Architekturpreis Beton 2017

In Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten BDA lobt das InformationsZentrum Beton zum 20. Mal den Architekturpreis Beton aus. Die Jury hat im Juli getagt und die Gewinner sind entschieden. Hier geht's zu den Ergebnissen.

Seit 1974 zeichnet die deutsche Zement- und Betonindustrie mit dem Preis herausragende Leistungen der Architektur und Ingenieurbaukunst aus, deren Qualität von den gestalterischen, konstruktiven und technologischen Möglichkeiten des Baustoffs Beton geprägt ist.

In der langen Liste der bisherigen Preisträger sind junge Architekten ebenso zu finden wie bereits renommierte und international arbeitende Büros. Ausgezeichnet wurden Bauwerke aus dem gesamten Anwendungsbereich des Baustoffs Beton: Museen, Rathäuser, Bürobauten, kleine und große Wohngebäude, aber auch Wasserkraftwerke, Fernsehtürme oder Fußgängerbrücken. Gemeinsam ist den Bauten - so will es die Idee und Zielsetzung des Preises - der besonders vorbildliche oder auch ungewöhnliche Umgang mit dem Baustoff Beton.

Unterlagen

Die Auschreibung und alle weiteren Informationen zum Architekturpreis Beton 2017 finden sich unter http://www.architekturpreis-beton.de

Rückschau: Architekturpreis Beton 2014

Preisträger:

Der „Tour Total“ von Barkow Leibinger bildet an seiner städtebaulich exponierten Position einen prägnanten und überzeugenden Baustein des neu zu entwickelnden Stadtquartiers „Europacity“ am Berliner Hauptbahnhof. Entgegen dem in den letzten Jahren bei Hochhausbauten zu beobachtenden Trend, durch die Auflösung baukörperlicher Formen Dynamik zu erzeugen, erreicht der knapp 70 Meter hohe Verwaltungsbau dieses Ziel in erster Linie durch eine raffinierte Fassadengestaltung; seine einer funktionalen inneren Organisation folgende Kubatur bleibt in ihrer Form klar und geschlossen.
Foto: Corinne Rose

Mit seinen schwer aufeinander lagernden, plastisch ausgebildeten Betonkörpern wirkt der Adolf Ferdinand Weinhold Bau, ein Instituts- und Forschungsgebäude der TU Chemnitz, fast wie ein Neubau. Dabei stammt der Hauptbaukörper - eine ca. 170 m lange, markante Scheibe - aus dem Jahr 1970. Er wurde beim Umbau durch Burger Rudacs Architekten bis auf die Stahlskelettkonstruktion rückgebaut und um zwei Geschosse reduziert.
Foto: Werner Huthmacher

Charakteristisch für die dreizügige Grundschule Arnulfpark in München ist ihre besondere baukörperliche Struktur, die auf einem eigens von Hess Talhof Kusmierz Architekten und Stadtplaner BDA für diese Schule entwickelten Organisationsprinzip beruht. Diese außergewöhnliche Baukörper- und Erschließungsstruktur bildet zum einen eine Art kleine Stadtstruktur, die sowohl im Erdgeschoss als auch im Obergeschoss eine sehr gute Verzahnung mit dem Freiraum schafft. Zum anderen ist sie für die Kinder leicht lesbar und in hohem Maße identitätsstiftend.
Foto: Florian Holzherr

Das „Haus über der Gasse“ in der denkmalgeschützten Passauer Innenstadt wurde im 17. Jahrhundert als Erweiterung des Nachbarhause auf einer Gasse gebaut, sodass ein Ensemble aus zwei giebelständigen Gebäuden mit Halbwalmdach entstand. Im Zuge der denkmalgerechten Sanierung wurden die beiden Häuser von Koeberl Doeringer Architekten BDA innenräumlich voneinander getrennt und durch unterschiedliche Dach- und Fassadengestaltungen als eigenständige Baukörper lesbar gemacht.
Foto: Koeberl Doeringer Architekten BDA

Anerkennungen:

- Wohnhaus Saarow Strand, Bad Saarow / augustinundfrankarchitekten, Berlin. Foto: Werner Huthmacher
- Ch39 – Neubau eines Wohnhauses, Berlin-Mitte / zanderrotharchitekten, Berlin. Foto: Simon Menges
- Besucherzentrum am Herkules, Kassel / Staab Architekten, Berlin. Foto: Jens Achtermann
- Hochschule für Fernsehen und Film sowie Staatliches Museum Ägyptische Kunst, München / Peter Böhm Architekten, Köln. Foto: Prof. Dieter Leistner

Der Preis wurde mit 25.000 Euro dotiert und wurde durch eine interdisziplinär besetze Jury an die Preisträger vergeben. Beurteilungskriterien waren neben der architektonischen und städtebaulichen Qualität der materialgerechte und innovative Einsatz des Baustoffs Beton, funktionale Aspekte und Nutzungsflexibilität sowie der Beitrag zum energieeffizienten und nachhaltigen Bauen oder zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen.

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