Reminiszenz aus weißen Sichtbetonfertigteilen

Sanierung der Balthasar Neumann Mittelschule in Werneck

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Energieeffizienz Fertigteile Fassade Nachhaltigkeit und Ressourcen Sichtbeton

Architekt

hjp architekten, Würzburg

Bauherr

Balthasar Neumann Schulverband Werneck

Projektbeteiligte

Joachim Ingenieure, Schweinfurt (Tragkonstruktion); IB Pfister, Würzburg (Elektro); IB Wohlfromm, Würzburg (HLS); hjparchitekten mit Kaiser + Juritza Landschaftsarchitekten, Würzburg (Außenanlagen); 2Fach Architektur + Brandschutz, Schweinfurt (Brandschutz); Architekturbüro Gerber, Werneck (Bauphysik); Schmück GmbH + Co.KG, Bad Kissingen (Abbruch- und Rohbauarbeiten); Fa. Schick GmbH & Co KG, Bad Kissingen/Albertshausen (Fassadenarbeiten Kunststein); Fa. Pfaff Gebäudedesign, Salz (Fassadenarbeiten Hochdruck-Schichtpressstoffplatten); Gessner GmbH, Nüdlingen (Außen- und Innenputz); Fa. Jaeger Ausbau, Dettelbach (Trockenbau); Gattner Metallbau GmbH, Leinefelde-Worbis (Fenster- und Sonnenschutzarbeiten)

Jahr

2015

Ort

Werneck, Bühlweg

Konstruktionsmerkmale

Stahlbeton-Skelettbauweise

Besonderheiten

Fassade aus weiß eingefärbten Betonfertigteilen

Beschreibung

Nach eineinhalb Jahren Bauzeit empfangen großzügige, helle, moderne und technisch bestens ausgestattete Klassenzimmer die 221 Schüler in der Balthasar Neumann Mittelschule Werneck. Innen wie außen wurde das Schulhaus aus den 1970er Jahren grundlegend saniert und neu gestaltet.

Die Sanierungsziele waren im wesentlichen: behindertengerechte Gestaltung, Ausbau der Aula, Maßnahmen zur Energieeinsparung, Sanierung der Heizungs - und Sanitärinstallation, energetische Verbesserung der Fassaden und Sanierung des Flachdaches, akustische Verbesserung der Innenwände, Schadstoffsanierung der Unterdecken und Überprüfung der Brandschutzanforderungen.

Aufgestellt für die Zukunft hat sich das Wernecker Schulhaus auch in Sachen Inklusion. Das Gebäude hat einen neuen Haupteingang auf Eingangs-, Straßenniveau erhalten. Barrierefrei sind nun alle Ebenen des Hauses erreichbar: Über einen neuen Aufzug, der neben der vorhandenen Treppe vom neuen Haupteingang – dem bisherigen Nebeneingang – über die Pausenhalle bis ins Obergeschoss hinaufführt, so dass alle Ebenen, alle Räume behindertengerecht zu erreichen sind.

Zehn neue gestaltete Klassenzimmer und sieben Fachräume ergänzen die Unterrichtszimmer: für Naturwissenschaften, zwei für Informatik, für Textiles Werken, ein Musikraum, ein Werkraum, ein Hauswirtschaftsraum und ein Mehrzweckraum, der bei Bedarf als Klassenzimmer dient. Dazu kommen noch mehrere Gruppen- und Förderräume. Platz wurde gegenüber früher gewonnen, weil der Werkraum und der neue Eingangsbereich in den einstigen Fahrradunterstand verlegt wurde.
Kommt man vom Eingangsbereich in die Aula, erwartet einem das „Prunkstück“ der Schule, eine lichtdurchflutete Aula mit Glasdach. Der dort imposante Leuchter wurde auf LED-Lichter umgerüstet, das „Atomium“. 25 neue, 60 Zentimeter große Kunststoff-Kugelleuchten wurden dafür aufgetrieben.

Die gesamten Freianlagen um das Schulgebäude wurde grundlegend neu gestaltet, in verschiedene Platzflächen mit hoher Aufenthaltsqualität, die sich in unterschiedliche Teilbereiche differenzieren.

Beton

Die Balthasar Neumann Mittelschule wurde in einer Stahlbeton-Skelettbauweise mit Ortbetondecken realisiert. Die Fassaden waren mit einer vorgehängten Waschbetonfassade ausgeführt. Innen waren Trennwände und Holzdecken zwischen die Stahlbetonrasterkonstruktion eingefügt. Das gesamte Gebäude wurde auf den Rohbau, auf eine Stahlbeton-Skelettkonstruktion rückgebaut.


Die Fassaden wurden hochwärmegedämmt, mit weiß eingefärbten Betonfertigteilen bekleidet um eine einheitliche vertikale helle Fassadenstruktur zu unterstreichen. Sämtliche Verglasungen wurden als Dreifachverglasung ausgeführt.

Zwei passive Bausteine bilden ein solides Fundament für ein zukunftssicheres Energiekonzept der Balthasar Neumann Mittelschule Werneck : Die Kompaktheit des Baukörpers sowie der hohe Dämmstandard der Fassaden und am Dach reduzieren den Energiebedarf auf ein absolutes Minimum. Diese beiden passiven Maßnahmen haben auch den Vorteil, dass sie keinerlei Folgekosten generieren, dauerhaft und wartungsfrei zur Verfügung stehen.
Die massive Bauweise mit Ortbetondecken, Ortbetondach gewährleistet eine hohe thermische Trägheit des Gebäudes, die verglasten Fassaden gewährleisten eine
maximale Tageslichtausbeute in allen Räumen, außenliegender Raffstores dienen als Sonnen- und Blendschutz und verhindert eine sommerliche Überhitzung der Räume.

Bildnachweis: Stefan Meyer, Berlin/Nürnberg

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