27.01.2022

Betonstein für MesseCity Köln

Der Messebalkon im neuen Businessquartier

Auf einer ehemals trostlosen Brache im Rechtsrheinischen reifen mit der MesseCity Köln moderne Bürohäuser, Hotels und ein ausgefeiltes Freiraumkonzept in der Domstadt heran. Kurz nach der Bauhalbzeit sind bereits rund 20.000 qm Betonsteine verlegt.

Das Projekt entsteht zwischen dem ICE-Bahnhof Köln-Deutz und dem Südeingang des Messegeländes. Auf dem 5,4 Hektar großen Areal entwickelt das Joint-Venture aus ECE und Strabag Real Estate ein modernes Businessquartier mit sechs Gebäuden,das nicht zuletzt auch durch den großen Anteil anspruchsvoll gestalteter Frei- und Verkehrsflächen hohe Aufenthaltsqualität bietet. Zum Jahresende 2021 sind vier Baufelder von insgesamt sechs fertiggestellt, dabei beherbergen die bis zu 60 m hohen Gebäude unter anderem die neue Zentrale der Zurich Versicherung.

Die Freiraumarchitektur kulminiert in einer großzügigen, ca. 50 x 17 m breiten Stufen- und Rampenanlage, dem sogenannten Messebalkon. Konzipiert als repräsentatives Entree mit Treffpunkt- Potenzial und freiem Blick auf den Dom, bildet das Bauwerk in der Addition mit den nachgelagerten Messeterrassen den Mittelpunkt des gesamten Quartiers mit einer wichtigen Scharnierfunktion zwischen den Bahnsteigen und der Kölnmesse. Entworfen wurde der Messebalkon von RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, die Ausführungsplanung erfolgte durch Noack Planung + Projektentwicklung GmbH.

Durch die Quartiersflächen zieht sich ein einheitlicher Gestaltungskanon mit Segmenten aus großformatigen SCADA Betonsteinen (60 x 30 x 12 cm) in drei Sonderfarben; helle Bänderungen im Ton von Kalkstein strukturieren das Flächengefüge.

Der im Grunde nüchterne Läuferverband mit Drittelversatz wirkt hier äußerst lebhaft – zum einen durch die gelbgrau changierende Farbigkeit der Beläge, zum anderen durch die scheinbar willkürliche Aneinanderreihung der Steine. Tatsächlich folgt die Verlegung einem detaillierten Plan, der sich aus der Vogelperspektive perfekt erschließt.

Die Pflasterungen verlaufen über Wege, Plätze, den Messebalkon und bekleiden zudem als Aufkantungen den unteren Sockelbereich der angrenzenden Bebauung. Für diesen Zweck wurden analog zum Pflasterdesign eigens 5 cm dünne Fassadentafeln mit Aluminium-Bewehrung für eine ausreichende Betondeckung angefertigt.

Diese und viele weitere Maßarbeiten mit SV-Beton aus der Manufaktur ordnen sich präzise in die Ausgestaltung ein. Darunter Bauteile für Hochbeete, mehrere Sitzblöcke mit Holzauflagen sowie etliche Block- und Schleppstufen. Eingelassene Kontraststreifen in Kombination mit lichtgrauen Steinfarben sorgen für eine sichere Treppennutzung im Sinne der Barrierefreiheit.

Laut den Immobilienentwicklern sind Stand November 2021 vier Quartiersgebäude mit zusammen 84.000 qm Fläche komplett vermietet. Und auch der in den Messebalkon eingebettete Pavillon ist vom Markt – und damit der „gastronomisch vielleicht spannendste Platz in der Rheinmetropole“, freut sich der Restaurantbetreiber.

Projekttafel

Bauherr: Stadt Köln
Landschaftsarchitektur: RMP Stephan Lenzen
Landschaftsarchitekten, Bonn und Köln
Ausführung: Strabag AG, Köln/Düsseldorf
Eingesetzte Produkte:
• SCADA fino (fein geschliffen): 60/30/8, 60/30/12, 30/15/8 und 30/15/16 cm Beige-Gelb, Platin-Gelb, Titan-Gelb, Kalkstein hell, ca. 34.000 qm (Gesamtmenge)
• Manufaktur: Blockstufen, Stelen, Sitzblöcke in div. Abmessungen, ca. 1.200 Stück

Quelle: Klostermann GmbH & Co. KG; Redaktion: Götz Hartmann, Lünen

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