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REDAKTIONSBLOG | 07.12.2015 VON Franziska Schöning | 0 Kommentare

Britischer Beton: Das Cascade-Magazin zu Besuch im British Museum

 

London ist zwar eine der teuersten Städte Europas, aber die Metropole bietet auch erfreuliche Freizeitangebote für kleines Geld. Dazu gehören beispielsweise die Londoner Museen, deren Eintritt oftmals frei ist. Vor allem an trüben Herbsttagen zieht es viele Besucher dorthin. Das British Museum ist eines dieser Museen und noch dazu eines der kulturell bedeutendsten der Welt.

 

 

Ein Besuch reicht eigentlich nicht
Man sollte allerdings viel Zeit mitbringen, denn die Sammlung des Museums ist extrem umfangreich. Auf drei Stockwerken werden Artefakte aus aller Welt und etwa zwanzig kunsthistorischen Epochen versammelt; das erschwert natürlich die Entscheidung, wo man am besten beginnen sollte. Noch schwieriger wird es natürlich, wenn man sich für alle der vorgestellten Kunstepochen begeistern kann.

 

 

Die Ausstellung spannt den Bogen vom alten Ägypten über Assyrien, Mesopotamien, das antike Griechenland und die Kulturschätze Afrikas bis nach Nordamerika und Mexiko sowie die asiatischen Länder und Epochen: China, Japan, Korea. Auch der Geschichte Europas vom Mittelalter bis zur Gegenwart wird Raum und Gelegenheit zur Entfaltung geboten.

 

 

Entstehen konnte das Museum nur dank des großzügigen Geschenks, das der Wissenschaftler und Mediziner Hans Sloane dem Staat 1753 machte; nämlich seine komplette Kunst- und Literatursammlung. Diese wuchs bis heute auf über 350.000 Bücher und unzählige kostbare Artefakte an. Ein Besuch reicht eigentlich gar nicht, um das alles gebührend zu würdigen.

 

 

16.000 Tonnen Beton
Das Gebäude selbst ist mindestens genauso sehenswert wie die Ausstellungen. Es wurde 1823 von Robert Smirke im neoklassischen Baustil designt und 1852 fertiggestellt. Dieser neoklassische Stil ahmt den klassisch griechischen Baustil nach und findet immer wieder Verwendung in Teilen des Gebäudes; zum Beispiel im Giebel und den Säulen des Südeingangs.

 

 

Die Bautechnik, die 1852 verwendete wurde, war damals auf dem neuesten Stand: Das Gerüst, das aus Gusseisen und Londoner Naturstein besteht und mit Braunsandstein ummantelt wurde, ruht auf einem Fundament aus etwa 16.000 Tonnen Beton. Bis heute gewährleistet dieser die Stabilität des Gebäudes und begünstigt ein
gleichmäßiges Temperaturlevel im Inneren, das sowohl für die Besucher als auch für die Artefakte einen angenehmen Aufenthalt ermöglicht.

 

 

Das architektonische Highlight ist mit Sicherheit der Innenhof des Gebäudes, der mit seinen beeindruckenden 7100 Quadratmetern der größte überdachte öffentliche Platz Europas ist.

 

 

Beim nächsten Besuch in London sollte das British Museum also unbedingt auf dem Programm stehen. Es liegt im Herzen Londons und ist auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ausgezeichnet zu erreichen.

 

 

 

Fotos: Cascade