13.09.2018

Transportbetonindustrie tagte in Essen

Forschung und Arbeitssicherheit
Die „Perspektiven durch industrielle Gemeinschaftsforschung“ und das Thema „Arbeitssicherheit“ bildeten am zweiten Tag die Vortragsschwerpunkte der Veranstaltung. Raymund Böing, Leiter des Forschungsbeirates der Forschungsgemeinschaft Transportbeton (FTB), moderierte die Beiträge im „Forschungsblock“. Prof. Ludger Lohaus, Leibniz Universität Hannover, referierte zur „Sedimentations-stabilität von Frischbeton“ und erläuterte diesbezügliche Einflüsse und Prüfverfahren. Die positiven Ergebnisse einer Langzeitstudie über eine Teststrecke aus dem Baustoff Dränbeton stellte Paul Vogel, als Leiter der FTB-Betreuungsgruppe „Dränbeton“, vor. Prof. Wolfgang Breit, TU Kaiserslautern, setzte sich mit dem Thema R-Beton auseinander und stellte verschiedene Forschungsvorhaben vor, die dazu beitragen sollen, rezyklierten Beton als „Werkstoff der nächsten Generation“ zu etablieren.

Seit Mai 2016 hat der Bundesverband Transportbeton sein Engagement in der Arbeitssicherheit formell in einer Kooperationsvereinbarung mit der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) dokumentiert. Die Kooperationsvereinbarung ist Teil der Präventionsstrategie „VISION ZERO. Null Unfälle – gesund arbeiten!“ der BG RCI. Ziel ist es, die Arbeitswelt so zu gestalten, dass niemand zu Schaden kommt. Wolfgang Pichl, BG RCI, Hannover, zog eine Zwischenbilanz über diese Initiative und Ulrich Kretschmer, BG RCI, Nürnberg stellte ein neues wichtiges Werkzeug zur weiteren Verbesserung der Arbeitssicherheit vor: die Branchenregel Transportbeton. Neu ist auch die Internetseite sicher-arbeiten-mit-beton.de, mit welcher der Bundesverband Transportbeton ein Branchenportal zum Thema Arbeitssicherheit geschaffen hat. Thomas Hoffmann, BTB, stellte die neue Seite in Essen vor.

Fachausstellung, Seminare und ein Architektur-Forum
Begleitet wurde „Praxis Transportbeton“ von einer Fachausstellung, in der 30 Unternehmen benachbarter Branchen neue Produkte und Dienstleistungen für die Transportbetonindustrie präsentierten. In zwei Seminaren konnten sich die Kongress-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer zu den Themen „Aus- und Weiterbildung“ sowie „Betonpumpen“ informieren. Gerd Pönisch, Leiter des BTB-Arbeitsausschusses „Aus- und Weiterbildung“ moderierte das Ausbildungsseminar, in dem Hannes Krüger und Michael Buchmann (beide BTB) verschiedene Maßnahmen und Projekte des Verbandes im Bereich der Aus- und Weiterbildung vorstellten. Thomas Uchtmann, Beratergruppe Palatina GmbH, stellte das „IHK Praxistraining Vertrieb Baustoffe Steine Erden“ vor und Elmar Dobner, Eckert Schulen, erläuterte die wichtigsten Fakten zur neuen Meisterausbildung für die Branche.

Christian Klafszky, Leiter des BTB-Arbeitsausschusses „Betonpumpen“, moderierte das Seminar zum Thema Betonpumpen, in dem sich Dr. Egor Secrieru, TU Dresden, mit der Pumpbarkeit von Frischbeton und Ralf Klingebiel, KUNO Betonpumpenservice, mit der Arbeitssicherheit auseinandersetzten. Florian Storch, TU Dresden, zeigte das Potential des 3D-Drucks mit Beton auf.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein in Kooperation mit dem InformationsZentrum Beton organisiertes Architekturforum.
Im kommenden Jahr trifft sich die Transportbetonindustrie zu den Transportbeton-Tagen 2019 in Leipzig. Praxis Transportbeton steht im Jahr 2020 wieder auf dem Programm. Veranstaltungsort wird dann Mannheim sein.

www.praxis-transportbeton.de

Kurzfassung

Praxis Transportbeton 2018

Gut 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verzeichnete am 5. und 6. September 2018 die Jahresveranstaltung des Bundesverbandes der Deutschen Transportbetonindustrie e. V. (BTB) in Essen. Der BTB informierte in Vorträgen und Seminaren über aktuelle Projekte des Verbandes und die Entwicklung der Branche. Auf dem Programm standen Themen aus den Bereichen Betontechnologie, Umwelt, Marketing, Aus- und Weiterbildung sowie Wirtschaftspolitik In einer Fachausstellung präsentierten 30 Unternehmen benachbarter Branchen neue Produkte und Dienstleistungen für die Transportbetonindustrie.

Anlässlich des Kongresses wurden auch aktuelle Wirtschaftsdaten der Branche veröffentlicht. Im vergangenen Jahr haben die 535 Unternehmen der deutschen Transportbetonindustrie mit ihren rund 1.800 Werken und 9.650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Produktion in Höhe von 52 Mio. m³ erzielt. Dies entspricht einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 5,3 Prozent. Im Jahr 2017 wurde das höchste Produktionsvolumen seit der Jahrtausendwende erzielt. Auch der Umsatz hat sich um 6,3 Prozent auf 3,6 Mrd. EUR erhöht. Im kommenden Jahr trifft sich die Transportbetonindustrie zu den Transportbeton-Tagen 2019 in Leipzig. Praxis Transportbeton steht im Jahr 2020 wieder auf dem Programm. Veranstaltungsort wird dann Mannheim sein.

www.praxis-transportbeton.de

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