Sandgestrahlter Weißbeton

Haus H. am Rorschacher Berg/CH

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InstandsetzungOberflächeSichtbetonWohnen

Architekt

Rainer Köberl und Paul Pointecker, Innsbruck

Bauherr

privat

Projektbeteiligte

Alfred Brunnsteiner, Natters (Statik); A. Weibel AG, St. Gallen (Fassade/Dach); Stutz+Rudorf AG, St. Gallen (Mauerwerk/Sichtbeton)

Jahr

2006

Ort

Rorschach, Schweiz, Rorschacher Berg

Besonderheiten

Oberflächenbehandlung der Sichtbetonoberflächen nach Schwelbrand

Beschreibung

Am Nordhang des Rorschacher Berges in der Schweiz liegt das Wohnhaus in idyllischer Lage mit einer freien Aussicht auf den Bodensee. Doch der Schein trügt: Auf der Südseite führt eine Autobahn an dem Grundstück vorbei. Die Architekten Rainer Köberl und Paul Pointecker schaffen dennoch eine ruhige Oase für die große Familie, plus Bürobereich mit fünf Arbeitsplätzen. Noch ist der klare kubische Baukörper außen nur in einen wärmedämmenden Mantel aus schwarzem Foamglas gehüllt. Angepflanzter wilder Wein wird das Gebäude jedoch mit der Zeit überranken und es eins mit der Natur werden lassen.

Die Erschließung des dreigeschossigen Hauses erfolgt von unten, von der Nordseite über einen tiefen, dunkel wirkenden Windfang, vorbei an den Büroräumen und der Einliegerwohnung. Eine Treppe führt in den 60 m² großen Wohnraum, der sich über die gesamte Front mit raumhohen Fenstern zur Landschaft öffnet. Herz des Hauses ist ein dreiseitig umschlossenes Atrium zwischen Wohnbereich und Kindertrakt. Als gedeckter Gang und zum Teil überdacht bietet es einen Aufenthaltsort bei fast jeder Witterung, weiße Außenvorhänge ermöglichen unterschiedliche Lichtstimmungen. Das obere Geschoss nimmt etwa ein Drittel der Grundfläche ein und ist nur über eine Stahlleiter zugänglich. Hier befindet sich der Bereich für die Eltern.

Beton

Die vorgespannte Betonstruktur des Gebäudes mit einer Fläche von 14 x 18 m ist außen mit einer Dämmung aus Foamglas versehen. Im Gegensatz dazu sollten die Sichtbetonflächen im Inneren in glattem Weißbeton ausgeführt werden. Kurz vor Fertigstellung des Hauses zerstörte jedoch ein Schwelbrand die Inneneinrichtung, allein der ehemals glatte Weißbeton hielt stand – verkohlt, schwarz. Der Bauherr, ein Fachmann im Bereich Gebäudereinigung, ließ die Betonoberflächen der Wände und Decken durch Sandstrahlen säubern und machte „aus der Not eine Tugend“. Die so bearbeiteten Sichtbetonoberflächen erscheinen nun weich, fast samtig und erinnern eher an Sandstein.

Quelle:

Bildnachweis: Lukas Schaller, Wien

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