Passivhaus mit Kinderkrippe, Kindergarten und Hortgruppen

Kindertagesheim in Wien/A

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EnergieeffizienzNachhaltigkeit und RessourcenWärmespeicher

Architekt

Architekturbüro Reinberg, Wien

Bauherr

Gemeinde Wien

Projektbeteiligte

Prof. Dr. Bruck, Wien (Energietechnik, Bauphysik und Simulation)

Jahr

2006

Ort

Wien/A

Besonderheiten

Passivhauskonzept ergänzt mit Solarnutzung und Nachtkühlung

Beschreibung

Das Kindertagesheim bildet den südlichen Abschluss eines Schulgeländes mit Schulgebäude, Vorplatz und Turnhalle. Durch seine Positionierung entsteht ein Hof, der von beiden Einrichtungen genutzt werden kann. Die Hauptnutzungsflächen des Tagesheimes beziehen sich jedoch nicht auf diesen Hof im Norden, sondern auf eine weitere Freifläche im Süden. In dieser Richtung liegen die Gruppenräume. Sie sind geprägt von einer ca. 150 m² großen Glasfront. Auf diese Weise erhalten sie einen starken Bezug zum Außenraum und zur Sonne. Als Eingangsbereich und Verteiler dient ein mit Glas überdachtes Atrium, das auch als Veranstaltungsbereich genutzt werden kann.

Bei der Ausgestaltung des Gebäudes wurde viel Wert auf die Erlebbarkeit des Passivhauskonzeptes gelegt. So dient die Sonne nicht nur als Energiequelle, sondern wurde auch bewusst als Gestaltungsmittel eingesetzt. Der Tageslichtverlauf wird durch die zahlreichen Oberlichter und die Glasfassade im Süden zu einem raumprägenden Element. Zur Erfahrbarkeit der Passivhaustechnologie trägt darüber hinaus die Zurschaustellung der Haustechnik bei. Die Leitungen für Lüftung, Warmwasser und Heizung wurden offen verlegt und zusätzlich der Warmwasserspeicher der Solaranlage direkt in der Mitte des Atriums platziert. Die Architektur des Gebäudes versteht sich auf diese Weise als didaktisches Instrument zur Vermittlung der Passivhaustechnologie.

Zur Minimierung des Wärmeverlustes im Winter tragen verschiedene Komponenten bei. Dazu gehören die Dämmung der Wände von 30 cm Stärke und der Decke mit bis zu 47 cm, der kompakte Baukörper und die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Der Restwärmebedarf wird über einen Gas-Brennwertkessel zur Verfügung gestellt. Sein Heizwärmebedarf liegt unter 15 kWh/m² a.

Beton

Die Speicherung der solaren Gewinne im Winter und der Kühle im Sommer übernehmen die massiven Bauteile, in diesem Fall die Fundamente, tragenden Betonwände und Decken des Gebäudes. Auf Grund der hohen Wärmespeicherfähigkeit von Beton können Temperaturunterschiede während der Nutzung am Tage und der fehlenden Wärmeerzeugung bei Nacht und am Wochenende ausgeglichen werden. Ein weiterer positiver Effekt der massiven Betonbauteile ist die hohe thermische Behaglichkeit, da die Umfassungsbauteile warm bleiben.
Ohne Oberflächenverkleidung kommt hier der Beton in seiner ganz natürlichen Art und Ästhetik zum Einsatz und unterstützt den kommunikativen und didaktischen Ansatz der Architektur.

Quelle

Architekturbüro Reinberg, Wien

Bildnachweis: Rubert Steiner, Wien

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