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REDAKTIONSBLOG | 27.11.2015 VON Franziska Schöning | 0 Kommentare

Der Bus kommt nicht

Der Bus kommt nicht

Hier fährt schon lange nichts mehr, aber Kunst ist glücklicherweise nicht an Erreichbarkeit gebunden. Der Fotograf Christopher Herwig hat verlassene Bushaltestellen der ehemaligen Sowjetunion fotografiert und ein Buch daraus gemacht. 12 Jahre und 30.000 Kilometer hat es gebraucht, um auf 192 Seiten den magisch-sozialistischen Realismus der verwaisten Haltestellen einzufangen. Architektur ist immer auch Möglichkeit zur Selbstverwirklichung. Herwig hält diese Selbstverwirklichung fest, die die Wirklichkeit dokumentiert und bereichert. Auf den Fotos sieht man Bushäuschen aus Blech oder Beton; bunt und monochrom. Menschen sind selten zu sehen. Der Fokus liegt auf der Architektur, die sich in ihre Umgebung fügt, ohne darin unterzugehen.  Die erste Auflage ist bereits vergriffen, die nächste wird gerade gedruckt.

 

Foto und Buch: herwigphoto.com