
27.03.2026
Bauen mit Beton für morgen
Umsetzung von Innovationen in der Praxis
22. KIT-Symposium Baustoffe und Bauwerkserhaltung
Die Zement- und Betonindustrie trägt maßgeblich zu den globalen CO2-Emissionen bei. In den vergangenen Symposien wurde umfassend diskutiert, wie diesen Emissionen wirksam entgegengewirkt werden kann. Unterschiedliche Ansätze und Perspektiven machten dabei deutlich, wie vielfältig die technologischen Innovationen und konzeptionellen Ideen in diesem Bereich sind.
Beim 22. KIT‑Symposium „Baustoffe und Bauwerkserhaltung“, welches am 17.03.2026 in Karlsruhe stattfand, wurde nun ein Schritt weitergegangen. Unter dem Titel „Bauen mit Beton für morgen – Umsetzung von Innovationen in der Praxis“ rückten Referierende aus Forschung, Praxis und öffentlicher Hand die konkrete Anwendung und Realisierung dieser Ansätze ins Zentrum. Knapp 100 Teilnehmende setzten sich intensiv mit diesen Themen auseinander. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Frage, inwiefern bestehende und neue Regelwerke das klimaeffiziente Bauen mit Beton unterstützen oder einschränken. Das wurde anhand des neuen Eurocodes 2 sowie der ERC-Richtlinie des DAfStb mit Blick auf Dauerhaftigkeitsbemessung und Expositionsklassen betrachtet, um deren Relevanz für die Praxis besser einschätzen zu können. Im Weiteren wurde anhand einer konkreten Ökobilanzierung die Betonbauweise für hochbelastende Flächen mit anderen dafür üblichen Baustoffen verglichen. Darüber hinaus ging es um die Umsetzung innovativer Bauweisen, exemplarisch aufgezeigt am Projekt U5 der Hamburger Hochbahn. Auch der Einsatz klinkerreduzierter Zemente nahm breiten Raum ein – von den technischen Anforderungen über die Akzeptanz in der Branche bis hin zur Kommunikation dieser neuen Produkte. Ein internationaler Blick in die Schweiz sollte zeigen, welche Lösungen dort bereits erfolgreich umgesetzt werden und welche Impulse sich daraus für den hiesigen Markt ergeben könnten. Zudem wurden Fragen der Kompatibilität von Betonzusatzmitteln mit klinkerarmen Zementen adressiert. Nicht zuletzt wurde anhand konkreter Beispiele das Thema aufgegriffen, wie Normen und bauaufsichtliche Nachweise betonbautechnische Innovationen und deren Umsetzung in der Praxis fördern bzw. prägen.
Das Symposium „Baustoffe und Bauwerkserhaltung“ findet jährlich als Kooperation des InformationsZentrum Beton, des Verbands Deutscher Betoningenieure e. V. sowie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) statt und stand in diesem Jahr erneut unter der Schirmherrschaft des Baden-Württembergischen Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.
Die Veranstaltung richtete sich an Ingenieure, Architekten und Fachfirmen sowie Bauherren, Behörden und Bauwerksbetreiber sowie alle, die sich für aktuelle Fragestellungen rund um den Betonbau interessieren. Seien auch Sie bei der nächsten Veranstaltung im Frühjahr 2027 wieder dabei!
Die schriftlichen Beiträge der diesjährigen Veranstaltung können unter folgendem Link abgerufen werden:
Pressearbeit
Ansprechpartnerin
Lena Weigelt
Telefon: 0211 28048-306
lena.weigelt@beton.org