein aus sich selbst – ohne äußere Bezüge – und lässt sich erst beim Betreten vollständig begreifen.
Zwei Innenhöfe belichten das Haus: Die öffentlichen Räume orientieren sich zum großen Hof, die privaten zum kleinen. Diese Raumidee ermöglicht Innen- und Außenräumen eine eigenständige Wirkung und Bedeutung zu entfalten.
Sichtbare Erscheinung
Das Haus ist ein Konzentrat von drei Gärten, wobei zwei nur als monumentalisierte Landschaftsbilder funktionieren und nicht durchschreitet werden können. Die Gärten sind physische Manifestation einer sichtbaren Welt, wie sie ist, und unsere Einwirkung kann keine völlig andere aus ihr machen. Die Gärten verweisen auf das Universum und die Ewigkeit, in dem der Mensch, anstatt so verbissen auf die sichtbare Erscheinung einzuwirken bemüht wäre, sich davon zu befreien, nicht nur jeder Einwirkung auf uns zu ertragen, sondern sich genügend zu entblössen, um den geheimnisvollen Ort in sich selbst zu entdecken. Die Bedingungen erwecken aber auch die Sehnsucht nach der Zivilisation, die sich in Ihrer Raumidee, ihrem Ausdruck, in ihrer Materialität und in ihrer Kultur anderswohin als ins Messbare vorwagt. Die Gärten machen die Welt unerträglicher, denn es scheint, dass sich alles zu vermeiden wusste, was den Blick des Betrachters davon hindert, das zu entdecken, was vom Ganzen - vom Universum - übrigbleibt, wenn die falschen Anscheine entfernt sind. Erst die Reduktion auf wesentliche generative Bedingungen erweckt die Kraft und die Sehnsucht, Grossartiges zu schaffen.
Beton
Das Haus zeigt eine ungeschminkte Verwendung von Beton. Gebrauchte handelsübliche Schaltalfen wurden gewählt, so dass Wände und Decken dieselbe Textur haben. Die Oberflächen wurden nicht nachbearbeitet. Fugen, Abdrücke und kleine Unregelmäßigkeiten bleiben, sie erzählen vom Handwerk selbst. Der Beton kommt aus dem ortsansässigen Betonwerk.
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