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MAGAZIN / INTERVIEWS

13 Fragen an Frauke Ludowig

1. Frau Ludowig, seit Anfang der 1990er Jahre sind Sie Moderatorin bei RTL und sind so durch die ganze Welt gereist, um Prominente kennen zu lernen. Erst kürzlich waren Sie wieder bei den Oscars. Wie aufregend ist es nach so vielen Jahren nach Los Angeles zu fliegen und mit Prominenten in Hollywood zu sprechen?

Natürlich ist es immer wieder aufregend um die Welt zu reisen und, tolle Menschen zu treffen. Grundsätzlich versuche ich  mich inhaltlich so gut vorzubereiten, dass sich die Aufregung in Grenzen hält. Vor ein paar Jahren habe ich Siegfried und Roy nach Ihrem schrecklichen Unfall wiedergetroffen. Das war schon ein beklemmendes Gefühl, weil ich beide gesund kannte und nicht wusste, was mich erwartet, wenn ich den sehr angeschlagenen Roy wiedersehe.


2. Wie waren die Oscars für Sie? Welcher Film hat es Ihrer Meinung nach verdient zu gewinnen?

Die Oscars sind jedes Jahr glamourös. Die Schauspieler und insbesondere die Schauspielerinnen in Hollywood müssen optisch immer wieder etwas Neues bieten.
Zwar war der Film „The Artist“ Favorit, trotzdem war es überraschend, dass im Jahr 2012 ein Stummfilm der Abräumer wird.


3. In einem Interview haben Sie gesagt, dass Boris Becker einer der wenigen sei, über den Sie stetig berichtet haben. Welches ist Ihrer Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg?

Bei vielen ist es sicher die Mischung aus Erfolg und Misserfolg,  aus dem normalen Auf und Ab im Leben, was wir alle kennen. Und wenn das ein Prominenter vorlebt sind wir alle interessiert an seinem Schicksal.

4. Als “Schuhfrau des Jahres 2011” sind Sie auch in der Mode angesehen. Wie wichtig ist Mode für Sie? Wie sehr hat Sie sich Ihr Modegeschmack in den letzten 20 Jahren geändert?

Ich präsentiere jeden Tag eine Sendung im Fernsehen, die sich mit Stars, Trends, und Fashion beschäftigt. Da ist es natürlich selbstverständlich, dass ich als Moderatorin auch das Thema Mode aufgreifen muss. Privat sieht das etwas anders aus. Da bin ich froh, wenn ich eine Jeans und ein cooles T-Shirt anhabe. Als Mutter zweier doch noch recht kleiner Kinder, weiß ich bequeme Klamotten  sehr zu schätzen.

5. Am 10. Februar moderierten Sie die Gala des IF-Designawards in München. Welches der prämierten Designobjekte hat Ihnen besonders gefallen?


Ganz besonders spannend bei diesem Award fand ich die Bandbreite. Vom Riesentraktor bis zum Dirndlbuch war ja alles dabei... Mich haben die Leistungen schon sehr beeindruckt. Zumal ich mich zu Hause auch gerne mit Design beschäftige. Meine private Affinität ist da besonders groß!

6. Wie wichtig ist Ihrer Meinung nach Design in der Architektur?


Für uns ist Design schon wichtig, deshalb haben wir uns für ein Haus im Bauhausstil entschieden. Wir finden das sehr zeitlos, gleichzeitig aber modern und praktikabel.

7. Sie waren durch Homestories in vielen Wohnzimmern und kennen die Einrichtungsstile der Prominenten. Welches war der extravaganteste Einrichtungsstil, den Sie bei diesen Homestories gesehen haben?

Extravagant leben die meisten Stars: Arnold Schwarzenegger hat seine nachgebauten Filmfiguren in seinem Haus verteilt, Siegfried und Roy haben auf Ihrem gesamten Anwesen Erinnerungsstücke aus der ganzen Welt, Pamela Anderson hat eine Pole Dance Stange im Schlafzimmer. Tauschen möchte ich dennoch mit keinem, da es mit meinem Leben nichts zu tun hat.

8. Wie wohnen Sie?

Wir haben ein recht normales Haus mit Garten, das genügend Platz bietet für uns und die beiden Kinder. Uns war es sehr wichtig, dass wir für unsere zwei Töchter große Kinderzimmer haben, wo sie sich frei entfalten können.

9. Bleiben wir beim Thema Wohnen: Wie würden Sie Ihren Wohnstil beschreiben und wodurch zeichnet er sich aus?

Wir lieben den klassischen Wohnstil, erfreuen uns immer wieder an Klassikern wie dem Eames Lounge Chair, der Corbusier Liege oder dem ein oder anderen USM Haller Schrank und schaffen  viel Gemütlichkeit mit einigen Teppichen. Für die Firma Hometren bin ich ja selber als Designerin von Bodenbelägen im Einsatz. Und so hole ich mir dann ein bisschen was von meiner Kreativität ins Wohnzimmer.


10. Wir sind bekennende Betonliebhaber und als "Magazin der erfreulichen Dinge" berichten wir immer wieder über ungewöhnliche Objekte aus Beton, die zeigen, dass dieser Baustoff Gestaltungsmöglichkeiten keine Grenzen setzt - von Architektur und Design über Betonschmuck bis hin zum Motorrad aus Beton. Was würden Sie aus Beton bauen?

Wir planen tatsächlich aktuell eine Wand im Haus aus Beton zu bauen.



11. Als Moderatorin und Journalistin ist man viel unterwegs. Ist Ihnen ein Gebäude aus Beton in Erinnerung geblieben?

Das Guggenheim-Museum in New York hat mich nachhaltig beeindruckt. Es besticht nicht nur durch die grandiose Kunstsammlung, sondern auch durch die außergewöhnliche Architektur aus Beton.



12. Wie lang haben Sie vor, die Sendung “Exclusiv” zu moderieren? Haben Sie schon mal daran gedacht, den Beruf der Moderatorin an den Nagel zu hängen und etwas anderes zu machen?

Als Kind wollte ich immer gerne Tierärztin werden. Der Weg zum Fernsehen war fast zufällig und führte mich über die Banklehre zum Radio. Heute möchte ich um nichts in der Welt meinen Beruf eintauschen. Ich genieße meine Leidenschaft für meine Profession jeden Tag aufs Neue.

13. Wie immer zuletzt die Beatles/Rolling Stones Frage: Los Angeles oder Köln?

Ich fühle mich in Köln wohl und habe auch nicht vor nach L.A. zu ziehen. Ich freue mich aber, wenn ich einmal im Jahr dort bin.

 

 

[Foto: RTL / Margaretha Olschewski]