09.08.2019

Fahrbahnsanierung mit Beton

Gefärbter Beton für Kreuzungsbereich

Während der Anteil von Fahrbahndecken aus Beton bei Autobahnen mittlerweile bei rund 30 Prozent liegt, ist er im kommunalen Straßenbau immer noch gering. Durch die steigende Belastung der Stadtverkehrsflächen im Zuge der zunehmenden Verkehrsdichte und der Ausweitung des Schwerlastverkehrs, erweisen sich Fahrbahnen mit Beton auch innerstädtisch durchaus als sinnvoll – insbesondere dort, wo Asphaltbeläge ihre Leistungsgrenze erreichen. Dazu zählen vor allem Busfahrstreifen, Busbahnhöfe, Kreisverkehre und eben auch Kreuzungsbereiche.

Betonfahrbahnen haben eine Reihe von Vorteilen: Sie sind griffig, lärmmindernd, verformungsstabil, hoch belastbar und erfordern kaum Maßnahmen der baulichen Erhaltung. Zudem beträgt die normale Nutzungsdauer einer Beton-Fahrbahndecke 30 Jahre und länger, so die Gütegemeinschaft Verkehrsflächen aus Beton e.V. Asphaltfahrbahnen müssen oft schon nach der Hälfte dieser Zeit erneuert werden.

Im Herbst 2018 wurde in Bramsche die Fahrbahn der B 218 im Kreuzungsbereich saniert. Dabei handelt es sich um eine stark – auch durch Schwerlast-LKW – befahrene Kreuzung. Auf der bisherigen Asphaltfahrbahn entstanden bei hohen Temperaturen immer wieder Spurrinnen, Verformungen und Wellen. Der Landkreis Osnabrück (Bauherr) entschied sich deshalb nun für eine Betonfahrbahn, eingebaut von der Bestra Beton-und Straßenbau GmbH, Coppenbrügge.

Das Werk Ankum der SIBO-Gruppe belieferte im September und Oktober 2018 die ca. 11 Kilometer entfernte Baustelle mit 230 m³ gefärbtem, anthrazitfarbenem Beton der Festigkeit C30/37 mit mittlerer Festigkeitsentwicklung. Die SIBO-Gruppe gehört zum Dyckerhoff Konzern.

Da der Beton nicht nur erheblichem Gewicht und Regenwasser, sondern auch aggressiven Medien wie Tau- und Alkalisalzen standhalten muss, fiel die Wahl auf einen LP-Beton auf Basis des Straßendeckenzements Dyckerhoff PZ Doppel der Güte CEM I 42,5 N (sd) aus dem Dyckerhoff Zementwerk in Lengerich. Durch zugesetzte Luftporenbildner entstehen bei diesem Beton winzige Lufträume, die ihn dauerhafter machen und seinen Frost- bzw. Frost-Tausalz-Widerstand erhöhen.

Um den Übergang von der angrenzenden Asphaltfahrbahn zur Betonfahrbahn zu harmonisieren, wurde der verwendete Straßendeckenbeton anthrazit eingefärbt, mit schwarzer Flüssigfarbe der Fa. Ha-Be Betonchemie GmbH & Co. KG, Hameln. Eine gleichmäßige Farbgebung des Betons wurde durch den Einsatz einer Dosieranlage erreicht. Jedem Fahrmischer wurden so noch im Werk 22 kg Flüssigfarbe pro Kubikmeter Beton zugegeben.

Für weitere Sanierungsmaßnahmen an der B 218 wie Bordsteine sowie der Fahrbahn im Bereich eines Kreisverkehrs und mehrerer Bushaltestellen lieferte die sibobeton etwa 700 m³ Normalbeton der Festigkeitsklasse C30/37. Die technische Unterstützung im Werk und auf der Baustelle erfolgte durch die GfBB Prüftechnik, Lengerich.

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