
22.04.2026
Serieller Wohnbau aus dem 3D-Drucker
PERI neues Mitglied bei solid UNIT
von links: Horst Köhler (Geschäftsführer Karl Köhler GmbH), Gerhard-Josef Ehl (Geschäftsführer Bauunternehmung Ehl), Melanie Zarbock (Geschäftsführerin Fachverband Hoch- und Massivbau im Zentralverband Deutsches Baugewerbe), Jan-Peter Graumann (Geschäftsführer PERI 3D Construction), Michael Köster (Geschäftsführer Hochbau Niederrhein GmbH), Wiebke Zuschlag (Geschäftsführerin solid UNIT Baden-Württemberg), Michael Driesner (Abteilungsleiter Technik Baugewerbe-Verband Niedersachsen), Thomas Zawalski (Geschäftsführer solid UNIT)
Digitale und automatisierte Bauverfahren gewinnen in der Bauwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Besonders der 3D-Betondruck entwickelt sich von einer innovativen Idee zu einem real einsetzbaren Bauverfahren, das Bauprozesse standardisieren, beschleunigen und in Teilen automatisieren kann. Mit der PERI 3D Construction GmbH begrüßt solid UNIT nun ein neues Mitglied, das diese Entwicklung mit konkreten Projekten und technologischer Expertise aktiv vorantreibt.
„Der Beitritt von PERI 3D Construction erweitert unser Netzwerk um wichtige Impulse aus dem Bereich des digitalen Bauens und stärkt den Austausch zu innovativen Verfahren im Massivbau. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!“, sagt Thomas Zawalski, Geschäftsführer von solid UNIT e.V.
Der 3D-Betondruck ermöglicht die Herstellung von Betonstrukturen direkt aus digitalen Modellen und kommt ohne klassische Schalung aus. Das verändert Planungs- und Fertigungsprozesse grundlegend: Digitale Modelle werden zur zentralen Grundlage der Ausführung, Material kann gezielter eingesetzt werden, und einzelne Arbeitsschritte lassen sich automatisieren. Daraus ergeben sich Effekte auf Bauzeit, Personalbedarf und die Flexibilität bei der Gestaltung von Bauteilen und ganzen Gebäuden.
In Frankreich hat PERI kürzlich ein Mehrfamilienhaus realisiert, das die Einsatzfähigkeit des Verfahrens im regulären Bauablauf unterstreicht. In Heidelberg entstehen derzeit drei Wohngebäude des Typs „DREIHAUS“ mit insgesamt 21 Wohneinheiten im 3D-Druckverfahren. Mit DREIHAUS sollen Mehrfamilienhäuser 30 % schneller und 10 % kostengünstiger gedruckt werden können, was als wichtiger Meilenstein für die serielle Anwendung gilt.
Gleichzeitig arbeitet PERI 3D Construction daran, diese Erfahrungen weiter auszubauen und die Technologie in die breite Anwendung zu bringen. Dazu gehören die Weiterentwicklung der Drucksysteme, die Abstimmung druckfähiger Betone, die Integration in digitale Planungsprozesse sowie die Zusammenarbeit mit Genehmigungsbehörden und Forschungseinrichtungen. Ein zentrales Thema ist dabei die Frage, wie sich automatisierte Fertigungsschritte sinnvoll mit klassischen Gewerken kombinieren lassen.
„Bei PERI 3D Construction freuen wir uns, Teil von solid UNIT zu sein und den innovativen Massivbau gemeinsam mit den Partnern im Netzwerk weiter voranzubringen“, erklärt Jan Graumann, CCO & CFO PERI 3D Construction GmbH. „Mit unserem Ansatz im 3D-Gebäudedruck bringen wir neue Technologien und Bauprozesse in die Diskussion ein, die einen wichtigen Beitrag zu mehr Produktivität und Wirtschaftlichkeit leisten können. Wir sind überzeugt, dass die großen Herausforderungen der Bauindustrie – von steigenden Kosten über sinkende Produktivität bis hin zum Fachkräftemangel – nicht allein durch regulatorische Maßnahmen gelöst werden können. Entscheidend ist der offene Austausch und die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Genau hier sehen wir den Mehrwert von solid UNIT und freuen uns auf die gemeinsame Weiterentwicklung von Lösungen.“
solid UNIT vernetzt Akteure aus Bauwirtschaft, Baustoffindustrie, Wissenschaft, Forschung, Kammern und Start-ups. Ziel ist es, Innovationen im Massivbau voranzutreiben und den Wissenstransfer zwischen Forschung, Praxis und Politik zu stärken.
Quelle und Foto: Solid UNIT Deutschland

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