28.08.2019

VDZ-Workshop zu CO2-Infrastruktur

Strategien zur Minderug von CO2-Emissionen in NRW

Der Verein Deutscher Zementwerke e.V. (VDZ) richtete am 22. August im Rahmen des Projekts „IN4climate.NRW“ in Düsseldorf den Workshop „CO2-Infrastruktur in NRW“ aus. Der Workshop bot Vertretern aus Industrie, Forschung, Politik und Zivilgesellschaft die Möglichkeit, im Kontext des Klimaschutzes über Perspektiven für den Aufbau einer CO2-Infrastruktur in NRW zu diskutieren. „Bei der Minderung prozessbedingter CO2-Emissionen in der Zementindustrie werden Abscheidung, Transport sowie Nutzung und ggf. Speicherung von CO2 eine wichtige Rolle spielen“, betonte Dr. Martin Schneider, Hauptgeschäftsführer des VDZ.

In dem Workshop arbeiteten die Beteiligten an der Frage, unter welchen Voraussetzungen der Aufbau einer CO2-Infrastruktur in NRW sinnvoll und notwendig sein kann. Hierzu wurden Erkenntnisse aus unterschiedlichen Fachrichtungen vorgestellt und die Blickwinkel verschiedener gesellschaftlicher Akteure einbezogen. „Wir müssen diese Frage nicht nur aus technischer Sicht angehen. Vielmehr gilt es auch, frühzeitig die wirtschaftlichen Randbedingungen und die gesellschaftlichen Anliegen anzusprechen“, so Martin Schneider.

Der Workshop behandelte folgende Schwerpunkte: Im Themenblock „CO2-Quellen und -Senken“ wurden CO2-Minderungstechnologien bei der Zement- und Stahlherstellung sowie regionale und internationale Perspektiven für ein CO2-Management in NRW vorgestellt. Anschließend standen Erfahrungen mit „CO2-Storage und Transport / Infrastruktur“ in Deutschland sowie „Planerische und rechtliche Rahmenbedingungen“ im Vordergrund. Im vierten Themenblock „Gesellschaftliches Bewusstsein und Voraussetzungen“ ging es schließlich um die wichtige Frage der gesellschaftlichen Akzeptanz des CO2-Transports und der CO2-Speicherung.

Die Zementindustrie forscht über die European Cement Research Academy (ECRA) und den VDZ seit mehr als zehn Jahren an geeigneten Techniken zur CO2-Abscheidung. „Auch dank dieser Anstrengungen sind einige Carbon-Capture-Verfahren bereits heute so weit entwickelt, dass wir kurz vor ihrer großtechnischen Erprobung stehen“, erläuterte Schneider. Die Branche engagiert sich aktuell zudem in verschiedenen sogenannten Power-to-X-Projekten, in denen die Abscheidung von CO2 und dessen Nutzung in Form von Kraftstoffen in den kommenden Jahren getestet werden soll.

IN4climate.NRW ist die Plattform für Industrie, Forschung und Politik in NRW, um an Strategien für eine klimaneutrale Industrie zu arbeiten. Die Initiative wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE) ins Leben gerufen. Die wissenschaftliche Federführung für das Projekt liegt beim Wuppertal Institut. Der VDZ ist wissenschaftlicher Partner und begleitet die Initiative als Verbindung zur Zementindustrie.

Dem Verein Deutscher Zementwerke e.V. gehören 15 deutsche Zementhersteller mit insgesamt 46 Zementwerken an. Die Branche erwirtschaftet in Deutschland mit rund 8.100 Beschäftigten jährlich einen Umsatz von gut 2,8 Milliarden Euro.

Weitere Informationen zum Workshop „CO2-Infrastruktur in NRW“ erhalten Sie unter: https://vdz.info/8leq0

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