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Im Rahmen der UNTERwegs-Kellertour habe ich schon viele besondere Keller besucht; keiner davon war wie der andere. Und auch an diesem herausragend schönen Herbsttag habe ich mich auf den Weg in die Eifel gemacht, um einen dieser Keller genauer zu erkunden. Er befindet sich auf dem Gelände des Klosters in Vossenack. Aufmerksame Leser der Kellertour-Reportagen erinnern sich sicherlich daran, dass wir schon einmal bewiesen haben, dass es auch in Klöstern außergewöhnliche Keller gibt. Ich bin also zu Recht gespannt, was es mit dem „Kloster-Kultur-Keller“ auf sich hat.

 

Foto: Cascade

 

Franziskanerorden haben in der Gegend Tradition. Die Brüder in Vossenack kombinieren schon seit langem Bildung mit Kultur: Neben dem Kloster befindet sich ein Gymnasium, in dem auch Wolfgang Mauritz unterrichtet. Er ist seit 2012 Hausoberer, bei den Franziskanern heißt das Guardian, und trifft sich heute mit mir, um mir den Kloster-Kultur-Keller zu zeigen.

 

Foto: Cascade

 

Kloster, Gymnasium und Internat wurden 1966 gebaut. 2007 beschlossen die Franziskaner, die Kellerräume zu renovieren, die lange Zeit unbenutzt waren. Noch im selben Jahr konnte die Kulturmeile, wie Mauritz sie nennt, neu eröffnet werden. In allen Räumen wurde der Asbest aus den Wänden entfernt; einige wurden komplett abgerissen. Die neuen Wände und somit ein Großteil des Kellers wurden aus Betonteilen gefertigt und auf den neuesten Stand gebracht.

 

Foto: Cascade

 

Aus der ehemaligen Rumpelkammer wurde ein Café; aus dem Weinlager wurden Klosterlädchen, Theaterkasse und Requisitenraum für die Marionetten des Marionettentheaters – die dank des Betons dort gut aufgehoben sind. Die betonierten Wände helfen dabei, konstant die Temperatur zu halten, die die Puppen brauchen, um unbeschadet gelagert werden zu können. Das Theater befindet sich in der ehemaligen
Klosterküche und ist die Seele des Kellers.

 

 

Fotos: Cascade

 

Mauritz selbst ist bei der Konzipierung und Aufführung der Stücke beteiligt. Er begeistert sich schon seit seiner Kindheit für Marionetten und Puppenspiel und begann schon früh damit, eigene Figuren zu bauen. Hier sieht man ihn zum Beispiel mit „Mäxchen“, der das Maskottchen des Marionettentheaters und Namensgeber des Cafés ist.

 

Foto: Cascade

 

Neben dem liebevoll eingerichteten Café und dem Marionettentheater bietet der Kloster-Kultur-Keller jede Menge Platz für Kunstwerke. Der Großteil dieser Kunstwerke stammt von Pater Laurentius Ulrich Englisch, der nicht nur Priester und Kunsterzieher, sondern auch ziemlich fleißiger schaffender Künstler ist.

 

Foto: Cascade

 

Neben der permanenten Ausstellung wird außerdem immer wieder wechselnden Künstlern die Möglichkeit geboten, ihre Werke zu präsentieren. Derzeit kann man beispielsweise Gemälde und bearbeitete Stoffe von Anke Burchardt-Sanchéz besichtigen.

 

 

Fotos: Cascade

 

Wer jetzt neugierig geworden ist, ist gerne eingeladen, den Kloster-Kultur-Keller selbst zu besuchen oder hier mehr über schöne Keller lesen.

 

 

23.11.2015 VON Franziska Schöning | 0 Kommentare

Wolkig mit Aussicht auf Spitzendesign

Wolkig mit Aussicht auf Spitzendesign

Nie wieder von der Rolle - dieses ungewöhnliche Badezimmeraccessoir aus dem Hause Lyon-Beton bringt Inspiration und Eleganz in die stillen Orte.

Bertrand Jayr hat die fantasievollen Toilettenpapierhalterung "Cloud" aus Beton entworfen, die jedes Bad geschmackvoll bereichern. Die Halterung ist der Form einer Wolke nachempfunden, die das Innere der Wohnung mit der Weite der Natur und des Himmels verbindet - und gleichzeitig den pferfekten Halt für jede Toilettenrolle bietet.

 

Foto: Lyon-Beton

 

Die UNTERwegs-Kellertour verschlägt mich heute ins beschauliche Estenfeld. Estenfeld ist eine kleine Gemeinde im Landkreis Würzburg und die Heimat von Hermann und Marga Heinickel. Die beiden haben mich eingeladen, einen Blick in ihren Keller zu werfen, in dem sie sich eine private kleine Glaswerkstatt aufgebaut haben. Schon beim Betreten des Hauses wird klar, dass hier Künstler leben. Die Wohnung der Heinickels wirkt beinahe wie ein Museum; überall stehen und liegen sorgfältig gearbeitete Kunstwerke aus Glas und Naturmaterialien.

 

Foto: Cascade

 

Von der Fotografie zur Glaskunst
Hermann und Marga sind seit über 50 Jahren verheiratet, beide stammen aus der Gegend. Kennengelernt haben sie sich bei der Arbeit bei Mercedes. Von da an waren sie unzertrennlich. Dazu trug sicherlich auch das beiderseitige Interesse an Kunst und Kunsthandwerk bei. In den 50er Jahren lag der Schwerpunkt dafür auf der Fotografie. Motive waren neben Ausschnitten aus Stadtbildern auch immer wieder Holzfiguren
fränkischer Bildhauer, sodass bald der Wunsch entstand, eigene Figuren zu schnitzen. In den darauffolgenden Jahren experimentieren sie immer wieder kreativ mit unterschiedlichen Materialien – beispielsweise auch Stein oder Beton – bevor sie in den frühen 90er Jahren ohne weitere Vorkenntnisse, aber großem Enthusiasmus mit der Glasbläserei begannen.

 

Foto: Cascade


Zwischen Brennofen und Beton
Inzwischen sind die Heinickels in Rente – und nutzen die Zeit, um die Grenzen des Materials auszutesten. Ende der 90er kaufte Hermann Heinickel einen Brennofen, der jetzt im Keller steht und dabei hilft, herauszufinden, was man aus Glas alles machen kann.

 

Foto: Cascade

 

Darum, dass hier unten etwas Feuer fängt, muss man sich aber keine Sorgen machen. Der Keller der Heinickels ist aus Beton und damit hitze- und brandresistent. Außerdem sorgt er für ein gleichmäßiges Temperaturlevel. Der Glasvorrat, der im Nebenraum gelagert wird, besteht nämlich zum Teil aus sehr empfindlichem Material, das
vorsichtig behandelt werden muss.

 

Foto: Cascade

 

Glasspaß für Groß und Klein
Eigene Kinder haben sie nicht, geben aber dafür Kurse für Kindergruppen, in denen diese selbst eigene Glasperlen herstellen dürfen. Sowohl die Kurse als auch die Kunstwerke der Heinickels sind sehr begehrt. Ihnen geht es aber gar nicht ums Geld, sondern um das Aneignen von Wissen und die Weitergabe dieses Wissens, dem Spaß
an traditionellem und kreativem Handwerk.

 

Foto: Cascade

 

Und auch ich bin eingeladen, mich selbst einmal am Glasbläserbrenner zu versuchen. Über 1000 Grad hat die Flamme, da bekommt man schon Respekt. Unter der fachmännischen Anleitung der Heinickels schaffe ich es allerdings schon beim ersten Versuch, eine Art Perle herzustellen, die allerdings auch problemlos als Glaskartoffel durchgehen würde. Marga und Hermann Heinickel versichern mir aber, dass jeder ein Kunstwerk aus Glas erschaffen kann – mit ein wenig Übung. Und so nehme ich an
diesem Tag nicht nur Eindrücke von einem schönen Keller und dessen herzlichen Besitzern mit, sondern auch eine Lektion fürs Leben. Und natürlich meine Glaskartoffel.

 

Weitere Ideen für Kellergestaltung gibt es hier.

 

 

16.11.2015 VON Franziska Schöning | 0 Kommentare

Beton gegen Stress

Beton gegen Stress

 

Unser Alltag wird immer hektischer und die sich anbahnende Vorweihnachtszeit ist da keine Entlastung. Da hilft nur eins: Zen. Noch besser: Zen mit Beton.

Zengärten haben seit Jahrhunderten Tradition in Japan und sind auch hierzulande schon lange sehr beliebt. Der Zengarten von Incovem vereint Beton und Meditation und passt auf jeden Schreibtisch. Die Form ist handgegossen und bietet Platz für feinen Sand, vier Halbedelsteine und ein Miniaturrechen. So entstehen kleine Zufluchtsorte vor dem stressigen Alltag, die Kreativität und Erholung fördern.

Der Zengarten eignet sich natürlich auch als Weihnachtsgeschenk.

 

Foto: Invocem

13.11.2015 VON Franziska Schöning | 0 Kommentare

Beton hilft

Beton hilft

Flüchtlingsunterkünfte haben nach wie vor hohe Priorität, sind aber nicht überall in dem Maße verfügbar, wie es notwendig wäre. Der Bonner Ingenieur und ehrenamtliche Helfer Peter Görgen beschloss, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und selbst Unterkünfte zu bauen. Dazu verwendete er Fertigteile aus Beton. Der Vorteil gegenüber normalen Containern oder Zelten besteht darin, dass die Betonunterkünfte nicht nur isoliert,  winterfest und brandsicher sind, sondern auch schnell und einfach fertiggestellt werden können. Sie bieten den Platz und die Sicherheit, die gerade so dringend benötigt werden.

 

 

Foto: Hachmeister

09.11.2015 VON Franziska Schöning | 0 Kommentare

24 Türchen aus Beton

24 Türchen aus Beton

Die Vorweihnachtszeit steht vor der Tür. Und fast so unvermeidlich wie die saisonale Beschallung durch Last Christmas ist die alljährliche Suche nach dem richtigen Adventskalender. Aber diese Suche hat jetzt ein Ende. Denn - wenig überraschend, was erfreuliche Dinge betrifft - gibt es jetzt auch einen Adventskalender aus Beton. Zu kaufen gibt's den bei invocem, nur befüllen muss man ihn selbst. Ob mit Schokolade oder Gutscheinen; das ist jedem selbst überlassen. 30 Gutscheine zum Ausfüllen sind in der Bestellung enthalten, man kann sich also ein paar Mal verschreiben oder umentscheiden.

 

Foto und Shop: invocem

06.11.2015 VON Franziska Schöning | 0 Kommentare

Codename: 3DPC

Codename: 3DPC

Was zunächst wie ein Geheimauftrag der Regierung klingt, ist das neueste Forschungsprojekt der Technischen Universität Eindhoven. Die engagierte Forschungsgruppe untersucht derzeit, welche Materialien und Methoden am besten für den 3D-Druck mit Beton geeignet sind.

Das Forschungsteam ist davon überzeugt, dass sich damit ganz neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffnen. Dazu gehört auch die verbesserte Kombination von anderen Baustoffen mit Beton, durch die eine neue Qualitätsebene erreicht wird oder die Integration von Funksensoren. Solche Funksensoren werden nicht nur zur Temperaturmessung verwendet, sondern beispielsweise auch in Sicherheitsvorrichtungen. Mit den ersten Forschungsergebnissen rechnet das Team in etwa fünf Jahren - ein weiterer Beweis dafür, dass Beton unbestritten der Baustoff der Zukunft ist.

 

 

Foto: TU Eindhoven