04.12.2018

Version 2.0 der CSC-Zertifizierung startet

Nachhaltigkeitsnachweise in der Zement- und Betonindustrie

Ein Jahr nach Start des CSC in Deutschland haben hierzulande bereits 41 Werke der Zement- und Betonindustrie erfolgreich den Zertifizierungsprozess durchlaufen. (Grafik: BTB)

Seit gut einem Jahr können sich Betonhersteller, Zementhersteller und Produzenten von Gesteinskörnung, die sich für nachhaltiges Wirtschaften engagieren, zertifizieren lassen. Grundlage ist das Zertifizierungssystem des Concrete Sustainability Council (CSC). Das im November 2016 gegründete CSC wurde von der „Nachhaltigkeitsinitiative Zement“ (CSI) des „Weltwirtschaftsrats für Nachhaltige Entwicklung“ (WBCSD) initiiert und wird von einer wachsenden Anzahl von Mitgliedern getragen. In einem von der Weltnaturschutzunion (IUCN) durchgeführten Workshop wurde umfangreicher Rat von Umweltexperten und zivilgesellschaftlichen Vertretern zu den ökologischen und sozialen Kriterien erhalten und in das System integriert.

Stakeholder-Dialog und Öffnung für Zusatzstoffe

Zum 1. Januar 2019 aktualisiert das CSC sein „Technisches Handbuch“ in die Version 2.0. Das Technische Handbuch beschreibt detailliert die Bewertungskriterien im CSC-Zertifizierungssystem.

Neben einigen Vereinfachungen und Spezifizierungen berücksichtigt die Version 2.0 insbesondere eine Reihe von Anforderungen durch externe Interessengruppen (z. B. Stakeholder-Dialog mit NGOs, DGNB, BREEAM). Zu nennen sind hier u. a. Mindestkriterien für die Silber-Zertifizierung, die Aufnahme von Zusatzstoff-Herstellern (Flugasche, Kalksteinmehl, Hüttensandmehl) und einige inhaltliche Anpassungen. Die Version 2.0 gibt es zunächst in Englisch. Der Bundesverband Transportbeton (BTB), der in Deutschland  das CSC-System regional betreibt, veröffentlicht zeitnah eine deutsche Fassung.

CSC wächst weltweit - speziell in Deutschland

Die Anzahl der CSC-zertifizierten Werke wächst. Im ersten Jahr durchliefen in Deutschland bereits 41 Werke erfolgreich den Zertifizierungsprozess. Auch auf internationaler Ebene entwickeln sich neue Perspektiven: Der lateinamerikanische Transportbetonverband (FIHP) und der belgische Transportbetonverband (Fedbeton) wurden als „Regionale Systembetreiber“ in ihrer Region benannt. Weltweit sind bisher 124 Zertifikate erteilt. Neben dem eigenen Anspruch nachhaltigen Wirtschaftens liegt ein großer Nutzen der CSC-Zertifizierung in der Anerkennung durch internationale Systeme zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden (z. B. BREEAM und DGNB). Vor dem Hintergrund, dass nach Studien über das Investitionsvolumen im Objektbereich in Deutschland bereits jeder fünfte Euro in zertifizierte „Green Buildings“ investiert wird, bedeutet dies einen zunehmend größeren Wettbewerbsvorteil für zertifizierte Unternehmen.

So geht es weiter: Der Bundesverband Transportbeton wird im nächsten Jahr zum Thema CSC sowohl auf der BAU 2019 in München (14. bis 19.01.2019 / Halle A2, Stand 320) als auch vom 19. bis 21.02. anlässlich der BetonTage 2019 in Ulm (Messestand und Vortrag) informieren.

Alle Informationen über die Zertifizierung nach dem Concrete Sustainability Council und die Folgen und Fristen im Zuge der Umstellung auf die Version 2.0 gibt es online unter www.csc-zertifizierung.de

Weitere Informationen unter csc-zertifizierung.de und concretesustainabilitycouncil.com

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