
02.07.2026
Aus Beton gebaut, für das Wasser gemacht
20. Betonkanu-Regatta in Brandenburg a. d. Havel
Beton ist mehr als ein Baustoff – bei der 20. Betonkanu-Regatta wurde er zum Rennboot (Foto: IZB/ Sascha Steinbach).
Düsseldorf, Juli 2026. Ein neuer Rekord für die Deutsche Betonkanu-Regatta: Noch nie paddelten so viele Teilnehmende um den Sieg wie in diesem Jahr. Mehr als 170 Mannschaften aus 50 Institutionen und 13 Boote der Offenen Klasse traten an, um zu beweisen was der Bootsbau aus Beton alles kann. Mehr als 1.000 Studierende aus dem In- und Ausland sowie zahlreiche Besucher aus der Region fieberten am 19. und 20. Juni am Beetzsee in Brandenburg mit den Kanutinnen und Kanuten mit.
Im sportlichen Wettkampf setzte sich klar die Universität Twente durch, die gleich zwei der drei sportlichen Wettbewerbe für sich entscheiden konnten. So standen sie beim Rennen der Damen auf dem Podium ganz oben. Die Ränge zwei und drei erkämpften sich die Teams der Hochschule Bochum und der OTH Regensburg.
Gewinnerinnen im sportlichen Wettkampf der Damen: das Team der Universität Twente (Foto: IZB/ Sascha Steinbach).
Bei den Herren gewann das Team der Cracow University of Technology, gefolgt von der Fachhochschule Potsdam und der Bauhaus-Universität Weimar.
Beim sportlichen Wettkampf der Herren hatte das Team der Cracow University of Technology die Nase vorn (Foto: IZB/ Sascha Steinbach).
Den Mixed-Wettbewerb entschied das niederländische Team aus Twente wieder für sich. Den zweiten Platz belegte das Team aus Ungarn von der Széchenyi István University. Das Team der Bauhaus-Universität Weimar komplettiert das Podium auf Platz drei.
Im Mixed-Wettbewerb holte sich das Team der Universität Twente seine zweite Goldmedaille (Foto: IZB/ Sascha Steinbach).
Besondere Leistungen jenseits der Rennstrecke
Neben den Auszeichnungen für den sportlichen Wettkampf, bewerteten Fachjurys die Betonkanus mit Blick auf Konstruktion, Gestaltung und Nachhaltigkeit. Hier überzeugte das Team der TU Dresden gleich doppelt: Es erhielt nicht nur den Preis für die beste Konstruktion, sondern auch für das leichteste Kanu. Ihr Boot "Moby Dünn" wog nur 9,9 kg – und liefert damit den Beweis, wie filigran eine Betonkonstruktion sein kann.
Im sportlichen Wettkampf hat das Team aus Weimar gezeigt, wie gut ihr Betonkanu im Wasser liegt. Doch auch am Bootslagerplatz stach es heraus: Für das durchdachte und konsequent ausgeführte Konzept in Anlehnung an den Weimarer Zwiebelmarkt erhielt es den Gestaltungspreis. Die Liebe zum Detail zahlte sich hier besonders aus, denn insgesamt 149 Zwiebelringe wurden in Handarbeit auf das Kanu gemalt.
Der Nachhaltigkeitspreis ging in diesem Jahr an die HCU Hamburg. Das Konzept widmete sich ganz dem Thema Bauernhof: Eierschalen wurden als Zuschlag im Beton verwendet, die Armierung bestand aus geflochtenem Stroh, Auftriebskörper und Boje aus Myzel.
Besondere Bootsparade
Neben den sportlichen Rennen zählte auch die Kreativität der Teams. In der „Offenen Klasse“ präsentierten sie spektakuläre Konstruktionen, die mit außergewöhnlichen Formen, Konzepten oder Themenwelten überraschten. Der Fantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt: Das Motto für die Bootsparade lautet „Ist aus Beton und schwimmt“. Das Gewinner-Boot stammt hier von der Hochschule Campus Wien mit ihrem "Wiener Riesenrad". Die detailgetreue maßstabsgerechte Nachbildung des Riesenrads im Wiener Prater beeindruckte Publikum und Jury. Besonders lobte letztere die Kombination verschiedener Herstellverfahren, einschließlich 3D-Druck mit Beton.
Bei der Offenen Klasse gilt „Ist aus Beton und schwimmt“, ob Segelboot, Tischkicker oder Straßenbahn. (Foto: IZB/ Sascha Steinbach).
Weitere Informationen den Gewinner-Teams und Impressionen der diesjährigen Betonkanu-Regatta finden Interessierte unter: www.betonkanu-regatta.de
Organisiert wird die Deutsche Betonkanu-Regatta vom InformationsZentrum Beton im Namen der deutschen Zement- und Betonindustrie. Seit der ersten Veranstaltung im Jahr 1986 hat sich der Wettbewerb zu einem festen Termin für den Ingenieur- und Architekturnachwuchs entwickelt – und zu einem eindrucksvollen Beweis dafür, dass Beton weit mehr kann, als man ihm auf den ersten Blick zutraut.
Partner der diesjährigen Veranstaltung waren die Stadt Brandenburg und das Regattateam Brandenburg Beetzsee e.V. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Reckli, BB Radio, Allplan, Klaus Köhler Beton, dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI), dem Verband Deutscher Betoningenieure (VDB) sowie dem Verein Deutscher Zementwerke (VDZ).
Pressearbeit
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