04.11.2019

Concrete Design Competition entschieden

Studentenwettbewerb zum Thema Beton

Erkrath, Oktober 2019 Der Concrete Design Competition 2018/19 zum Thema PLASTICITY ist entschieden. Bereits zum 12. Mal zeichnet das InformationsZentrum Beton im Rahmen des Wettbewerbs Studierende für herausragende Entwurfsarbeiten mit Beton aus. Nach der Bewertung von insgesamt 74 Einsendungen vergab die Jury vier Preise und zwei Anerkennungen an Studierende aus München, Braunschweig, Darmstadt und Stuttgart.

Die interdisziplinär besetzte Jury mit Dr. Sandra Hofmeister, Prof. Dr. Markus Holzbach, Prof. Jan Kampshoff, Ulrich Nolting, Prof. Dr. Holger Techen und Prof. Anca Timofticiuc hatte ein breites Spektrum an Projekten zu bewerten, die von Studierenden der Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Freiraumplanung, Konstruktiver Ingenieurbau, Produktdesign und Medienkunst eingereicht worden waren. „Dabei zeigten sich die vielfältigen gestalterischen Möglichkeiten von Beton auch in diesem Jahr durch unterschiedlichste Ansätze und Schwerpunkte. Architektonische, technisch-konstruktive, künstlerische und experimentell forschende Arbeiten stehen sich im Wettbewerb gegenüber und vermitteln auf inspirierende Weise die Qualitäten und die stetige Weiterentwicklung des Baustoffs“, sagt Jurymitglied Ulrich Nolting, Geschäftsführer des InformationsZentrum Beton.

Ein Preis geht an Martin Jost von der Akademie der Bildenden Künste München für seinen Entwurf eines Wohnhauses, das wie eine begehbare Raumskulptur auf ein filigranes Gefüge aus verspringenden Plattformen und Stützen reduziert ist und auf faszinierende Weise mit dem Anschein der Instabilität spielt.

Massiv und standfest wirkt hingegen ein anderer ausgezeichneter Entwurf: Maximilian Blume von der TU München schlägt als Antwort auf die wachsende Wohnungsnot in Großstädten eine riesige „Wohnmaschine“ für bis zu 1000 Bewohner vor, die als Brückenbauwerk die Bahntrasse nahe dem Münchner Hauptbahnhof überspannt. Als Genossenschaftsmodell organisiert, setzt das Projekt gemeinschaftlich orientierte Wohnformen in einer urbanen architektonischen Großform um und überzeugt durch seinen skulpturalen, kraftvollen Ausdruck.

Dominik Keul von der TU Braunschweig überzeugte die Jury mit einer sehr konzeptionellen Arbeit: Der Entwurf für ein Observatorium und Planetarium in den Berchtesgadener Alpen setzt sich mit den großen Themen von Raum und Zeit, Mensch und Natur auseinander. Durch spannungsvolle Überlagerung prägnanter Beton- und Stahlkonstruktionen entstehen faszinierende Raumfiguren und Stimmungsbilder mit großer erzählerischer Kraft und atmosphärischer Wirkung.

Den Ansatz des „forschenden Entwerfens“ verfolgten Maximilian Lauer und Patrizia Kopel von der TU Darmstadt, die einen Preis für ihre Arbeit CRUX Quadrata erhalten. Durch zahlreiche Materialexperimente entwickelten sie eine raffiniert geschnittene textile Schalung zur Herstellung filigraner, seriell einsetzbarer Beton-Module mit komplexer dreidimensionaler Geometrie. Durch die Flexibilität der Schalung weich geformt, halten diese den Ausdruck der Plastizität flüssigen Betons fest und stellen so einen ausgezeichneten Beitrag zum Wettbewerbsthema dar.

Zwei Anerkennungen gingen an Gabriel Rihaczek von der Universität Stuttgart für seine architektonische Vision zur Anwendung eines neuartigen 3D-Druck-Verfahrens mit Sandschalungen sowie an Marc Mair und Matthias Peterseim von der TU München für ihren Entwurf eines Turms aus Betonfertigteilen als Kolumbarium. Darüber hinaus vergab die Jury Büchergutscheine an Studierende der HfG Karlsruhe, der HTW Berlin, der RWTH Aachen und der Frankfurt UAS.

Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Projekten sind unter www.concretedesigncompetition.de abrufbar.

Für das kommende Studienjahr wird der Wettbewerb erneut ausgelobt. Thema des Concrete Design Competition 2019/20 lautet FORM-WORKS.

„Concrete Design Competition“

Der Concrete Design Competition ist eine Initiative der europäischen Zement- und Betonindustrie, die mit diesem Wettbewerb einen Beitrag zur Förderung innovativer Entwurfskonzepte leisten möchte. Er richtet sich an Studierende der Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Bauingenieurwesen, Design und verwandter Disziplinen. Als Plattform für Materialforschung und Materialdesign gibt der Concrete Design Competition keine konkreten Aufgabenstellungen in Form von Raumprogrammen, Orten oder Typologien vor, sondern stellt den individuellen gestalterischen Umgang mit dem Material Beton in den Mittelpunkt. Dessen besondere Eigenschaften und Potentiale sollen erforscht und für die Umsetzung eigener Entwurfskonzepte nutzbar gemacht werden – gleichermaßen als Ideengeber und Ideentreiber des gestalterischen Prozesses.

Preisträger und Anerkennungen:

Beton. Für große Ideen.

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